Da Markus’ Pinguin heute irgendwie inkontinent zu sein scheint, übernehme ich mal direkt vom Baggersee
Auf die Frage nach ihrer Enthaltung bei der Abstimmung über das „Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen“ gestern im Bundestag[1] erklärte die Abgeordnete Ekin Deligöz (Bündnis90/Die Grünen) heute, dass sie „gemeinsam mit einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen“ eine persönliche Erklärung abgegeben habe. Die findet sich im Volltext auf ihrer Webseite. Ich zitiere eine für mich bemerkenswerte Passage:
Auch ausländische Seiten mit kinderpornographischem Inhalt müssen konsequent aus dem Internet entfernt werden, so wie dies bereits mit deutschen Seiten nach rechtsstaatlichem Verfahren geschieht. Es kann auch gute Gründe geben, Internetseiten mit Kinderpornographie zu sperren. Unser Ziel ist die Löschung solcher Seiten und wenn dies nicht möglich ist, den Zugang zu sperren: Kinderpornographie fügt den betroffenen Kindern schwerste Verletzungen zu und traumatisiert sie oftmals fürs Leben. Das dürfen wir nicht zulassen!
Beutet wohl: Wären Fraue Deligöz und ihre Kolleginnen und Kollegen in der Regierungskoalition, hätten sie für das Gesetz gestimmt. Eine Liste der Unterzeichner findet sich auf der Webseite von Priska Hinz MdB.
Update, 20.06.: Rechtfertigungsbausteine gibt es auch bei der SPD.
[1]Ob wirklich über dieses Gesetz abgestimmt wurde, oder über ein anderes, und ob das in dieser Form überhaupt korrekt war, diskutieren gerade viele kluge Köpfe. Siehe unten.
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Ja hoppla, was ist denn mit Spiegel Online los? Hat da wer vom Baum der Erkenntnis genascht? ‚)
Christoph Twickel bezeichnet die „Kultur-Flatrate“ als innovative Idee und Dieter Gornys Erklärung, dass das böse Internet schuld an der Absage der diesjährigen Popkomm sei, als fadenscheiniges Argument?
Die weltweit größte Musikmesse Popkomm wird dieses Jahr nicht stattfinden – die Branche leide zu sehr unter den illegalen Downloads. Ein fadenscheiniges Argument: Die Plattenfirmen sperren sich gegen innovative Ideen wie die Kultur-Flatrate und üben stattdessen Druck auf die Politik aus.
Siehe auch:
- Heise Online – Musikindustrie sagt Popkomm ab
- Markus – Keine Popkomm in Berlin
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Apropops Heise Online: Schöne Geschichte über einen Onlinehändler aus Österreich, der sich gegen die Indizierung seines Webshops durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien wehrt.
Erschreckender wirkt auf die Spiele-Anbieter allerdings die aktuelle Debatte um eine mögliche Erweiterung der gestern beschlossenen Internetsperren auf Killerspiele, wie sie heute der Generalsekretär der CDU in Baden-Württemberg gefordert hatte. „Damit wäre man von Deutschland aus gar nicht mehr erreichbar. Was für Ungeheuer sind wir eigentlich?“, fragte Rehm.
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Zur Frage, ob das BKA Provider im Ausland anschreiben darf, gibt es inzwischen ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags. Stefan Krempl hat es gestern bereits prima für Heise Online zusammengefasst, …
Das Bundeskriminalamt (BKA) könnte kürzere Wege im Kampf
gegen die Verbreitung kinderpornographischer Inhalte im Web gehen. Laut
einem heise online vorliegenden Kurzgutachten (WD 3 – 3000 – 211/09)
des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags könnte das Wiesbadener
Polizeiamt in seiner Funktion als „Zentralstelle Kinderpornographie“
Provider im außereuropäischen Ausland direkt über solche Angebote auf
ihren Servern informieren und sich so Umwege über nationale Behörden
ersparen.
… wir liefern hiermit auf Wunsch das komplette Werk (144kb, PDF) nach.
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… und alles, was Fefe heute schreibt, insbeondere zu den Irrungen und Wirrungen bei der Frage, über welches Gesetz denn gestern im Bundestag überhaupt abgestimmt wurde. Oh, und besonders gelacht habe ich natürlich auch hier:
Professor Münkler versucht seine Reputation zu retten, nachdem er sie vorgestern mit Nachdruck geshreddert hatte. Tja, Herr Münkler, so eine Reputation braucht in der Konstruktion Jahre, aber man kann sie in wenigen Minuten komplett zerstören. Mein Tipp: lassen Sie Gras drüber wachsen, heiraten Sie und nehmen Sie den Nachnamen der Frau an, ziehen Sie nach Südamerika um, schneiden Sie sich den Bart ab, und in zehn Jahren oder so, da nimmt sie dann vielleicht wieder jemand ernst.
*Nein, die Überschrift hat keinen tieferen Hintergrund. Mir war danach.