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Überwachungsprojekt INDECT schafft Vertrauen

Das umstrittene EU-Überwachungsprojekt INDECT hat eine neue vertrauensbildende Maßnahme geschaffen: Ab sofort wird alles noch geheimer, was man dort mit EU-Mitteln entwickelt! Darüber berichtet die Futurezone: INDECT wird zum Geheimprojekt.


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„Für alle, die an INDECT mitarbeiten, ist es entmutigend, dass sie einen signifikanten Teil ihrer Zeit mit Erklärungen verbringen müssen, worum es bei dem Projekt nicht geht, anstatt zu forschen“, heißt es in den „Schlussfolgerungen“ zum ersten Bericht des Ethikbeirats des von der EU-Kommission geförderten INDECT-Projekts. Man fühle sich missverstanden, vor allem von Journalisten und „Internetaktivisten“, wobei Letztere im Dokument unter Anführungszeichen stehen (Seite 9). Die biometrische Aufrüstung der Videoüberwachungssysteme mit Gesichtserkennung und die Automatisierung der gesamten Abläufe bis hin zur Datenbankablage – ein Kernelement dieses EU-„Forschungsprogramms“ – diene nach Ansicht des „Ethikrats“ nämlich sowohl der Erhöhung der Sicherheit als auch dem Schutz der Privatsphäre.

Dann haben wir ja nicht mehr zu befürchten… Hier ist das zitierte Original-Dokument.

13 Kommentare
  1. Die bauen da gerade ein jetzt geheimes Gesichtserkennungs-System für die EU-weite Videoüberwachung, während die Öffentlichkeit sich über StreetView aufregt? Wikileaks, bitte übernehmen Sie. Wobei für das verbotene Verbreiten von Geheimdokumenten ja auch schon Gegenmaßnahmen in Stellung gebracht werden:
    “Etwas vom Gesetzgeber Verbotenes dem öffentlichen Zugriff zu entziehen, kann keine Zensur sein.” (Zitat Zierke, BKA)

    Im nächsten c’t-Editoral wird INDECT dann hoffentlich noch nachgetragen.

  2. da kommt noch viel mehr…..

    aber den ziercke braucht man wirj´klich nicht mehr zitieren, erstens ist es ein arsc…ch und zweitens hat er sich genug disqualiziert.

    so ein typ führt die neostasi-behörde…nicht mal das kriegen sie vernüfntig hin in diesem land.

  3. Bevor der übliche Schrei wieder ertönt sollte man eine Sekunde innehalten und nachdenken, was denn da getan wird und ob das Sinn ergibt.

    Es ist ausdrücklich ein Forschungsprojekt. Man kann möglicherweise die die Methoden kritisieren, mit Sicherheit zumindest die Geheimhaltung. Wichtig wäre auch zu Wissen, wer überhaupt beteiligt ist und auf wessen Auftrag. Ursprünglich waren es 4 Wissenschaftler, 4 Polizisten und ein Industrievertreter.

    Aber man sollte gut überlegen, ob man kritisiert, _ob_ über diese Themen überlegt werden soll.

    Ich persönlich finde es z.B. schlimm, dass im Ethikrat drei Polizisten, drei Sicherheitstechnologie-Leute, ein Techniker aber nur ein Ethik-Professor und ein Anwalt sitzen. Da ist doch eine Schieflage, die so nicht sein darf. Denn gerade in diesem Board sollten doch die wichtigen Fragen besprochen werden, wie weit Sicherheit gehen darf, und nicht nur, wie weit sie gehen kann (was wohl die Techniker und die Polizisten ausloten werden).

  4. Matthias G

    Bevor der übliche Schrei….

    ist das denn so ein wunder, dass schreie ertönen? sit mindestens 3 jahren wird die sog „netzcommunity“ also der gwöhnliche user mit hiobsbitschaften überschüttet, werden von völlig unqualifizierten politischen personal in bürgerrechte eingegriffen, verfassung mit füssen getreten und ein williger adlatus namens ziercke stellt seinen gesamten laden zur aushöhlung dieser genannten tatbestände zu verfügung. und dann bedient man sich dem populistischten themas, der trialliardenschweren kipo-industrie und den missbrauchten kindern und schickt ein albrechtabkömmling vor um mit anderen lobbynutten im bundestag wahre schreiorgien abzuziehen.

    von dem lügengebäude, dass die werte dame bemüht hat, die ja heute bildungsgutscheine verteilt, mal ganz abgesehen.

    und du mokierst dich darüber, dass hier mal einer ab un zu schreit??????

  5. @Matthias G

    erschwerend kommt hinzu, dass ich zum thema überwachung, bürgerrechte etc..sowieso keiner sau mehr traue, die aus der politik, insbesondere die der speichelleckerischen EU kommt, traue.

    \liebe USA, darfs ausser ACTA, SEIFT noch ein bisschen mehr sein, wir haben schliesslich den krieg verloren. würg..\

  6. @Matthias G: Wenn ein Forschungsprojekt, welches sich mit automatisierter Gesichtserkennung befasst, jetzt unter Geheimhaltung gestellt wird, dann muss das Aufmerksamkeit und Kritik erzeugen. Die Entwicklungen dieses Projektes haben schließlich ein enormes Missbrauchspotential. Dabei würde ich mich auch nicht auf einen kompetent zusammengesetzten Ethik-Rat verlassen.

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