Öffentlichkeit

Löschen oder sperren? Kinderpornografie im Internet

Gestern Abend kam bei NDR-Info ein 30-Minuten Feature: „Löschen oder sperren? Kinderpornografie im Internet„.

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Im April haben fünf große Internet Provider einen Sperrlisten-Vertrag mit dem BKA unterzeichnet und sich damit verpflichtet, den Kampf gegen Kinderpornografie zu unterstützen. Familienministerin Ursula von der Leyen feierte das als großen Sieg, Kritiker werteten das Abkommen dagegen als potentiell schädlich und vermuteten Wahlkampf-Getöse hinter den guten Absichten. Inzwischen hat die FDP in den Koalitionsverhandlungen die Sperrlisten zur Chefsache gemacht und einen Aufschub erwirkt. Die Diskussion über Kinderpornografie im Internet ist aber keineswegs beendet, fast täglich liest man Meldungen über Pädophilenringe, die auf nationaler oder internationaler Ebene operieren. Es geht also darum, Kinder so gut wie möglich vor solchen Verbrechen zu schützen. Einen möglichen Lösungsweg geht seit zehn Jahren die Organisation INHOPE , ein internationales Netzwerk von Internet-Hotlines, die sich dafür einsetzen, einschlägiges Material aus dem Internet zu löschen.

Die MP3 zur Sendung steht für sieben Tage noch online.

(Danke an Marc)

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11 Kommentare
  1. @Christian.

    Beschwer Dich doch bitte bei den privaten Fernseh- und Radiosender. Wahrscheinlich geht dieses „nach einer Woche löschen“ auf den neuen Rundfunkstaatsvertrag zurück.

  2. Soviel Bullshit was die da wieder verzapfen.

    Blabla, Kinder schützen, Internet, blabla.

    Stop-Schilder sind toll. Nur schützen Sie kein Stück! Denn es ist genau das wegschauen das damit untersützt und praktiziert wird. Das Wegschauen das Frau von der Leyen nicht will.

    Kinder werden NICHT im Internet missbraucht. Wenn schon gegen Kindesmissbrauch vorgehen dann richtig. Achso, dazu würde man ja mehr Polizisten brauchen, entsprechende Ausbildungen/Schulungen udn das alles würde Geld kosten und man könnte es nicht für billigen PR-Wahlkampf benutzen.

    Und falls die Frage erlaubt ist: Wie wollen die denn die ganzen Daten im Internet löschen? Klar, die können einzelne Websites offline nehmen lassen. Aber auch die werden doch Backups haben, bzw. FTP-Server nutzen oder irgendwelche Filesharing-Programme. Wie wollen die das denn löschen? Das einzige was da hilft sind Anzeigen und ein strikes Vorgehen gegen die wirklichen Täter in der wirklichen Welt.

    In der aktuellen Form klingt es nur wieder nach erweitertem Kindesmissbrauch zu PR-Zwecken OHNE rechtliche Grundlage. (Als nächstes klopft doch die Musikindustrie bei den Providern an und möchte auch so einen Vertrag, wo dann alle kriminellen Tauschseiten und ähnliches gesperrt/gestoppt werden. Sofern Sie nicht schon beim BKA Wünsche anmelden dürfen… (natürlich ist das BKA unbestechlich, aber möglicherweise sind einzelne Mitarbeiter gegen finanzielle Denkanstöße nicht gefeit, schließlich ist niemand perfekt und ne Lücke kanns ja immer mal geben)

    Ich hoffe das die CDU bei der nächsten Wahl endlich die Quittung bekommt. Und das die Provider eine entsprechende Quittung bekommen für solche fragwürdigen Verträge.

    JA, gegen Kindesmissbrauch muss man vorgehen. Aber erstens muss das effektiver und mit mehr „Wille“ geschehen (weniger PR-blabla, mehr handeln!) und zweitens nicht mit solchen fragwürdigen Methoden und Verträgen und einfachen Stop-Schildern.

  3. Es wird nicht gelöscht, sondern nur vor dem Gebührenzahler gesperrt.

    Bedanke dich bei den privaten Verlegern. Die Leute in den Öffris würden sehr gerne ihre Archive zugänglich machen. Nur sie dürfen es nicht, damit Privatsender durch diese künstliche Informationsverknappung Geld verdienen können.

  4. Vielleicht liegen die in Briefform gewissen schwarzen Koffern bei die teils umher gehen. Aber ich weiss es auch nicht so genau. Schließlich sind alle Politiker von Grund auf korrekt, höchst demokratisch und absolut unbestechlich.

  5. @ Tharben, das musikviedio DNS – Sperren -Song ist ein nettes Musikviedo, gebe ich dir recht!

    Man kann nur Abwarten was noch so passiehren könnte .
    ich finde diese Stop Schilder sind sind überfülüßig, da Kinder über so einen Weg nicht vor missbrauch geschützt werden.
    Es sollte einen anderen Weg gefunden ,wie man den Missbrauchten Kinder helfen könnte.

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