Sascha Lobo wurde von der Frankfurter Rundschau (und wahrscheinlich BLZ) zum Thema Sharing-Economy interviewt: „Silicon Valley hat ein Arschlochproblem“.
Ich glaube aber, dass viele von diesen Unternehmen, gerade Uber, einen großen Fehler machen, wenn sie glauben, dass die Gesetze sich gefälligst ihrem Geschäftsmodell zu beugen haben und sie sich nicht an diese zu halten haben, wenn sie ihnen nicht passen. Gesetze sind nicht zum Schutz von Uber da. Gesetze sind zum Schutz der Gesellschaft da. Die aggressive Haltung, die hinter Uber steht, wird maßgeblich geprägt von dem Gründer Travis Kalanick. Das ist ein Mann, der Schwierigkeiten hätte, einen Sympathiewettbewerb gegen eine Landmine zu gewinnen. Ein ganz klassisches Arschloch. Das kann man so sagen. Der Begriff ist auch durch die ehrwürdige Zeitschrift „Economist“ ins Spiel gebracht worden, die dem Silicon Valley ein Arschlochproblem attestierte. Viel von der disruptiven Kraft, die die Gesellschaft voranbringen könnte, wird von solchen Unternehmen ins Bösartige und ins Destruktive verkehrt. Da gibt es eine Unerbittlichkeit und Arroganz, die sehr, sehr schädlich ist.