Wissen

Studie der EU-Kommission: Unerlaubte Musik-Downloads haben positive Auswirkung auf Kaufverhalten

JRC-reportFilesharing und Streaming von Musik führen nicht zu geringeren Verkaufszahlen im Netz. Zu diesem Ergebnis kommen immer mehr Untersuchungen, jetzt auch die Forschungsstelle der EU-Kommission. Das Fazit der Forscher lautet daher: Die Rechteinhaber sollten unerlaubtes Kopieren nicht länger als Problem ansehen.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Die Europäische Kommission hat mit der Gemeinsamen Forschungsstelle eine Generaldirektionen nur für Forschung. Eins der sieben Institute ist zuständig für Technologische Zukunftsforschung, das gerade eine interessante Studie über Konsum Digitaler Musik im Internet veröffentlicht hat (PDF).

Die Autoren Luis Aguiar und Bertin Martens haben das Surf-Verhalten von 16.000 Europäer/innen untersucht, um „die Auswirkungen von illegalen Downloads und legalem Streaming auf den legalen Erwerb von digitaler Musik“ zu ergründen. Das Ergebnis ist ziemlich deutlich: Unerlaubtes Downloaden ist kein Ersatz für den legalen Erwerb digitaler Musik. „Unsere Ergebnisse zeigen keine Anzeichen von Umsatzeinbrüchen.“

Im Gegenteil: Es gibt sogar einen leichten positiven Zusammenhang. Je mehr Menschen „unerlaubt“ downloaden, desto mehr kaufen sie auch. Oder andersrum: Gäbe es kein Filesharing und Streaming, würden die Verkaufszahlen sinken. Das Fazit der Forscher:

All diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass unsere Probanden die überwiegende Mehrheit der Musik nicht legal gekauft hätten, wenn sie diese vorher nicht „illegal“ herunterladen könnten.


Damit kommt die EU-Kommission zu ähnlichen Ergebnisse wie weitere Forscher-Teams an den Unis Telecom ParisTech in Frankreich und North Carolina State University, USA. Auch diese Papers zeigen, dass unerlaubte Downloads nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf legale Musikverkäufe im Internet haben.

Aus ihren Ergebnissen schlussfolgern die Forscher, dass unerlaubte Downloads dem legalen Musikmarkt nicht schaden:

Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rechteinhaber digitale Musik-Piraterie nicht als wachsendes Problem ansehen sollten. Darüber hinaus zeigen unsere Ergebnisse, dass neue Musik-Hör-Dienste wie Online-Streaming die Urheberrechte der Eigentümer positiv beeinflussen.

Kein Wunder, dass der Weltverband der Phonoindustrie das anders sieht. In einer Mitteilung kritisiert IFPI die EU-Studie als „fehlerhaft, irreführend und realitätsfremd“. Lustigerweise hat der Industrieverband den Streaming-Dienst Spotify im Boot, der besonders „die Nicht-Beobachtung von Streaming-Diensten in der Studie“ bemängelt, die unfaire Konkurrenz von kostenlosen Downloads bekämen.

Komisch, bei mir tauchen in der Studie „Streaming“ 109 mal und „legales Streaming“ 40 mal auf. Vielleicht sollte auch Spotify die Studie mal lesen?

27 Kommentare
  1. Als Musiker und DJ würde ich das sofort unterschreiben. Aber in Zeiten wo Youtube, Soundcloud & Co., mit ihren minderen kbps-Raten, den Qualitätsstandard des gemeinen Hörers offenbar ausreichend befriedigen, kann man sowas aus Erfahrung leider nicht glauben.

  2. Bloß muss das den Herrschaften auch mal ausdrücklich von DIR gesagt werden; die EU-Kommission fragt danach, sie bittet um dein Feedback: Wie soll künftig mit der Durchsetzung von Urheberrechten umgegangen werden ?
    http://ameliaandersdotter.eu/2013/01/03/konsultation-der-eu-kommission-zu-ipred-howto-anleitung/
    http://edri.org/files/ipr-guide.pdf

    Wenn die EU-Kommission plötzlich die Vernunft packt, dann müssen WIR sicherstellen, dass die EU-Kommission auf diesem Kurs bleibt, denn eines ist sicher: Die Content-Industrie bearbeitet die EU-Kommission jetzt gerade, damit sie wieder Handlanger-Politik für die Industrie betreibt.

    Also, nicht nachlassen; Druck machen – JETZT ! Die Deadline für die Umfrage der EU-Kommission ist der 30.03.2013

    Und nicht von den suggestiven Fragen verarschen lassen; die sind trickreich und wollen einen stets in Richtung einer Befürwortung und Forderung eines harten Urheberrechts lenken.

  3. Aus der Studie wird wie folgt zitiert:
    “All diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass unsere Probanden die überwiegende Mehrheit der Musik nicht legal gekauft hätten, wenn sie diese vorher nicht “illegal” herunterladen könnten.“

    Wo steht das in der Studie? Ich kann nur folgendes finden, auf Seite 2 und auf Seite 16 steht:
    “All of these results suggest that the vast majority of the music that is consumed illegally by the individuals in our sample would not have been legally purchased if illegal downloading websites were not available to them.“

    Auf deutsch:
    Alle diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit der Musik, die die Individuen in unserer Stichprobe illegal konsumiert haben, nicht legal gekauft worden wäre, wenn es keine Möglichkeit zum illegalen Download gegeben hätte.

    Das ist etwas völlig anderes, als hier behauptet wird!

    „Aus ihren Ergebnissen schlussfolgern die Forscher, dass unerlaubte Downloads dem legalen Musikmarkt nicht schaden:“

    Auch das ist falsch. die Verfasser der Studie weisen ausdrücklich daraufhin, dass sie nur einen kleinen Ausschnitt des Musikmarktes betrachten. Betrachtet man den gesamten „legalen Musikmarkt“, dann kann „Piraterie“ durchaus negative Effekte haben kann (Seite 17):

    „Taken at face value, our findings indicate that digital music piracy does not displace legal music purchases in digital format. This means that although there is trespassing of private property rights (copyrights), there is unlikely to be much harm done on digital music revenues. This result, however, must be interpreted in the context of a still evolving music industry. It is in particular important to note that music consumption in physical format has until recently accounted for the lion’s share of total music revenues. If piracy leads to substantial sales displacement of music in physical format, then its effect on the overall music industry revenues may well still be negative.”

    1. Das ist etwas völlig anderes, als hier behauptet wird!

      Primär ist das erstmal was völlig anderes als „jeder Download = entgangener Gewinn“, wovon die Industrie ja einfach nicht ablassen will, obwohl es sonst niemand glaubt.

  4. Die Autoren dieser Studie argumentieren wieder nach dem Motto: Cum hoc ergo propter hoc.
    Viel eher läuft es doch so: Leute, die viel Musik konsumieren, tun das auch öfter illegal als Leute, die nur wenig Musik hören.
    Daraus zu schließen, daß die Verkaufzahlen zurückgingen, wenn man illegales Herunterladen unterbinden könnte, ist doch sehr gewagt.

    Mit den Autoren der Studie und den Leuten, die die Ergebnisse sonst noch so falsch interpretieren, möchte ich doch gerne mal ein Wörtchen reden. Wissen, wie man ein Paneldatenmodell erstellt, aber nicht wissen, daß Korrelation und Kauslität nicht das selbe sind. In deren Statistik-Vorlesungen ist aber einiges schiefgegangen.

    1. Viel eher läuft es doch so: Leute, die viel Musik konsumieren, tun das auch öfter illegal als Leute, die nur wenig Musik hören.

      [citation needed]

      1. „Leute, die viel Musik konsumieren, tun das auch öfter illegal als Leute, die nur wenig Musik hören.“

        Was bitteschön möchtest du mir damit sagen?

        Ich besitze deutlich über 1500 CD’S.

        GEKAUFT!

        …und selbstverständlich höre ich die auch.
        Mein Nachbar hat deutlich weniger Tonträger und hört auch weniger Musik.
        Deiner These nach ist also mein Musikkonsum häufiger illegal als der meines Nachbarn!

        Na dann…

  5. Die Studie läuft am Problem vorbei.

    Die Musikindustrie ist schließlich nich nicht eine große Firma mit einem Chef, das sind viele große und kleine Firmen und viele unterschiedliche Künstler.
    Dass dies oder jenes für „die Musikindustrie“ schlecht oder gut ist, ist also nicht so sehr von Belang. Viel eher interessiert doch die Frage: „Was ist für mein Label gut oder schlecht?“

    Genau dort sind illegale Downloads eher schlecht, denn dieser Bereich ist nicht steuerbar.

    Der beste Künstler der Welt wird nicht gekauft werden, wenn er nicht in irgendeiner Art und Weise promoted wird.
    Früher war das einfach: Qualität(en) der/des Künstler/s multipliziert mit der Promotion ergab die Verkaufszahl. Der Künstler ist das Produkt und die Promotion ist die Investition. Um so besser der Künstler, und/oder um so höher die Investion, desto höher der Erfolg.
    Ein guter Künstler ohne jedwede Werbung verkaufte also weniger, als ein übermäßig beworbener schlechter Künstler.

    Was die Promotion aus macht, kann man sehr gut an den Casting-Shows sehen: Startet die neue Staffel, verschwinden viele der alten Sieger wieder in der Unbekanntheit, einfach weil die Promotion für diese Künstler radikal zurückgefahren wird.

    Das Internet stellt dieses System in Frage. Natürlich kann ich als Label auch über das Internet werben, aber ich habe nur eine bedingte Kontrolle. Gut vernetzte private Communitys haben auch eine enorma Macht, ohne dass sie nur einen Euro in die Hand nehmen müssen.

    Mal ehrlich: Wer kannte vor exakt einem Jahr „DJ PSY“ (Gagnam-Style)?
    Welches Label hat PSY berühmt gemacht? Keines, das wissen wir alle.
    Seine Berühmtheit war ein für alle Seiten unerwartetes Internet-Phänomen.
    Oder wer erinnert sich an „Schnappi“? Auch das war ein solches Phänomen.

    Dies unsteuerbaren Ereignisse gibt es immer häufiger, nicht nur im ganz Großen, sondern auch im Kleinen. Die Labels verlieren immer mehr die Kontrolle, sie hecheln dem Erfolg immer öfter hinterher.

    Der „illegale“ DL spielt hier auch eine Rolle, denn er hällt ein Gesammtangebot gleichwertig bereit. In diesem DL-System habe ich fast keine Möglichkeit durch Investition steuernd auf das Konsumverhalten einzuwirken. Bei allen mir bekannten legalen Musik-DL-Seiten (sowie YT) kann ich mit Investionen meine Chancen auf Höreraufmerksamkeit wenigstens etwas verbessern.

    Das ist das Problem der großen Master-Labels (welche wir im allgemeinen Verständnis als die „Musikindustrie“ auffassen) mit dem P2P-DL-Bereich.
    Darauf geht die Studie nicht ein.

    1. Ich stelle mir grade vor, wie ich versuche ein Kind großzuziehen ohne dabei das Mittel der Kopie zu benutzen….

      Das heisst: Ich darf nicht mit diesem Kind sprechen, – darf keine Buchstaben benutzen, – darf Ihm nicht Zeigen, wie man eine Toilette benutzt, welche Pflanzen essbar sind, und Geschichten sind auch nicht drinne – muss es alles selber lernen / kreieren ;)

      Ich schätze mal Ohne Kopieren (also Fremdnutzen von Erfahrung oder Mühsahl) wäre der Mensch lange ausgestorben, und wenn ich jetzt noch an die Weitergabe von Genen denke… wo 2 Codes via Zufallsgenerator zu einen zusammenkopiert werden…

      Es gäbe überhaupt kein Leben im Universum…

    2. Dann wäre virales Marketing auch schlecht, denn im Prinzip ist das das Selbe.

      In beiden Fällen wird eine Produktwerbung/Produkt mit Werbeeffekt vom Urheber A ausgesetzt, um sich über Weg x zum potentiellen Käufer B zu bewegen, der es wiederum auf Weg x weiteren potentiellen Käufern C, D, E etc. zeigt.

      Alle potentiellen Käufer kennen nun das Produkt und können entscheiden, ob sie das Produkt (ggf. mit Extras oder physischer Erscheinung als Anreiz) kaufen oder nicht. Darunter werden auch welche sein, die das Produkt sonst nie gekauft hätten. Oder die es mögen – aber nicht so sehr, dass sie es kaufen würden, dafür aber ihre Aufmerksamkeit wieder auf ein zukünftiges Produkt richten.

      Andersrum kann man auch ein Lied aus dem Radio mögen, dann das legal Album kaufen, enttäuscht vom Album sein, enttäuscht von dem Künstler sein und ihn künftig ignorieren. (Kennen sicher viele von uns aus der Jugend, als wir uns ein teures Album von unserem Taschengeld gekauft haben und dann absolut enttäuscht waren…)

      Und so scheint es auch zu laufen – es gibt kein „schlecht“.

      1. Im Momment haben wir ja gerade auf Grund des Kampfes gegen den illegalen DL die Tagtsache, dass sich im P2P nur das abbildet, was man vorher in den anderen Medien geschaffen hat. Bzw auch die Tatsache, dass etliche Nutzer sich nicht trauen den P2P-DL zur Meinungsbildung heranzuziehen.
        Würde man die Zügel schleifen lassen, würde dies sehr schnell anders aussehen.

        Meinungsbildung in einem Bereich, auf den man keinen Einfluß und über den man keine Kontrolle hat, frei zuzulassen, das ist marketingtechnischer Selbstmord. Wenn man es verhindern oder eindämmen kann, dann sollte man das immer tun.

        Hinzu kommt, dass die vier Master-Labels (EMI, Sony Music, Universal, Warner) gerade dabei sind, ihren marketingtechnischen Einfluß im Internet auszubauen. Sie möchten sich natürlich auch im Internt eine ähnliche Vormachtsstellung wie in Radio, TV und Print sichern (wer international Erfolg will, der kommt an den 4 nicht vorbei).
        Eine Platform, auf der sie neben den unzähligen kleinen Labels auf einer Augehöhe stehen, ist da wirklich nicht wünschenswert.

        Es geht doch im Musikgeschäft im Besonderen darum den Geschmack des Publikums zu beeinflussen um mehr eigene Musik zu verkaufen.
        Im P2P-DL haben wir nur die Musik an sich. Wir haben keinen schönen Jüngling / keine hübsche Blondiene, keine große Bühne, keine plakativen Bilder, nichts. Dort kann nur die Musik überzeugen und deren Wirkung ist vom bestehenden Geschamack abhängig.

        Die Master-Labels können dort einfach nichts gewinnen, sondern nur verlieren.

      2. @Stefan: Genau das ist eigentlich der Zustand, den ICH mir als KONSUMENT wünsche. Keine (oder möglichst wenig) Kontrolle der Meinungsbildung durch irgendwelche Marketing-Instrumente, keine Monopole von vier Masterlabels, keine künstliche Bedeutung schlechter Künstler, nur weil das Label schon genug Geld hat.

        Interessanter wäre mal eine Studie, die fragt, ob die Auswirkungen nicht umgekehrt sind. Ich beobachte eher, dass kleine Labels größere Probleme haben, weil sie auf absolute Verkaufszahlen angewiesen sind, schlecht laufende Titel nicht einfach im großen Portfolio verschwinden lassen können und durch weniger Kapital, ergo weniger Marketing sich ihre Titel schon so eher schlecht verkaufen. Wenn deren Produkte dann noch gern getauscht werden, sehen sie das logischerweise dramatischer.

      3. @ Stefan:

        Spielst Du hier des Teufels Advokat? ;-)

        > dass sich im P2P nur das abbildet, was man vorher
        > in den anderen Medien geschaffen hat.

        Öhm? Was bildet sich da denn deiner Meinung nach genau ab?

        Ich sehe das sich da genau gar nichts (ab)bildet. Die User wechseln einfach nur zum nächsten, unbekannteren P2P Netz, oder verwenden Möglichkeiten wo Sie (nicht so einfach) verfolg-/aufspürbar sind. So war es nach Napster, nach Kazaa/Morpheus, nach eDonkey/eMule und nach Bittorrent. Wenn die MI Ihre Anstrengungen weiter verschärft – und es wieder erwarten geschafft haben sollte, alle FileHoster-Dienste (RapidShare, Mega und die ca 200 anderen Seiten dieser Art) und die Streamingseiten platt zu machen, wechselt man eben ins „DarkNet“ – dezentrale Netze mit vollverschlüsselter Datenübertragung. Davon gibt’s jetzt schon genügend Varianten, die dann regen Zulauf bekommen werden.

        > Meinungsbildung in einem Bereich, auf den man
        > keinen Einfluß und über den man keine Kontrolle hat,
        > frei zuzulassen, das ist marketingtechnischer Selbstmord.

        Man könnte es auch Manipulation, Propaganda, Zensur oder Revisionismus nennen. Wenn ich genau weiß, das ich niemals genügend Einfluß in einem Bereich X haben werde und versuche trotzdem diesen mit rechtlichen Mitteln mundtot zu machen ist das genau das. Abgesehen davon, das es ein hoffnungsloser Versuch ala Don Quichotte ist, vergrätzt man mit den momentanen angewandten Taktiken auch genügend ehrliche Kunden. Je mehr zu unrecht Beschuldigte bekannt werden, je höher die Anwalts-Abmahnkosten werden, je öfter nachgewiesen wird, das die „Beweiskette“ der von der MI beauftragten Verfolger mangelhaft bis nicht existent ist, desto größer wird der Boykott werden. Und dann sind die Majors richtig gekniffen. Der Konsument kann sehr nachtragend sein – BenQ z.B. kriegt hier ja nach der Siemens-Nummer von 2006/2007 noch immer keinen Fuß auf den Boden.

        Ich kaufe meine T-Shirts/Musik lieber auf Konzerten / Festivals direkt von der Band – da hab ich vorher ’ne Kostprobe und weiß zu 100% wohin mein Geld geht.

        > Im P2P-DL haben wir nur die Musik an sich. Wir haben
        > keinen schönen Jüngling / keine hübsche Blondiene,
        > keine große Bühne, keine plakativen Bilder, nichts.
        > Dort kann nur die Musik überzeugen und deren Wirkung
        > ist vom bestehenden Geschamack abhängig.

        Nach dieser Argumentationskette ist Airplay im Radio auch für den Fuß, denn da gibt’s das auch alles nicht. Das bisschen Anmoderation (oder besser gewaltsam drüberquatschen) kann man ja wohl kaum als Werbung betrachten.

    3. Die Musikindustrie ist schließlich nich nicht eine große Firma mit einem Chef, das sind viele große und kleine Firmen und viele unterschiedliche Künstler.

      Die es trotzdem immer schon geschafft haben, sich auf einen Preis für ihr Produkt zu einigen. Der anscheinend höher war, als die meisten zu zahlen bereit sind.

      Oder wer erinnert sich an “Schnappi”?

      Hoffentlich alle, die sich das Gejammer der Industrie über den exorbitanten Schaden durch die „Raubkopierer“ anhören müssen.

      Das ist das Problem der großen Master-Labels (welche wir im allgemeinen Verständnis als die “Musikindustrie” auffassen) mit dem P2P-DL-Bereich.

      Was irgendwie die wenigsten Konsumenten auch nur ansatzweise interessieren dürfte.

    4. Ich kann die Studie voll bestätigen. Ich kaufe Musik von Künstler die ich sonst nicht gehört hätte wenn ich sie nicht von Freunden etc erhalten hätte. Insofern stimmt ihr Argument nicht. Die Künstler werden durch Freunde Promotion. Eine bessere Werbung kann kein Künstler der Welt bekommen. Und genau so ist es. Nur dadurch, dass mir die Musik in die Finger gekommen ist,, habe ich auch etwas gekauft. Und das sage ich seit Jahren. Übrigens ist es eine Frechheit für die mp3 Qualität Preise zwischen 80 Cent – 1,5 € pro Song zu verlangen. Die Anwälte der Rechteindustrie sind bequemer Weise auf diesen Rechts- Zweig mittlerweile angewiesen und fördern damit ihre eigene Existenzberechtigung. Man hat sich darauf ausgerichtet in diesem Bereich Geld zu machen, mehr nicht. Und das ist hat die Musikindustrie begriffen. Dort ist noch shareholder- value zu generieren. Mich würde mal interessieren wie viel Geld durch Abmahnungen allein in Deutschland generiert wurde in den letzten Jahren.

  6. > selbst Robert Hammond von der North Carolina State University sagt in seiner studie (gerne von filesharern (falsch) zitiert),
    dass nur die topacts einen werbenden effekt pro verkauf haben.

  7. Klar wird der Verkauf gefördet, CD gespart und schicke Hose gekauft, oder meine Maus zum Essen eingeladen. Und anschließend habe ich noch tolle Musik um mit ihr Händchen zu halten, oder Oma mit spritueller Musik bei ihrer Meditation zu begleiten.

  8. Gähn. da wird mal wieder eine neue Studiensau durch netz getrieben. Komisch, dass immer dann wenn eine Studie zu den bei Netzpolitik wünschenswerten ergebnissen kommt, das ding erwähnt wird, wenn das Gegenteil passiert, dann wird das schön unter den Tisch gekehrt.

    So schafft man sich auch eine eigene Realität. dabei steht der „Score“ mittlerwiele genau umgekehrt. Eine Metastudie hatte unlängst sich alle Studien angeschaut, die sich mit dem Thema befasst haben, und kommt zu dem Ergebnis, dass von sallen aktuellen Studien 24 für einen schaden durch Piraterie/Filesharing sprechen und 4 dagegen (finde den linkgrad nicht, reiche ich bei Interesse nach). Diese 4 Studien sind aber so medienwirksam breitgetreten worden, dass jeder glaubt, dass Verhältnis sei genau anders herum.

    Last not least kann ich nicht wirklich behaupten, die Studie sei eine „Studie der EU Kommission“. Und den Satz „Die Europäische Kommission hat mit der Gemeinsamen Forschungsstelle eine Generaldirektionen nur für Forschung.“ verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Was soll das bedeuten?

    Gruß,

    SH

    1. Ich bestätige die Studie für mich und mein Verhalten wenn es darum geht, das mir Musik durch Freunde zugänglich gemacht wird, ich diese dann auch kaufe. Einfach weil ich sie dann haben will. Sonst hätte ich sie nicht gefunden. Und wie viel Studien dagegen sprechen und wieviele nicht, ist sowas von egal. Denn traue keiner Studie, welche du selbst nicht in Auftrag gegeben hast. Und Trolle wie sie es anscheinend sind, können sich die diese Metastudie klemmen. Sie beweist mir gar nix. Denn ich kenne mein Kauf- Verhalten. Ich spreche also von mir. Hiermit bestätige ich diese im Artikel genannte STUDIE!!!!!!!!! :-)

      1. @Hendler:

        Wow, sie müssen verdammt repräsentativ sein, wenn ihr eigenes Nutzungsverhalten gleich das Nutzungsverhalten der Allgemeinheit nicht nur repräsentiert, sondenr gleichzeitig auch hinreichend belegt, und dem widersprechende Studien gleichzeitig aus dem Feld schlägt. Und: Natürlich sind alle mit einer abweichenden Meinung damit automatisch Trolle. Klar doch. Frohe Ostern noch.

        SH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.