Netzpolitik

Post von der Bundeskanzlerin

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor zwei Wochen zum Dialog mit der „Internetszene“ eingeladen und ich hab mich dafür bedankt und nachgefragt, wann der Dialog stattfinden wird. Heute kam tatsächlich eine Antwort aus dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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Sehr geehrter Herr Beckedahl,

vielen Dank für Ihre Mail an die Bundeskanzlerin. Wir freuen uns über Ihr Interesse und würden gerne darauf zurückkommen, wenn wir eine entsprechende geeignete Veranstaltung planen. In diesem Fall würden wir uns erlauben, Sie erneut zu kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
XXX

Da bleibe ich mal gespannt, wann eine entsprechende geeignete Veranstaltung geplant wird.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
20 Kommentare
  1. Na ja, der Spruch von Frau Merkel ist gerade mal zwei Wochen alt, und schon ist eine, wenn auch denkbar unbestimmte Antwort da.
    Wenn man sich anschaut, wie viel Zeit sich unsere Klimakanzlerin bei ihren Umweltschutzzielen nimmt, oder was sie im vergangenen Jahr zur Umstrukturierung und Kontrolle der Finanzwirtschaft \erreicht\ hat, ist diese Reaktionszeit schon nahe dran an \Echtzeit\.

  2. Hört sich an, wie das erste Versprechen!
    (= Versprecher, also unwillkürliche sprachliche Fehler, die beim Sprechen unterlaufen und nicht auf organische oder sonstige gesundheitliche Ursachen zurückgeführt werden können)…..

    Man darf gespannt sein…..

  3. Warum auch nicht – wird sich die Kanzlerin halt beim nächsten Internetgipfel damit schmücken, dass auch die Zivilgesellschaft in Form von netzpolitik.org eingeladen ist und was vom Buffet abbekommt. Mehr würde ich nicht erwarten.

  4. Diese Einladung wird einzig und alleine dazu genutzt werden, die Positionen und Ideen der online Community abzugrasen und als die eigenen zu verkaufen. Natürlich wird das ganze vorher durch den neoliberalen Filter gejagt und wirtschaftskonform verwässert.
    Bis zum Beweis des Gegenteils kann ich leider keiner Aussage trauen die aus der schwarzen Ecke kommt. Zu viel Haarsträubendes ist bisher verbrochen worden.

  5. ja, die kanzlerin wird sich die klagen der „internet-community“ anhören, zum abschluss sagen, dass das alles sehr interessant klinge, was die „jungen leute“ da vorbrächten und dass man da eine nachhaltige „gemeinsame lösung“ finden müsse und wird dieses treffen sehr medienwirksam platzieren: „angie 2.0“.
    und das wars dann. das ist ihr stil, durch diese art von „integration“ die klaren meinungsverschiedenheiten zu verwässern und aktion vorzutäuschen.
    daher: vorsicht! :)

  6. @markus: Vorbringen sicher – ob das aber eine gewinnbringende Plattform ist, wage ich zu bezweifeln. Sehr viel hängt davon ab welche Inhalte letztlich von den Medien an eine breitere Öffentlichkeit transportiert werden und da denke ich mal sind die PR-Profis um Frau Merkel eher an ihrer eigenen Propaganda interessiert, als am unvoreingenommenen transportieren aller vorgebrachten Inhalte.
    Aber ich hoffe mit dir, dass von deren Seite tatsächlich ein Interesse am Dialog besteht auf dem man dann aufbauen kann. Es ist ja an sich egal ob die CDU/CSU/FDP oder eine andere Partei das umsetzt, was von Leuten wie dir vertreten wird, die Hauptsache es wird gemacht.

    1. @manka: Ich gehe da nie so pessimistisch ran. Mein Interesse ist, dass wir insgesamt eine bessere Netzpolitik bekommen. Daher hab ich auch keine Berührungsängste, darüber mit Politikern zu sprechen und zu diskutieren.

      Wenn das dann ein Politiker nur ausschlachten möchte und trotzdem eine schlechte Politik macht, bekommt er oder sie halt später weiterhin schlechte Kritik in diesem Blog.

  7. Achtung! Die Einladung („In diesem Fall würden wir uns erlauben…“) ist im Konjunktiv II geschrieben. Man spricht dann auch von einem „irrealen Bedingungsgefüge“.

    Allerdings passt der Wenn-Satz nicht dazu. Vielleicht ist es also auch einfach nur ein kleiner grammatikalischer Lapsus des Kanzleramts.

    Die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt.

  8. Und als veranstaltungsvorbereitende Massnahme erlauben wir uns, ihnen einen sog. Bundestrojaner mit dieser Mail zu schicken. Bitte kurz draufklicken und Virensoftware deaktivieren.
    Wir wollen ja auch wissen, wie man sie politisch und argumentativ auf sie einstellen kann.

    Wir freuen uns schon, von ihnen zu lesen.

    MfG

    Bundeskanzlerin Merkel

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