Beim politischen Ziel als UN-Organisation, den Zugang zu Wissen zu verbessern, ist die UNESCO etwas übers Ziel hinaus geschossen. Seit Jahren stehen wohl hunderttausende Bewerbungsunterlagen im Netz herum, wenn man sich im Bewerbungs-System auf der UNESCO-Webseite registriert hatte. Spiegel-Online berichtet über das Datenleck: Unesco entblößt Hunderttausende Bewerber im Web.
Die Datensätze enthalten neben Handynummern, Anschriften, E‑Mail-Adressen und Namen auch genaue Auskünfte zu bisherigen Arbeitgebern, zum Bildungsweg, zu Sprachkenntnissen, zum Teil auch Namen und Anschriften von Verwandten der Kandidaten. Aus den Bewerbungen erfährt man zum Beispiel exakt, wie viel ein leitender Mitarbeiter im diplomatischen Dienst Pakistans verdient (einen sechsstelligen Dollar-Betrag) und welche Angestellten der Weltbank zur Unesco wechseln wollen. Die Bewerber stammen aus aller Herren Länder, manche bekleiden derzeit durchaus hohe Positionen.
Die SpOn-Redaktion konnte bis ins Jahr 2006 zurück Bewerbungen finden. Beliebter Fehler: Anscheinend musste man nur eine Zahl in der URL verändern, um auf andere Bewerbungen zu kommen, sofern man eingeloggt war-
Update: Die Praktikanten-Bewerbungen stehen wohl immer noch im Netz und man muss nicht eingeloggt sein, um darauf zuzugreifen, sondern lediglich die richtige URL kennen und dann Zahlen verändern.
Update: Jetzt scheinen beide Datenbanken wohl mal offline zu sein.