Demokratie

Too Much Information: Neue Kampagne gegen CISPA

Unter dem Hashtag #CongressTMI startete die Electronic Frontier Foundation EFF zusammen mit 20 anderen NGOs eine Kampagne gegen den Cyber Intelligence Sharing & Protection Act CISPA. Es sollen gezielt amerikanische Kongressabgeordnete angetwittert werden. Auf der Kampagnenseite findet sich neben sehr anschaulichen Informationen über den Gesetzesvoschlag eine eigens entwickelte Abgeordneten-Suchmaschine, die zu jeder US-Postleitzahl den passenden Kongressabgeordneten findet. Auch ohne eigenen Twitter-Account hat man die Möglichkeit, sich an der Aktion zu beteiligen.

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Zusätzlich wird aufgerufen, den Abgeordneten alle privaten Daten, auf die die US-Regierung nach Einführung des CISPA-Gesetzes zugreifen dürfte, freiwillig und unaufgefordert zuzusenden. So sollen Abgeordnete über die Folgen des ebenfalls mit dem Kampf gegen Produktpiraterie begründeten Gesetzes aufgeklärt werden. Von der zu erwartenden Informationsüberflutung leitet sich auch der Hashtag ab: TMI steht für „Too Much Information“.

CISPA ist nach dem Scheitern von SOPA und PIPA in den USA der nächste Versuch, das Internet durch eine verstärkte Kooperation zwischen Regierung, Internetanbietern und Privatwirtschaft stärker zu überwachen. Offiziell richtet sich CISPA selbstverständlich nur gegen gewerbsmäßige Betrüger. Der Gesetzestext selbst lässt aber durchaus eine großflächige Überwachung des Internetverkehrs von Privatpersonen zu, und dies ausdrücklich auch zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Ebenfalls heftig kritisiert wird die im Gesetz formulierte Möglichkeit, alle anderen gesetzlichen Einschränkungen zu umgehen sowie das Fehlen einer Möglichkeit, sich gegen datenschutzrechtliche Übergriffe zur Wehr zu setzen.

 

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6 Kommentare
    1. Uh … was für ein Geschwafel … und was verbirgt sich dahinter? Die Standardtaktik ala: Die Gegner sind ja doch alle nur Raubmordkopierer, die nur dagegen sind, weil sie für lau ziehen wollen …
      Naja, einzig passende Reaktion: Geo steht damit ab sofort auf meiner Liste der Erzeugnisse die ich nicht nur Umsonst nicht lese (was ich nie getan habe) sonden auch nicht mehr bezahlt (was zumindest, je nach Artikel, schonmal vorkam).

      Mir geht diese unsägliche Argumentation nämlich auf den Geist!
      Ja, ich bin gegen ACTA und CO., ja, ich bin Piratenwähler ABER ich bin eben kein „Raubmordkopierer“ und behaupte ich habe im laufe der letzten Jahre wesentlich mehr Geld in Bücher, DVDs, Games und auch Musik gesteckt, als die meisten der großen Whin0r von der Contentlobby! Und immer öfter Frage ich mich, warum? Denn von denen werde ich, allein augrund meiner Meinung, in eine Schublade gesteckt, beschimpft, ganz abgesehen davon, dass mir als ehrlicher Käufer Steine in den Weg gelegt werden, die man nicht hat, wenn man sich den Kram zieht, Stichworte DRM, Minutenlange „Raubkopierer sind Verbrecher“ Videos, gefolgt von Minutenlangen, nicht wegklickbaren Raubkopierer sind Verbrecher Texteinblendungen auf jeder DVD, hin bis zu Daueronline bei Singleplayerspielen oder der Wegnahme der legalen Möglichkeit meiner Privatkopie (Kopierschutz), sodass ich z.B. wenn ich eine CD / DRM geschützte Datei auf dem mp3-Player hören will, entweder mehrfach Geld ausgeben muss (vermutlich der feuchte Traum der Verwerter) oder aber in den Strafbaren Bereich muss, indem ich die CD halt doch rippe / DRM umgehe.

      Da frag ich mich dann schon ab und an (und immer öfter), warum bin ich eigentlich so blöd das mit zu machen? Warum handel ich nicht einfach so, wie es mir die Verwerterlobby eh schon vorwirft? …

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