Wired-Interview mit Vivek Kundra

Wired.com hat Vivek Kundra zum Projekt data.gov interviewt. Die kürzlich gestartete Plattform soll den Bürgern der USA eine größtmögliche Menge an Behörden-Daten zur Verfügung stellen.

Laut Kundra sind es vor allem Social Networks und Mashups, mit denen die Möglichkeiten von Open Government einer breiten Masse an Nutzern zugänglich gemacht werden wird: die aus den Daten erstellten Graphen sollen leicht in bestehende Seiten, wie Blogs oder Facebook, eingebunden werden können und somit Diskussionen eine fundierte Grundlage bieten. Als Beispiel für Mashups gesellt sich zum FBI-Most-Wanted-Memory jetzt StumbleSafely, das aus der lokalen Kriminialstatistik den sichersten Weg von der Party oder Disko nach Hause finden soll. Zudem soll die Community die Datensätze mit Tags versehen, um die riesige Menge an Daten besser ordnen zu können.

Kundra vergleicht die Entwicklung von data.gov mit der GPS-Technik: auch diese wurde staatlich, bzw. vom Militär eingeführt, war jedoch für private Entwickler geöffnet. Schon bald waren kommerzielle Geräte entwickelt und heute ist es selbstverständlich, sich per Gerät den Weg zum nächsten Mexikaner beschreiben zu lassen. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte prognostiziert Kurak auch der Verwendung öffentlicher Daten. Hierbei betont er auch die Integration mobiler Geräte, deren Anwendungen Zugang zu den Datenbanken erhalten sollen.

Des weiteren nimmt er Stellung zu Problemen des Open Governments, wie den asymetrischen Zugang zu den Informationen, Datenschutzbedenken und die Sorge vor einer vorhergehenden Filterung der Daten. Er bleibt jedoch bei seinem Grundsatz, dass möglichst viele Daten öffentlich gemacht werden sollten und das die Plattform letztendlich auf Grund ihrer Effizienz beurteilt werden sollte.

Hier ist das Interview in voller Länge:

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