Netzpolitik

Geheime Verordnung: US-Präsident Obama erlaubt Militärs offensive „cyber-operations“ außerhalb der eigenen Netze

Das amerikanische Militär kann jetzt auch offiziell fremde Netzwerke angreifen, um die USA zu verteidigen. Laut Washington Post unterzeichnete Präsident Obama Mitte Oktober ein geheimes Dekret. Damit werden existierende Praxen nun auch offiziell legitimiert.

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Ellen Nakashima zitiert bei Washington Post einen „Senior Administration Official“:

What it does, really for the first time, is it explicitly talks about how we will use cyber-operations. Network defense is what you’re doing inside your own networks. … Cyber-operations is stuff outside that space, and recognizing that you could be doing that for what might be called defensive purposes.

Das Dokument an sich ist geheim. Ein Vorläufer ist die „National Strategy to Secure Cyberspace“ von 2003, die gibt’s auch in Volltext.

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8 Kommentare
  1. Derselbe Präsident, der sich vorbehält, bei „Cyberangriffen“ von außerhalb das Militär zu mobilisieren … aber halt, es geht ja um „Verteidigung“. So wie Stuxnet eine reine Präventiv- und friedenserhaltende Maßnahme war.

    Wie groß wäre das Gejaule, in Rußland, Iran o. ä. würde solch ein Dekret erlassen. Change we can believe in.

  2. hätte er dafür nicht den zweiten nobelpreis verdient? wobei mir der erste natürlcih weiterhin ein ungelöstes rätsel ist. aber anscheinend muss man menschen mit drohnen ohne recht und verteidung töten dürfen, um dieses abzeichen zu bekommen.

  3. Hmm… „jetzt auch offiziell“… klingt nett. :-D
    Und wem bringt das nun genau was, dass „existierende Praxen“ durch ein geheimes Dokument legitimiert werden? Nach mehr Transparenz hört es sich ja nicht gerade an…

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