„Die digitale Welt bringt es mit sich, dass es keine geheimen Ecken der Weltöffentlichkeit mehr gibt; vielmehr werden die Dinge transparenter.“

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat irgendwie auf dem World-Economic-Forum mehr Transparenz versprochen:

Uns fehlen noch 62.000 Euro!
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Meine Damen und Herren, wir sind gefordert – nicht nur ökonomisch, sondern vor allen Dingen auch, was das Eintreten für unsere Werteordnung anbelangt. Die digitale Welt bringt es mit sich, dass es keine geheimen Ecken der Weltöffentlichkeit mehr gibt; vielmehr werden die Dinge transparenter. Die Zivilgesellschaften wollen mehr darüber wissen, was stattfindet und wie Länder regiert werden. Wir freuen uns in Deutschland auf diese Herausforderung und wollen versuchen, nicht immer – wie so manches Mal in einer Diskussion – erst über die Risiken zu sprechen, sondern vor allen Dingen die Chancen zu sehen und damit ein guter Partner in Europa und in der Welt zu sein.

Wir freuen uns ja, dass die Bundesregierung diese Herausforderung annehmen und mehr Transparenz schaffen möchte. Damit es nicht immer nur bei Lippenkbekenntnissen bleibt: Auf die schnelle hätten wir hier einige konkrete Handlungsmöglichkeiten, die man als Bundesregierung mit großer Mehrheit einfach mal machen könnte.

  • Die Verhandlungen von Handelsabkommen transparenter machen – nicht nur rhetorisch.
  • Das Informatonsfreiheitsgesetz reformieren, damit Bürger nicht mehr Bittsteller sein müssen und Ablehnungen nicht mehr die Regel sind, sondern die Ausnahme werden.
  • Ein Lobbyistenregister schaffen, das seinen Namen auch verdient.
  • Open Data so praktizieren, dass auch sinnvolle Datensätze online gestellt werden.
  • 4 Kommentare
    1. „Die digitale Welt bringt es mit sich, dass es keine geheimen Ecken der Weltöffentlichkeit mehr gibt; vielmehr werden die Dinge transparenter.“ – Mir macht der Satz eher Sorgen als dass ich darauf hoffe dass Frau Merkel sich für mehr Transperenz einsetzen könnte. Wenn man bedenkt das wir alle zusammen die Weltöffentlichkeit sind und sie die Möglichkeit sieht dass es keine geheimen Ecken mehr gibt … Puhhh gläserner Mensch, Orwell 2.0 – Yes we can

      1. In der Tat sind die Worte verdreht. Eigentlich hätte sie sowas sagen müssen, wie „dass es vor der Weltöffentlichkeit keine geheimen Ecken mehr gibt“. Könnte natürlich auch schon Neusprech sein…

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