Hier die Mail im Original:
I am very supportive of any attempt by the German Parliament to conduct a serious investigation into NSA spying on Germans.
Unfortunately, German politicians have demonstrated, with their refusal to interview the key witness in person – Edward Snowden – that they care far more about not upsetting the U.S. than they do about conducting a serious investigation.
As a result, I am not willing to participate in a ritual that is intended to cast the illusion of an investigation, but which is actually designed to avoid any real investigation, placate the German public with empty symbolism, and keep the culprit – the U.S. Government – happy.
In the event that the German Parliament finds the courage to do what it should obviously do – interview Snowden in person, on German soil, regardless of how the U.S. Government would react – I would be happy to reconsider this invitation.
-Glenn Greenwald
Konstantin von Notz, Obmann der Grünen im Ausschuss kommentiert gegenüber netzpolitik.org:
Glenn Greenwald verweist explizit auf die Nicht-Aussage von Edward Snowden vor dem Ausschuss. Das macht deutlich: Er solidarisiert sich mit demjenigen, dem wir es überhaupt verdanken, seit nunmehr dreizehn Monaten über den größten Überwachungs- und Geheimdienstskandal, den wir jemals erlebten, diskutieren. Gleichzeitig ist seine Absage eine Ohrfeige für die Bundesregierung, die noch immer die Aufklärungsarbeit des Parlaments boykottiert. Die politische Verantwortung dafür, dass nun auch der zweite Schlüsselzeuge nicht vor dem Ausschuss aussagen wird, trägt alleine die Große Koalition. Als Opposition werden wir auch weiterhin für eine Aussage all derjenigen kämpfen, die sich mit der durch Edward Snowden ans Tageslicht gekommenen Massenüberwachung abfinden und zur Aufklärung des Skandals beitragen wollen – notfalls auch vor dem Bundesverfassungsgericht.
Wir wünschen der Opposition viel Erfolg bei der angekündigten Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Edward Snowden muss in Deutschland vor dem Ausschuss aussagen. Und Asyl bekommen.
Vor zwei Monaten haben wir Gleen Greenwald in Berlin interviewt.
