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Rasterfahndung in der Stuttgarter Stadtverwaltung

Da haben sich die Schwaben wohl gedacht: „Was die Bahn kann, können wir auch“ (außer hochdeutsch natürlich). Der SWR meldet: In der Verwaltung der Stadt Stuttgart waren in mehreren Ämtern Mitarbeiterkonten mit Lieferantenkonten abgeglichen worden. Dies sei pauschal und ohne konkreten Verdacht geschehen, bestätigte das Rechnungsprüfungsamt der Stadt. Von der Überprüfung aus dem Jahr 2007…

  • Ralf Bendrath

Da haben sich die Schwaben wohl gedacht: „Was die Bahn kann, können wir auch“ (außer hochdeutsch natürlich). Der SWR meldet:

In der Verwaltung der Stadt Stuttgart waren in mehreren Ämtern Mitarbeiterkonten mit Lieferantenkonten abgeglichen worden. Dies sei pauschal und ohne konkreten Verdacht geschehen, bestätigte das Rechnungsprüfungsamt der Stadt. Von der Überprüfung aus dem Jahr 2007 hatte der Gesamtpersonalrat keine Kenntnis. Erst nach SWR-Recherchen über Korruptionsüberprüfungen bei Städtischen Ämtern und einer Bestätigung des Leiters des Rechnungsprüfungsamtes, Manfred Blumenschein, wurde die Personalvertretung informiert. Der Gesamtpersonalratsvorsitzende Uwe Theilen erklärte am Dienstag gegenüber dem SWR, das Abgleichen der Daten pauschal und ohne konkreten Verdacht verletze die Datenschutzrichtlinien, denn ohne konkreten Anlass sei eine solche Überprüfung unzulässig.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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2 Kommentare zu „Rasterfahndung in der Stuttgarter Stadtverwaltung“


  1. Jörg Hübner

    ,

    Na ja, so kritisch würde ich das nicht sehen. Das ist eigentlich gängige Praxis in der Revisionsarbeit. Da wird einfach nur die Schnittmenge aus zwei Datenbeständen gebildet, die dann genauer unter die Lupe zu nehmen ist (verdächtig). Alles andere ist völlig uninteressant.


  2. […] Rasterfahndung in der Stuttgarter Stadtverwaltung. […]

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