TJ McIntyre von Digital Rights Ireland hat in der Sunday Post einen lesenwerten Kommentar zu dem „Three-Strikes – you’re out“-Abkommen geschrieben, das die irische Musikindustrie kürzlich mit dem Internetanbieter Eircom geschlossen hat. Die Musikindustrie versucht gerade, die anderen Provider dazu zu bringen, sich dem gleichen Prozedere anzuschließen. Dabei wird aber oft unterschlagen, dass die eigentlich ganz was anderes gefordert hatten, nämlich verpflichtende „Filter“ a.k.a. Zensur von MP3-Tauschbörsen. Das war gescheitert, und die Three-Strikes-Lösung war dann eher eine Verlegenheitseinigung, weil sowohl die Musikindustrie als auch Eircom einen Präzedenzfall vermeiden wollten. Was das aber nun im weiteren bedeutet, lest ihr besser selbst von TJ:
Internet ‘death penalties’ unacceptable
Banning someone from internet use is a draconian punishment. In an era where internet access is increasingly essential – whether to send an e‑mail, look for a job or book a flight – to deprive a person of this basic right is seriously to disrupt their daily life. In fact, an internet ban is such a serious sanction that the Irish courts have only ever imposed it in extreme cases involving child pornography. Yet in a private deal between Eircom and the music industry – a deal which the music industry is now trying to force on other Irish internet service providers (ISPs) – internet bans may become commonplace. (…)