Generell

FSA09: Unerfreuliche Polizei-Aktion

Eine unerfreuliche Aktion während der Freiheit statt Angst Demonstration ist auf Video festgehalten worden. Aus der Youtube-Beschreibung:


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Dieses Video von der FSA09 ist dem CCC zugesteckt worden. Hintergrund ist, dass der Fahrradfahrer im blauen Hemd Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte, weil der einen Freund von ihm unter unfreundlichen Umständen („aggro-zecke trifft aggro-polizist“) festgesetzt wurde. In dem Video sieht man, wie die Polizisten gegen ihn und diverse unschuldige Passanten handgreiflich werden.

Zeugen melden sich bitte bei mail@ccc.de.

Würde mich freuen, wenn die mitlesenden Berliner Innenpolitiker das mal im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses thematisieren und das Polizeiverhalten beleuchten würden. Die Bilder werfen kein gutes Bild auf die beteiligten Polizisten.

Update: Youtube scheint bei sowas jugendschutzfilter zu verwenden. Hier ist ein Link zu einer mp4: http://ccc.mirrors.as250.net/fsa09-043-small.avi

Update:

Ein weiteres Video ist aus einer anderen Perspektive aufgetaucht. Es zeigt das Geschehen kurz vor der Gewalt.

(Danke an Nikolas)

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244 Kommentare
  1. Das ist echt nen Hammer. Und so Leute sollen dann uns gläserne Bürger „beschützen“. Wenn solche Typen alles von dir wissen können, werden sie das auch ausnutzen.

    Ich hoffe, dass dieses Video richtig Wind aufwirbelt. Da gibts nen Minister, der will sogar die Bundeswehr im Innern einsetzen…

    mir wird schlecht. Hoffentlich packen die Piraten die 5%…

  2. Die 22.Einsatzhundertschaft besitzt sowas wie Immunität. Schwer, gegen die Anzeige zu erstatten. Ist deren normales Vorgehen. Reicht auch schon die nach der Dienstnummer zu fragen, um ins Krankenhaus zu gehen.

    1. Auf die gesamte Polizei zu schließen ist sicherlich nicht richtig. Aber: Wenn solche Dinge von Kollegen (oder Kameraden?) gedeckt werden, lässt dies auf den Zustand DER Polizei schließen und damit ist es DIE Polizei, die hier Fehler macht.

  3. Das Video in vielen Formatgeschmacksrichtungen:
    http://blog.fefe.de/?ts=b452c21a
    Das Original ist Glücklicherweise recht Hochauflösend.

    @4 Ich hoffe, dass es ein möglichst schlechtes Licht auf die Polizeiarbeit wirft, denn nur so kann man die Verantwortlichen zum handeln zwingen auch wenn es vllt. unfair den anderen Polizisten gegenüber ist, die sich korrekt verhalten haben.
    Wenn man alles kleinredet passiert werden erst recht keine Konsequenzen gezogen.

  4. Mh, wäre interessant zu erfahren, worum es bei dem Herrn im blauen Oberteil wirklich geht. Man sieht ja, dass er irgendwas aufschreibt und im Hintergrund hört man „…Straße räumen…“. Blauhemd zieht dann von dannen und der Polizist geht erst nach einigen Augenblicken hinterher. Wäre interessant zu erfahren, was genau vorgefallen ist und vor allem wie man ein solches polizeiliches Vorgehen rechtfertigen soll (in meinen Augen absolut ungerechtfertigt und folglich auch nicht zu rechtfertigen). Es wird schließlich deutlich, dass es sich bei allen beteiligten offensichtlich nicht um randalierende Steinewerfer o.ä. handelt, die gerade versuchen Polizisten aufzuknöpfen.

  5. @KinNeko: nicht alle Polizisten, aber die 22er Einheit habe ich in Berlin auf Demos schon häufig prügeln gesehen….

    Ich hab bei der Demo heute auch kaum etwas mitbekommen, die paar Idioten aus dem schwarzen Block haben zwar provoziert und ein paar von denen wurden (zurecht!) verhaftet, aber das wars auch schon. Dieses Video zeigt doch mal die Willkür mit der die Polizei in Berlin gegen Demonstranten vorgeht, zum Glück sind wir in der Lage uns zu organisieren und ewig kann der Körting seine Prüggellakaien nicht schützen….. Es bleibt zu hoffen, dass das Video die Runde in den „alten“ Medien macht und viele Zuschauer erreicht….

  6. Also in Freiburg ist das schon lange „normal“.
    Hier friedlich zu demonstrieren ist unmöglich.
    Kesseln und eine Übermacht von hoch aufgerüsteten Robocops gehören mittlerweile zu unserem Staat. Wozu die Aufregung?
    Die Aufklärungsquote bei Polizeigewalt tendiert gegen 0.

  7. Leute, lasst doch die armen Polizisten die sind auch nur Menschen und sie dürfen nicht mal auf jemanden schießen wenn sie bedroht werden. Das setzt ohne driftigen Grund (absolute Lebensgefahr) viel Schreibkram und andere Probleme.
    Wenn es auch Polizisten gibt die ihre Stellung ausnutzen, einige sind nett und die meisten machen einfach nur ihren Job- wie jeder Mensch.

  8. Einer der Polizisten filmt dort selbst mit, der hat ein Stativ mit einem Camcorder darauf in der Hand . Filmen die neuerdings ihre prügelnden Kameraden fürs Polizeifest oder werden die Aufnahmen eher spurlos verschwinden ?

  9. Das ist absolut inakzeptabel und in diesem Punkt ist weder Relativierung noch Rechtfertigung erlaubt. Polizisten dürfen in einem Rechtsstaat nicht auf friedliche Demonstranten einschlagen. Wenn doch, dann sollten wir aufhören, friedlich zu demonstrieren.

  10. Es tut mir leid, aber sowas stößt mir äußerst sauer auf. Es kann ja wohl nicht angehen, dass die Polizei jemanden, davon gehenden (!) zurückreißt und diesem mit der Faust direkt ins Gesicht schlägt.
    Und solch ein Pack soll mich beschützen? Ich will wirklich nicht verallgemeinern, aber dieser Angriff war unbegründet, auch wenn der Mann die Polizei evtl. beleidigt haben sollte. Leider ist dies kein Einzelfall.

    Mir wird einfach nur gerade sehr schlecht, so dass ich am liebsten ****** würde.

  11. Genau solches Verhalten von Robocops (die da sind noch die Robocops-light, noch krasser drauf sind die BFEs und das Sähnehäubchen des deutschen Polizeiwesens ist das bayrische USK) ist bei Fußballspielen Alltag.

    Aber da wird dann danach eine schöne Pressemitteilung über hunderte gewalttätiger Hooligans geschrieben, die die Polizei keine andere Wahl ließen trotz Deeskalationsstrategie „Zwang“ anzuwenden und die Presse frisst es ihnen aus der Hand und schreibt einen schönen Artikel über die Gewaltprobleme des deutschen Fußballs. Zur Krönung fordert dann alle paar Wochen der Sprecher irgendeiner Polizeigewerkschaft, dass die Vereine doch gefälligst für die Polizeieinsätze bezahlen sollen.

    Zeigst du einen an, gibt’s ne Gegenanzeige wegen Landfriedensbruch, für die dann natürlich ein Dutzend Kollegen als Zeugen benannt werden, die alles genau gesehen haben.

    Glück gehabt, dass das jemand gefilmt hat. Wenn es weit genug verbreitet wird nimmt vielleicht sogar ein Staatsanwalt widerwillig Ermittlungen auf.

  12. Fefe schrieb, dass der CCC ein Exempel statuieren wolle. Ich hoffe, das wird auch wirklich so passieren. Hier müsste man mit einer ganzen Schar Anwälten ankommen, bei mindestens zwei Verletzten. Körperverletzung im Amt bringt 3 Monate bis 5 Jahre ( http://bundesrecht.juris.de/stgb/__340.html ). Da mehrere beteiligt waren und diese Tat offenbar von den Kollegen toleriert wurde sollte eigentlich die ganze Truppe dran sein.

    Egal, was da vorgefallen ist, selbst, wenn der Mann in Blau den Polizisten übelste Beileidigungen an den Kopf geworfen haben sollte – selbst dann hätte die Polizei ihn maximal festnehmen dürfen, nicht aber so dermaßen auf ihn eindreschen. Ich hoffe, es wird Berufsverbot, keine Bewährungsstrafe und vor allem politische Konsequenzen geben.

  13. Ich denke dieses Video wird nicht die komplette Polizeiarbeit auf der Demonstration in den Schmutz ziehen, allerdings würde es mich sehr freuen wenn man von Konsequenzen in diesem Fall hören würde. Natürlich auch wenn es durch die „großen“ Medien ginge. Wir sind hier ja nicht in Teheran…

  14. „Der Polizist mit der Jackennummer 2212 hat mit der Faust geschlagen.“

    Hihi. Jackennummer. Du glaubst doch nicht wirklich, dass die den Anfängerfehler machen und sich per Nummer identifizierbar machen. Das ist die Einhet, da haben 20-30 die selbe Aufschrift auf der Jacke. Wenn die den Helm auf haben sind sie deswegen ja auch nicht zu identifizieren, da bei denen ja keiner einen anderen anschwärzen würde.

    In anderen Bundesländern ist’s sogar noch schöner, da sind dann obskure Zeichen hinten drauf.

    Das sorgt dafür, dass sich jeder Zeuge seiner Glaubwürdigkeit beraubt

    „Hat sie jetzt ein Polizist mit einem Kreis, einem senkrechten Strich und 2 Punkten geschlagen oder einer mit einem Kreis, einem waagerechten Strich und 3 Punkten?“

    „Wie, sie wissen nicht so genau?! Wie sollen wir denn dann ermitteln?!“

  15. Ich höre im Video, dass der Mensch im blauen Shirt sich die Autonummer von einem Kamerawagen aufschreiben will. Schon vorher wird eine Person in schwarzer Kleidung nach links weggeschubst und die umstehenden Personen aufgefordert nach links zu gehen. Danach geht der Mensch im blauen Hemd nach rechts. Sein Fahrrad wird von einem Polizisten festgehalten. Dann sehen Wir unverhältnismässige Polizeimassnahmen. Dass das dokumentiert wird finde ich gut! Schlecht ist jedoch, dass auch der folgende „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ (ist strafbar) des Menschen im blauen Hemd dokumentiert wird. Ich kann sehen, wie er ungefähr bei Sekunde 0:42 den ihn festhaltenden Polizisten mit dem Arm wegdrückt.

  16. Eine absolute Frechheit ist dass, um so schlimmer noch, dass diese Schlägertrupps von unserem Steuergeld bezahlt werden. Da kamen die „gewalttätigen Randalierer“ diesmal nicht aus den Reihen der Demonstranten.

  17. Ich bezweifle das dieses Video es bis in die TV Nachrichten schafft , wenn dann nur in zensierter Form wo man keinen einzigen Polizeischlag sieht.

    Wir sehen doch seit Monaten (seit die Piratenpartei sprungartig wächst) wie es mit der deutschen Demokratie in den Medien bestellt ist. Es wird maximal nur das gesendet wo sich jemand in irgend einer Form kritisch zu der Piratenpartei äussert und irgendwelche falsche Behauptungen unwiedersprochen darlegen kann.

  18. Mein gott, eure Naivität ist ja erschreckend. Das ist halt die Berliner Polizei. Die ist ähnlich drauf wie die Hamburger. Ich wette ihr seid die gleichen Leute die immer gesagt haben das Autonome immer schuld sind, wenns Krawall gibt mit der Polizei? Wacht mal auf – wieso geht ihr eigentlich auf die Straße, wenn ihr von nichts eine Ahnung habt?

  19. Ruhe bewahren. Hilft jetzt nicht gegenseitig den Max zu markieren.

    Das Video ist ziemlich hochauflösend – bin mir sicher da kommt noch was nach.

    Meine Fresse und das auf einer Demo namens \Freiheit statt Angst\. Kein Ruhmesblatt, wirklich nicht.

  20. Wenn die Jackennummer 2212 darauf schließen lässt, dass der Polizist zum Abschnitt 22 von Berlin gehört, dann ist alles klar. Vermutlich gehört der Polizist zur 2. Dienstgruppe des Abschnitts 22: die ist u.A. für das Olympiastadion zuständig. Ohne dritte Halbzeit geht so einer nicht nach Hause.

  21. @ Roland Ionas Bialke

    “Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte”

    mein freund jjeder mensch der ohne grund übermäsigbedrängt wird versucht zu fliehen oder anzugreifen.

    der herr im blauen hemd zeigte flucht verhalten also angst !

    sein flucht verhalten wurde mit gewalt beantwortet.

    es kann doch nicht sein das es qngebracht ist eine verängstigte person die sich auf dem rückzugbefindet tätlich anzugreifen egal was vorher geschehen sein mag.

    korrektes vorgehen wäre gewesen dem herren zu folgen und ihm klar zu machen das er sich bitte ausweisen solle und zum wagen mitkommen müsse was ihm ja scheinbar nicht gesagt wurde da er anfangs mit einverständnis der polizisten den ort verlies.

    erst als der herr mit dem blauen hemd schon fast weg war rannte ihm „ein“ polizist hinterher und den rest kennen wir.

    kein versuch einer verbalen durchsetzung sondern sofort unmittelbarer angriff.

    für mich ganz klar.

    egal was der polizist vergessen hat ihm zu sagen oder zu fragen oder ihm erst dann klar wurde als seine kolgen ihn auf etwas hingewiesen haben mus anscheinend so wichtig gewesen sein das er den herren im blauen hemd mit allen mitteln festsetzen muste.

    und den grund will ich wissen der das ganze rechtfertigt.

    ach ja mich würde auch interresieren warum zum schluss das mädl angegriffen bzw mit roher gewalt weggeschubst wurde.

    sie machte nicht den eindruck als wollte sie etwas körperliches tun öder könne dies gar.

  22. Das ist eine wunderbare Demonstration warum Polizei und andere staatliche Stellen auf keinen Fall mehr Macht bekommen dürfen.

    Deutlicher kann man es nicht demonstrieren, danke liebe 22. Einsatzhundertschaft!

    In diesem Sinne: Transparenz statt Überwachung und Unterdrückung!

  23. @r00ter

    astrein! ich sehe das ganz genauso wie du.
    die reaktion des fahrradfahrers war angemessen. so wie die situation sich abgespielt hat (sic!), muss er sich nicht völlig ungerechtfertigt zum spielball staatlicher gewalt machen lassen. nein, er darf sich körperlich dagegen wehren!

    bitter, dass so etwas passiert ist! eigentlich hatte ich bei der demo ’ne menge spass. vor allen dingen wagen 1 mit „transit fm“ und der kleinen nele war einfach großartig! :/

  24. @julian

    Echt erschreckend. Das so etwas öfters mal vorkommt ist ja an sich nichts neues, aber 1834 Strafverfahren gegen Polizeibeamte und nur 3(!) Verurteilungen alleine in Berlin finde ich schon SEHR bedenklich.

    Und dann stellt sich Körting auch noch hin und tut so, als sei es die große Ausnahme, dass die sich gegenseitig decken.

  25. Ich bin zutiefst enttäuscht und erschrocken! Es ist unter keinen Umständen hinnehmbar, dass soetwas „normal“ oder „typisch für ‚Regiment‘ 22“ ist. Das muss einfach aufgeklärt werden. Wie man aber in dem Beitrag vom ARD sieht, wird das schwieriger. Aber es gibt ja glücklicherweise das Video.

  26. Nicht schön anzuschauen aber passiert ja immerwieder wenn Cop jemanden handgreiflich verhaften will, und man ihn anspricht oder anfasst gibts gleich paar drauf, weil sie denken man will sie angreifen.

  27. bevor hier missverständnisse aufkommen:
    die rückennumer 2212 bedeutet:
    2. bereitschaftspolizeiabteilung (stationiert in tegel, soweit ich weiß)
    2. hundertschaft
    1. zug (in berlin der beweissicherungs- und festnahmezug)
    2. gruppe.

    da eine gruppe 8-10 polizistInnen umfasst, bringt einem die rückennummer gar nichts, da eine straftat individuell zugeordnet werden muss. die einzelnen bullen sind aber unterhalb der gruppenebene nicht mehr individuell gekennzeichnet, ergo ist eine strafverfolgung so gut wie unmöglich.

  28. @56: Danke für die gebündelte Information.
    Dennoch hoffe ich, dass gerade das (hochauflösende) Video dazu beitragen kann, die Täter eindeutig zu identifizieren.

    Klar ist diese Ausschreitung seitens der Polizei nur eine Randerscheinung der Demonstration, aber auch hier zeigt sich für mich, welches Bedeutung die Plattform Internet hat, wenn auch solche Dinge schnell öffentlich gemacht und verbreitet werden können ohne auf, oft parteiische, Printmedien angewiesen zu sein.

  29. Alle Computerspiel-Spieler sind Amokläufer.
    Alle Gegner der Internetsperren gucken Kinderpornos.
    Alle Polizisten sind böse und gewalttätig.

    Bisschen kurz gedacht hier in einigen Kommentaren find ich, ungeachtet der Tatsache, dass das natürlich schlimme Bilder sind und hier wohl Aufklärung nötig ist!

  30. Sehr gut – da soll Deutschland sich bitte nochmal aufspielen wenn es hier in China mal wieder kracht – die deutsche Polizei und der deutsche Staat ist keinen Deut besser als hier in China. Das naechste mal wenn wieder so eine Heini von wegen Menschenrechtsverletzung in China kommt werde ich ihm dieses schoene Video vorspielen – danke. Und es ist bei Leibe kein Einzelfall was hier gezeigt wurde aber diesmal schoen dokumentiert und nicht wie sonst immer komplett vertuscht.

  31. Es wird Zeit für eine Webseite „Dein Freund und Helfer“, wo man die Videos (Castor Gewalt, dieses Video und auch in anderen Ländern) veröffentlicht.

  32. @64

    Eine Seite, welche Unrecht in Legislative, Judikative und Exekutive (wie hier) systematisch sammelt. Das wäre super.

    Dann kommen aber die Abmahnanwälte und unterdrücken die Wahrheit.

    Der Server müsste im Ausland stehen.

  33. Findet ihr „unerfreulich“ nicht sehr euphemistisch?
    Und ist die Formulierung eine reine Vorsichtsmaßnahme?
    Wobei cih nicht wüßte, warum. Denn es gab keinen Grund, zuzuschlagen. Der Mann ging eindeutig zur Seite, hat keinerlei Neigung zur Gewalt gezeigt und war nicht im Geringsten widersetzig.

    Das einfach nur ein brutales Niederknüppeln. Dies als „unerfreulich“ zu bezeichnen, grenzt schon an Hohn.

  34. Also man sieht in Zeitlupe sehr deutlich wie der Beamte da Freude dran hat. Er grinst vor und nach dem ersten Schlag sowie vor dem zweiten. Insgesamt wird der Kerl, der später neben der Kamera steht mindestens dreimal geschlagen! Für was?

    Auch wenn der Radfahrer laut Weisung des Polizisten sich nach links begeben sollte und er sich flasch verhalten hat. Dann reicht es doch ihn zu greifen und festzuhalten. Ne man muss ihm erstmal ins Gesicht (mit Freude) prügeln…

    http://img90.imageshack.us/i/grinsemannvordemerstens.jpg/
    http://img25.imageshack.us/i/grinsemannnachdemersten.jpg/
    http://img25.imageshack.us/i/grinsemannvordemzweiten.jpg/

    Immer schön Zähne zeigen…immerhin hatten sie keine Helme auf.

    Warum gibt es keine ID für die Beamten? Wird aber unter de jetzigen Regierung bestimmt nicht diskutiert.

  35. tja, das ist sehr einschüchternd und lässt einige Demonstranten wohl lieber daheim bleiben beim nächsten mal. „Geht nicht zur Demo wenn ihr keine gebrochene Nase haben wollt“ ist die Botschaft.

  36. Erinnert mich ziemlich an die Videos, die Britische Prügel-Polizisten bei den G20-Demonstrationen in London zeigen. Schaut so aus, als wenn wir auch in Deutschland aufpassen müssen, damit staatliche Schläger in Uniform nicht auch hier friedliche Bürger tothauen.
    In Zeiten wie diesen sind von Demonstranten mitgebrachte Videokameras schon als Lebensversicherung für sich und andere anzusehen.

  37. Der boxende PVB bei 0:35min ist eindeutig zu identifizieren. Es handelt sich um den Gruppenführer von 2212, zu erkennen an den 2 weissen Punkten unterhalb seiner Rückennummer. Den gibt es nur einmal.

  38. Demnächst (nach der Wahl) brauchen wir keine Angst vor prügelnden Polizisten mehr haben – da ist ja die Bundeswehr dann für die innere Sicherheit zuständig.
    Wie sagte schon ein berühmter Mann (weiß grad nicht welcher): „Es herrscht Ruhe im Land!“

  39. echt grausam wie die Polizei wieder vorgeht:

    @ 44 Lieber Grüne Stärken die setzen sich seit jahren ein fuer netzpolitik und sind nicht nur ne 1 Punkt Partei wie die Piraten,

  40. Das ist echt unglaublich, wie sich die Polizisten verhalten haben. Der Fahrradfahrer wurde zu den anderen Polizisten von einem Polizisten geschubst und daraufhin schlägt ihn einer ins Gesicht?! Der hatte nicht mal seine ARME OBEN gehabt. So eine feige von Ratte!!!!

    Hoffe der Polizist bekommt eine Anzeige und verliert bei solch einem Verhalten seine Marke!

  41. Man sieht doch deutlich wie der „Herr in Blau“ mit brachialer Gewalt auf die Polizisten einschlägt. Das blaue T-Shirt ist allenfalls Tarnung, vermutlich ist er dem „Schwarzen Block“ zuzuorden. Falls er einen Bart trägt, könnte er auch Terrorist sein – dies wäre durch den Verfassungsschutz noch zu prüfen.

    Gezielte Schläge der grünen Glücksritter dienten lediglich dazu den vermeintlich harmlos wirkenden Verfassungsfeind unschädlich zu machen. Tritte gegen am Boden liegende Terroristen sind im Zuge der Selbstverteidigung unter Berücksichtigungen der geeigneten Mittel und zum Schutze der Zivilbevölkerung als „zumutbar und hinnehmbar“ zu bezeichnen.

    Der blutige Nase eines zufällig anwesenden Demonstranten dürfte als Kollateralschaden anzusehen sein. Vereinfacht könnte man es als: „Er stand im Weg.“ ausdrücken.

    Fazit: Mehr ist auf dem Video nicht zu sehen.

    Gut, ich fühle mich wieder ein klein wenig sicherer. Danke.

  42. Dass der Polizist nicht eindeutig identifizierbar ist, wäre doch auch eine weitere politische Forderung wert. Statt 2212 müsste halt 2212-%% getragen werden. Und zwar standardisiert, am besten noch B-2212-%% für das Bundesland (Stichwort: Amtshilfe bei Großveranstaltungen). So wird einerseits das Persönlichkeitsrecht des Polizisten geschützt (Polizisten sind ja auch Menschen, und die allermeisten sind ja wohl eher nicht so wie die gesehenen der 2212), denn er bleibt ja erst mal nur eine Nummer, anderseits ist er aber eindeutig identifizierbar. Die Polizeigewerkschaft wird dagegen wohl Sturm laufen, aber an solchen Szenen solle sie auch nicht interessiert sein. Das Schadet dem Ruf ALLER Polizisten. Sinnig oder quark?

  43. egal ob Provokation oder nicht. Keiner darf verdroschen werden! So einfach seh ich das. Alles andere sind Ausreden und Rambo-Methoden, die in der Polizei nichts verloren haben. Diese Leute werden letztlich von uns bezahlt!

  44. Ehrlich gesagt ist das nicht das erste Mal dass Polizeigewalt bei Demonstrationen zum Vorschein kommt. Bei praktisch allen Demos, bei welchen von den Medien als „linke Demonstranten“ bezeichnete Menschen demonstrieren, gibt es diese Übergriffe. Nur hat man den Leuten nie geglaubt weil es ja „linke Zecken“ usw. waren. Man glaubte, dass diese Leute eh gegen Polizei wären und nur Gelegenheiten suchten, sich in Szene zu setzen.

    Dieses Video ist noch ein „harmloser“ Fall. Hier wird ein Bürger umgerissen und ein paar Mal auf ihn eingeschlagen.

    Schlimm genug dass die Polizei seit Jahren diese Strategie fährt und es tatsächlich schafft, dass immer weniger Menschen aus Angst um ihre Gesundheit mitdemonstrieren.

    Aber noch viel schlimmer finde ich, dass man die Mehrheit erst dann davon überzeugen kann, dass diese Übergriffe Realität sind und nicht Hirngespinnste irgendwelcher „Linken“, indem man auf Überwachung setzt und sämtliches Verhalten der Polizei filmt.

    Dass man mit Überwachung bei jedem Menschen irgendwo einen Fehler findet zeigt sich mal wieder auf diesem Video. Wie gesagt, das hier ist ein vergleichsweise harmloser Fall.

    Aber was lernen wir daraus? Dass Überwachung wirkt um Straftaten aufzuzeigen? Aber war das nicht ein Teil, gegen den wir demonstriert haben?

  45. Da muss ich Gustav zustimmen. Diese Bilder kann man auch fast jedes Wochenende sehen, wenn man z.B. auf Deutschlands Fußballplätzen unterwegs ist. Aber halt, stopp! Das sind ja keine demonstrierenden Gutmenschen, sondern böse Kommunistannazihooliganultras!!1

    Die Aggressionen und Provokationen gehen allerdings oft von der Polizei aus, und am Ende wird die Pressemitteilung der Polizei über angeblich vorher fliegende Flaschen von allen Medien unreflektiert abgepinselt, so dass es zu keinerlei öffentlichen Druck oder Ermittlungen kommt.

    Ich würde mir da auch mal mehr Aufmerksamkeit von den Blogs wünschen, denn was da passiert, ist schon längst Polizeistaat.

  46. In Kaufhäusern tragen Verkäufer und Kassierer Namensschilder. Überhaupt sieht man diese überall. Aber bei Polizisten gibt es weder Namensschilder noch Identifikationsnummern wegen Persönlichkeitsrechte??
    Diese Leute agieren in der Anonymität anders, als wenn sie identifizierbar sind.
    Solche Aktionen wird es so gehäuft nicht mehr geben, wenn sie eine Nummer tragen, die sie identifizierbar macht.

  47. Man kann doch aber auch ganz klar erkennen, dass der Polizist mit dem der Mann-in-Blau spricht weder der Fahrrad-zieher noch der Boxer ist. Der Zieher kommt von weiter hinter und geht vorbei als sie sich noch unterhalten. Dann geht der Blaue und der Zieher kommt zurück und packt ihn. Auch der Boxer stürmt dann mit breitem Grinsen von links ins Bild und schlägt auf alles ein.
    Der Polizist der mit ihm gesprochen hat steht dann bei 1:03 in der Abschirmung.

    Bleibt also die Frage: Warum einfach irgendeiner der Polizisten auf ihn los geht?!
    (Zumindest bei dem großen Video das Fete geposted hat alles gut zu erkennen)

  48. Soweit auf dem Video erkennbar, gibt es nicht eine einzige Rechtfertigung für diesen Akt der Gewalt von Seiten der Polizei.
    Soweit auf dem Video erkennbar, hatte der prügelnde Beamte Spaß bei der Sache und muss daher als äußerst gefährlich eingestuft werden.
    Der Fall zeigt, dass Videoüberwachung von Seiten der Demonstranten angesagt ist. Des weiteren werde ich in Zukunft immer meinen Anwalt mit auf Demonstrationen nehmen, damit sofort vor Ort rechtlicher Beistand agieren kann und entsprechend kranke Beamte angezeigt werden können. Menschen mit solcherart psychischen Krankheiten müssen aus dem Dienst entfernt werden und einer Resozialisierung zugeführt werden. Diese Polizei-Hooligans sind die eigentlichen Zecken in unserem Land, da sie ihre perversen Neigungen auf Staatskosten ausleben.

  49. HansestadtHamburg (#26)

    „Zur Krönung fordert dann alle paar Wochen der Sprecher irgendeiner Polizeigewerkschaft, dass die Vereine doch gefälligst für die Polizeieinsätze bezahlen sollen.“

    Zu Recht.

    @jhb (#13)

    Ich werde die Petition mitzeichnen. Zur Zeit laufen übrigens noch diverse andere Petitionen, die es wert sind, sie mitzuzeichnen oder über sie auf dem Petitionsforum zu diskutieren, z. B. die Petition für die Einrichtung einer Berufsarmee und die Abschaffung der Wehrpflicht. Der Petent begründet die Petition zwar mit der größeren Effizienz und den geringeren Kosten einer Berufsarmee, aber die Wehrpflicht ist meiner Meinung nach ein weit tieferer Eingriff in die Bürgerrechte als die Vorratsdatenspeicherung (die auch ich ablehne). Der geringe Widerstand gegen die Wehrpflicht zeigt, wie leicht Menschen sich an den Entzug von Freiheit gewöhnen können.

    Ich kann nur jedem empfehlen, sich wöchentlich mindestens einmal auf das Petitionsforum zu begeben und sich anzuschauen, was es da neues gibt, anstatt darauf zu warten, irgendwo auf wichtige Petitionen aufmerksam gemacht zu werden.

  50. Durchnummerieren ist super.

    Als Veranstalter von Events muss man das ja bei seinen Türstehern auch machen, muss diese Durchnummerieren, die Personalien dazu komplett bereithalten.
    Und man bekommt einen Riesenärger mit der Polizeit, sollte man dies nicht tun.

  51. Der Schläger Polizist mach ja dann auch noch ne sehr schöne Geste. Der dreht sich um und haut sich die Faust nochmal in die eigene Hand, eine klare Geste wie das hat Spaß gemacht oder endlich mal was auf die Fresse verteilt.

    Das Problem ist ja nicht so ganz selten, aber was Youtube da momentan abzieht, ist viel bedenklicher. Es nimmt das Video in die Altersbeschränkung wegen Jugendschutz. Ja ne is klar, Iran und China Prügelpolizisten sind ok aber in Deutschland gefährdet das die Jugend. Das gernzt absolut an Zensur

  52. ich finde solch eine aktion der polizei total daneben
    da sieht man mal wieder welche heissblütigen menschen es schaffen polizist zu werden
    wie kann man nur so losgehen auf einen menschen mit stift und zettel der nun wirklich garnix verbrochen hat auser sein RECHT einzufordern
    ich HOFFE das hat ein nachspiel
    ansonsten wäre das sehr schwach für unsere politik
    das video sollte aufjedenfall an die medie weitergeleitet werden
    das muss man gross machen
    in dem einen bericht haben sie ja von „kleinen“ rangelein berichtet und 6 vorläufigen festnahmen

    greez matze

  53. off-topic:
    markus, könntest du einen Hinweis bloggen,
    dass sich jeder, der ein Video zur fsa09 hochlädt vorher kurz überlegt ob ggf. das „recht am eigenen bild“ einer anderen Person verletzt wird…?

    Ich finde es erschreckend, dass Personen die gegen Überwachungswahn demonstrieren Videos wie bspw. das vom tanzenden Opa (beim Piratentruck) hochladen.

  54. Ihr seht aber alle schon das der Mann in blau nicht soviel einstecken muss wie der Demonstrant der ihn beschützen will oder? (Das ist der dessen blutendes Gesicht man danach sieht)

  55. @99 Andragon
    Kann es sein, daß er da einen Handschuh von einer Hand in die andere wirft?

    Der Cop-Azubi, der den Radfahrer am Anfang zurückreißt, schlägt ihn mittendrin auch nochmal kräftig mit der Rechten, nachdem er ihm am Kopf herumgerissen hat und sich der Radfahrer gerade wieder orientieren kann.
    Saubere Polizeiarbeit…

    @104
    Was mit dem Mann in Blau schlußendlich passiert und ob er mehr abgekriegt hat, kann man gar nicht sehen, weil sein Gesicht ab den Schlägen nicht mehr zu sehen ist.

  56. @106
    Stimmt.
    Wollte auch nur darauf hinweisen dass auf dem Video nicht nur „Polizei vs. Mann in blau“ festgehalten wurde, sondern gleich mehrere Übergriffe.

  57. Es wird höchste Zeit, dass Polizisten eine ID auf ihrer Dienstkleidung tragen. Es kann ja nicht sein, dass man nichts in der Hand hat, wenn sich einer von denen daneben benimmt. Deshalb: Immer Foto-Handy oder Cam dabei haben und immer schön draufhalten. Die Bilder sollten wohl Beweis genug sein. Wobei ich sehr bezweifle, dass bei dieser Aktion viel passieren wird. Irgendeinen Grund wird man sich da zusammenreimen und dann ist die Sache gegessen. Da kann man schon einen Hass entwickeln.

  58. @Andragon (#99)

    „Der dreht sich um und haut sich die Faust nochmal in die eigene Hand […]“

    Bei Sekunde 43, oder? Könnte auch sein, dass der Handschuh nach unten verrutscht ist und der Polizist ihn wieder nach oben schiebt.

  59. Erschreckend das Video wie unschuldige Passanten angegriffen werden, ist mir ganz anders im Bauch… das hätte genauso mir passieren können. Ich hoffe das der CCC mit allen Rechtmitteln vorgeht (Spendenaktion?) und dass es eine Petition für Identifikation von Polizisten gibt.

  60. @109: Jemanden ins Gesicht zu schlagen ist NIE ein richtiges Mittel und muß immer beanstandet werden. Das so etwas aus dem Mund von Polizisten kommt, sagt einiges über deren mangelhafte Erziehung aus.

  61. @Erschreckend (#109)

    Danke für den Link. Da findet man tatsächlich aufschlussreiche Kommentare, z. B. den folgenden:

    „Und dass der andere eins auf die Nase bekam, liegt wohl daran dass er mit dieser zu weit vorn war.

    Man sollte seine Nase nicht überall reinstecken.“

  62. Im Piratenwiki zum Bundestagswahlprogamm 2009 bei „Konkrete Maßnahmen“ Punkt 21: „Einführung eines eindeutigen, gut sichtbaren Identifikationsmerkmals (Nummer oder Name) für Polizisten bei Einsätzen zur Identifikation“
    Also das sollten sich die anderen Parteien mal abschauen…

  63. Schade war ich nicht da.. weisste solche polizisten zwingen die leute zu gewalt.. keiner lässt sich so gerne einfach verprügeln..

    und jetz nochmal für die dies nich gerafft ham:

    am anfang vom video sieht man ganz kurz wie einer weggeschupst wird… und der im blauen möchte gerne deren namen usw kennen… um beschwerde o.ä zu erstatten deshalb dan dies und das.. und er wollte nach der ansage weg…

    er geht wegg und schon wird er verprügelt….

    wasn staat… ich fass mir ann kopp..

    schon ihre bushidofrisuren sagen doch aus das die sich gerne kloppen… komm war klar..
    genau eine richtige faust hat der arme bekommen :((

    diese leute muss man richtig mal vermöbeln dann haben die auchn bissl respeckt vor anderen leuten… =(

  64. @Identifikation für Polizisten auf Events:
    Ein Thema wo dann die Polizeigewerkschaft direkt getroffen aufbrüllt, denn was für andere Berufsgruppen, vorallem auf Events normal (oder gar verpflichtend) ist (Security, Rausschmeißer, sogar ohne Event für die Kassiererin am Supermarkt, die sogar brav ihr Schild mit vollem Namen und nicht bloß eine Nummer trägt) geht für Polizei ja mal garnicht, huh Pauschalverdacht und so, sowas darfs anscheinend nur für Nicht-Polizisten geben.

    Zum Video: tjo, ich kann mir wirklich _keinen_ Fall vorstellen der diese Aktion von brutaler Sinnlosgewalt rechtfertigt. Selbst wenn sich der Herr in blau gerad mit der Polizei gestritten hätte, selbst wenn er gerad nen Polizisten A*schloch geschimpft hat und dann nach rechts, statt nach links raus wollte, egal was noch, _nichts_ rechtfertigt diese Faustschläge, das ist in jedem Fall überzogen gegen einen Passanten der dabei ist friedlich das Feld zu verlassen. Also selbst wenns nen Grund gab den Herren fest zu nehmen, nicht so!

  65. Man muss diese Mini-Attacke leider im Kontext sehen, und im Vergleich zur üblichen Polizei-Gewalt auf Demos in Deutschland war das echt harmlos. Auf linken Demos gibts von den Prügeleinheiten eigentlich von Demo-Start an ständig Schläge, Pfefferspray-Wolken, usw.. Das soll halt Leute konditionieren, ihre Bürgerrechte nicht mehr wahrzunehmen. Ich schätze mal, dass es eine Anweisung der Polizeiführung gab, die FsA-Demo mit Samhandschuhen anzufassen. Trotzdem konnten ein paar Robocops halt nicht aus ihrer Haut. Ist auch schwierig, wenn man täglich die Misshandlung von Bürgern trainiert, sich plötzlich anders zu verhalten.

  66. Kaum zu glauben, da hat doch der verrückte Bombenleger von Neukölln – Bialke – hier den einzig vernünftigen Kommentar hinterlassen. Ihr VOLLIDIOTEN wollt gegen Überwachung demonstrieren, überwacht Euch aber selbst ohne Unterlass in allen Einzelheiten und entblödet Euch, den Mist auch noch überall im Netz zu veröffentlichen. Ihr liefert hier kostenlos Beweismaterial GEGEN EURESGLEICHEN an die Bullen. Na, die werden sich freuen.

  67. P.S.: Die Prügel-Attacke hat es tatsächlich schon in die Nachrichten geschafft. In den „Nachrichten“ der privaten TV-Sender heißt es, gegen Ende der Demo hätten Demonstranten die Polizei „angegriffen“. Quelle ist bei sowas der Polizeibericht. Normalerweise folgen auf solche Statements Anzeigen wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Fahndung nach dem Radfahrer ist wahrscheinlich schon raus.

  68. Naja auch wenn das für die Beamten ein gelerntes Mittel zum Brechen des Widerstands ist, dann muss halt die Ausbildung der Polizisten geändert werden. Es kann nicht sein dass man die gleichen Regeln für offenbar nicht physisch aggressive Leute wie für Molotowcocktailwerfern anwedet…
    Vielleicht könnte man sich auch nach eigenen Ermessen von den Regeln ein wenig (positiv) entfernen und nicht gleich so brutal zu sein.

    Eine Wattestäbchenpolizei wirds ja nicht gleich durch die Nichtanwendung von Gewalt.

    Also: Mag sein dass die Polizei aus ihrer Sicht nur ihre gelernten Methoden der Ausbildung einsetzt. Aber irgendwo muss doch auch was von Verhältnismäßigkeit stehen???

  69. @Rupa: Mitnichten. Das hier ist kein Überwachungsvideo und derjenige der da filmt hat das sicher nicht getan um irgendwen zu überwachen, sondern um dieses öffentliche Event, an welchem er teilnahm, fest zu halten, das ist schwerlich Überwachung oder hat gar einen Überwachungsanspruch (sonst ist jedes private Zoovideo als Überwachung ein zu stufen). Das er dann diesen Fall von brutaler Sinnlosgewalt gefilmt hat ist wohl eher Zufall.
    Videoüberwachung dagegen ist die anlassunabhängige, pauschal Verdächtigende, permanente Überwachung von Normalbürgern, die nicht nur einen Einschnitt in die Privatsspähre bedeutet, sondern dazu uneffektiv und teuer ist (siehe Statistik London, im Jahr kommt auf 1000 Kameras ein aufgeklärtes Delikt, deutsche Erhebungen gibt es wohl bisher nicht), die Fälle sind also absolut nicht vergleichbar.

  70. @Rupa
    Es ist etwas ganz anderes wenn man gezielt Straftaten filmt/dokumentiert ODER wenn man unabhängig jeden und wirklich jeden überwacht. Die Gefährlichkeit hinter Vorratsdatenspeicherung, Gesundheitskarte, RFID und so steckt dahinter, dass man diese unterschiedlichen Resourcen verknüpfen kann und so praktisch fast alles über jeden weiß.
    Und da Fehler immer passieren werden/ Menschen für viel geld alles machen wird es in Zukunft noch gefährlicher.

  71. Unfassbar, dass solche Gewalttäter ihre Aggressionen bei der Polizei ausleben dürfen. Ich kann nicht verstehen, dass man die nicht schon in der Ausbildung aussortieren kann.
    Oder sind diese Typen vielleicht sogar explizit gewünscht?

    So viele Toto&Harry-Folgen kann ich mir gar nicht angucken, dass das mein Bild von der Polizei wieder verbessert.

  72. mein gott was für ein theater hier…
    diese aktion ist eine eher harmlose geschichte der bereitschaftspolizei. bei jedem fussballspiel, ansatzweise links angehauchter demo, anti atom umzug, etc sieht das ganz anders aus. der hat ja nichtmals pfefferspray oder nen schlagstock abbekommen. nicht schön das sowas passiert, aber das ist leider traurige realität und an der tagesordnung…
    an dem beispiel zeigt sich aber wieder einmal, dass viele die sich jetzt durch die piraten und die internetzensur für politik interessieren, keine ahnung haben wie es da draußen aussieht.

  73. Ich habe heute mal in jedem Forum in dem ich bereits registriert war (oder zumindest noch davon weis) einen Beitrag veröffentlicht.

    1. Computerbase: http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=634432
    Leider wurde der Thread geschlossen (Begründung siehe unten im Thread). Ich habe nach einer Öffnung gefragt, mal sehen was passiert.

    2. Scharesoft
    Leider wurde der Thread soeben nach dem eine kleien Diskussion entstanden ist, entfernt. Ich habe den zuständigen Moderator gefragt wieso das so ist, bisher keine Antwort. Komischerweise versuchten die meisten hier den Polizisten zu rechtfertigen.
    Nun habe ich auch dem Administrator eine Nachricht zukommen lassen, bisher keine Antwort.
    Ich hoffe das wird sich noch ändern.

    3. Elitepvpers: http://www.elitepvpers.de/forum/off-topic/327452-bergriffe-auf-der-demo-freiheit-statt-angst.html
    Hier kenne ich einen der Moderatoren und ich hoffe, dass der Beitrag nicht so schnell verschwindet. Die Person die ich kenne meinte, dass sie das woanders in dem Forum auch schon gepostet hat. Außerdem habe ich hier sogar ein paar Danke erhalten.

    Wenn einer von euch bei Forum 1 oder 2 aktiv ist, bitte ich ihn darum sich bei den Moderatoren zu melden.

  74. @128
    Der Grund für das „Theater“ ist wahrscheinlich auch der krasse Gegensatz von Demonstrant (mal nicht der vermummte, steineschmeißende Linke, sondern ein ganz normaler, friedlicher, schmächtiger Mann von nebenan) und stiernackigen Kurzhaarschnitt-Prügelpolizisten.

    Soll man sich jetzt als Normalbürger und Pirat ohne Demoerfahrung an solche Wild-West-Zustände gewöhnen oder dafür eintreten, daß so etwas nicht mehr passieren kann und die Täter zu Rechenschaft gezogen werden??

  75. @Realist: Schlimm was passiert und schlimm das das hier für Insider ein eher harmloser Fall ist, aber das rechtfertigt diesen Fall in keinster Weise und eignet sich auch nicht dazu das hier zu bagatellisieren. Nur weil es schlimmere Sachen gibt, heißt das ja nicht, das das hier rechtmäßiger oder mehr in Ordnung wird, so hört sich das aber an bei Leuten die wie du argumentieren … „gibt schlimmeres, da ist das doch hier egal“ (ist jetzt nicht gegen dich, möchte nur klarmachen wie es rüberkommt) … hört sich fast an als solle man es einfach hinnehmen, das halte ich aber in jedem Fall für Unfug. Ne, gerade weils hier nen schön hochauflösendes Video gibt in dem man die Gesichter der Brutalopolizisten sieht sollte man es verfolgen und die Täter zur Verantwortung ziehen, das gilt natürlich auch für jeden anderen Fall, das Problem ist hier oftmals leider die Beweismöglichkeit, weil nicht immer ein Passant mit HD-Cam zur Stelle ist.

  76. genau das meine ich:
    „mal nicht der vermummte, steineschmeißende Linke, sondern ein ganz normaler, friedlicher, schmächtiger Mann von nebenan“
    glaubt nicht immer den medien mit ihrem „die pösen, pösen linken (vermummten)krawallmacher haben wieder eine strassenschlacht angezettelt“.
    ich würde mich auch eher als „normaler, friedlicher, schmächtiger Mann von nebenan“ beschreiben und habe trotzdem schon einige male etwas abbekommen.
    wie ich oben aber auch schon schrieb, ist das die traurige realität und keine neuigkeit.
    das einzige was dagegen hilft, ist eine unabhängige kontrollinstanz (fast überall standart aber in D leider nicht) und eine eindeutige markierung der einzelnen polizisten…
    jeder weiß wie sich einige menschen verhalten, wenn sie sich anonym fühlen…

  77. Moin,

    ich glaube, hier sind mal ein paar Fakten und Klarstellungen angebracht. Zum Hintergrund: ich gehöre zum CCC, und unser Demo-Wagen war auf dem Abstellplatz in unmittelbarer Nähe des Geschehens abgestellt, wodurch auch einige unserer Mitglieder in das Geschehen verwickelt wurden.

    Der bunte Bus, den man im Hintergrund sieht, ist der Lauti des schwarzen Blocks (tut mir leid, wenn ich da Anarcho-Syndikalisten, Maoisten, und wie sie alle heissen, nicht auseinanderhalten kann). Der hatte jedenfalls seinen Abstellplatz 10m weiter.

    Und die Besatzung jenes Lautis, das ist die Vorgeschichte, die zu der Situation in der Linkstrasse führte, hatte am Ende der Demo irgendwie keine Lust, aufzuhören, und weigerte sich, vom Potsdamer Platz zum zugewiesenen Stellplatz zu fahren. Es gab ein paar Diskussionen mit den Beamten, und die Lauti-Besatzung war dann der Meinung, „Wir wollen keine Bullenschweine“ auf der PA kundgeben zu müssen. Blöde Idee, aber naja. Müssen sie halt mit den Konsequenzen leben.

    Irgendwann sind sie dann doch um die Ecke gefahren auf den zugewiesenen Stellplatz, und dann gab es den zu erwartenden Zugriff mit FE.

    Bis dahin sind das alles meine Beobachtungen. Ein bißchen fehlt mir ab dieser Stelle das Gesamtbild, ich muß einräumen, daß mir die Lage nicht gefiel, und ich habe das Weite gesucht. Auf twitter gab es den Bericht, daß sich Leute auf der Rasenfläche neben der Linkstraße versammelt haben, PVB Platzverweise erteilt und diese auch durchgesetzt haben.

    Spulen wir ein bißchen vor, zu besagtem Video. Beziehungsweise kurz davor. Ab hier alles Zeugenaussagen unserer Mitglieder. Eine junge Dame hat auf jeden Fall einen zielgerichteten Ellenbogen einer Beamtin abbekommen, ohne ihrer Meinung nach einen Grund dafür geliefert zu haben. Und wagte es, nach der Dienstnummer zu fragen. Das scheint sehr unbeliebt zu sein, jedenfalls wurde ihr auch unter Einsatz „einfacher Gewalt“ die Freiheit entzogen. An dieser Stelle kommt der Fahrradfahrer ins Gespräch, der nämlich zufällig gerade die Straße entlangkam, und es deswegen ebenfalls wagte, nach der Dienstnummer des entsprechenden Beamten zu fragen. Man sieht am Anfang des Films noch, wie er die Dienstnummer notiert, um dann dem Platzverweis von der Strasse nachzukommen. Rest ist im Video zu sehen, er bekommt mehrfach auf die Fresse und eine FE.

    Genau dieselbe Geschichte berichteten auch andere: die Frage nach der Dienstnummer führt für den Fragenden regelmäßig zu einer Tracht Prügel und einem nächtlichen Aufenthalt hinter Gittern zur (sehr gemächlichen) ID-Behandlung. Und wer auch nur ansatzweise wagt, aufzumucken, bekommt auch gleich noch eine Anzeige wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, Zusammenrottung, versuchte Gefangenenbefreiung und Landfriedensbruchs reingedrückt.

    So, liebe Beamte, jetzt die spannende Frage. Nehmen wir mal an, das Geschehene hat wie von mir beschrieben stattgefunden (wir haben Bilder, Zeugen, etc., aber das kann man in diesem Forum ja schlecht alles darlegen). Findet ihr das Vorgehen eurer Kollegen dann angemessen oder nicht? Ich brauche nämlich mal eine Einschätzung, ob das jetzt schwarze Schafe sind, oder ein strukturelles Problem ist.

  78. „[…] ich glaube, hier sind mal ein paar Fakten und Klarstellungen angebracht. Zum Hintergrund: ich gehöre zum CCC, und unser Demo-Wagen war auf dem Abstellplatz in unmittelbarer Nähe des Geschehens abgestellt, wodurch auch einige unserer Mitglieder in das Geschehen verwickelt wurden. […]“

  79. @Realist: leider sind es aber sehr häufig gerade diese vermummten Idioten die den Ärger auslösen, ich denke auch, dass sie nach den Erzählungen von „CopZone Forum“ zumindest zur Grundstimmung beigetragen haben. Ich will niemanden verteidigen, imho sollten die im Video beteiligt Polizisten in den Knast kommen und ein lebenslanges Berufsverbot erhalten, ABER auf den meisten Demos auf denen ich dieses Jahr war (Schulstreik, Tempelhofbesetzung….) ging die Gewalt und extreme Provokation vom schwarzen Block aus.

    Sobald die Polizei sich erstmal eingeschlagen hat kriegen auch die anderen was ab. Gestern hat der schwarze Block am Ende der Demoroute auch angefangen extrem zu provozieren und die Polizei anzugreifen. Diese Idioten brauchen wir genau so wenig wie prügelnde Polizisten!

  80. Okay…wenn solche Handlungen schon gegen harmlos aussehende Bürger eingesetzt werden, muss ich unbedingt dran denken, die schwarzen Klamotten im Schrank zu lassen, wenn ich demonstrieren geh…kommt jetzt nicht so oft vor, aber sicher ist sicher…o.O
    Unmöglich, sowas.

  81. natürlich gehen viele krawalle von idioten innerhalb einer demo aus (siehe aufrufe zur eskalation in diversen indymedia tickern). ich hätte als polizist auch keine lust mich von schwarz gekleideten kiddies mit steinen oder flaschen bewerfen zu lassen. hier ist ein eingreifen und festsetzen der beteiligten auch dringend notwendig.
    mein problem sind aber provokationen die von seiten der polizei ausgehen. viel zu oft fehlt der wille und/oder das feingefühl auf seiten der ordnungsmacht.
    gerade bei fussball auswärtsfahrten hab ich manchmal das gefühl ein versuchskaninchen für bestimmte polizeitaktiken zu sein.
    zusätzlich werden notwendige massnahmen deutlich übertrieben (stichwort pfefferspray, quartzsandhandschuhe und schlagstock einsatz). dabei werden auch häufig viele unbeteiligte in „mitleidenschaft“ gezogen…

    mein problem ist nur die dramatisierung der ereignisse von berlin. hier scheinen viele das als große ausnahme wahr zu nehmen. tatsächlich ist das aber eher eine bagatelle im gegensatz zu den aktionen die jedes wochende im rahmen von fussballspielen stattfinden. der unterschied ist nur, dass fussballfans keine hd kameras bei sich tragen und auch ein sehr schlechtes image haben… das gleiche gilt selbstverständlich auch für die meisten anderen demos…

  82. Das ist mehr als unverhältnismäßig, und unterstreicht nur den Polizeistattverdacht. VOR ALLEM: WO ist der Radfahrer hinterher…? Und ohne Video, was wäre daraus geworden, 30 Nazibullen, die bestätigen, wie gerechtfertigt es war, Leute zusammenzuprügeln.
    Ein
    Schande, v.a. weil es eine superfriedliche Demo war…

  83. kann mir irgendwer den zusammenhang zwischen der pressemitteilung auf der einen und video und bisherigen zeugenaussagen auf der anderen seite erklären? meinen die mit dem „37-jährigen“ den radfahrer? oder seinen freund? wenn letzeres, taucht der radfahrer in der pressemitteilung dann überhaupt auf?
    und irgendwie habe ich den eindruck, dass der vorvorletzte und der vorletzte abschnitt in dieser pressemitteilung nicht richtig zusammenpassen, wirkt ein bisschen wie hastig per copy-and-paste zusammengebastelt.

  84. Da sieht man doch mal am praktischen Beispiel wie „Jugendschutz“ aktiv zu Zensurzwecken eingesetzt wird. Man muss sich bei YouTube anmelden und hoffen, dass die nicht „mitschreiben“, wer sich dieses Video ansieht.

  85. Schöne Sache, dass das Video überall kursiert und dadurch gut in die Medien etc. kommt.
    Schade nur, dass sowas erst auf einer FSA-Demo passieren muss, damit das überall gebloggt und getwittert wird, gab ähnliche Videos doch auch vorher schon von anderen Veranstaltungen.

  86. ARD tagesschau: ‚Polizeiangriff auf Demonstranten
    Bei einer Datenschutz-Demonstration in Berlin ist es offenbar zu Übergriffen der Polizei auf Demonstranten gekommen. Im Internet wurde ein Video veröffentlicht, auf dem ein Polizist auf einen Mann einprügelt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung in den eigenen Reihen.‘
    zdf hat gar nichts gebracht, enttäuschend.
    noch ein kommentar von einem polizeibeamtennachbarn: ‚wieso regen sie sich so auf? wir schlagen und treten doch nur auf die beine – steissbein, keilbein, kahnbein, jochbein… höhöhöhö‘. ich hatte früher beruflich öfter mit der polizei zu tun und sie gott sei dank ganz anders erlebt, aber so was: IGITTIGITTIGITT.

    [..OT..] die ard hat was gemerkt: ‚Im Fernsehen diskutieren Kanzlerin und Kanzlerkandidat – im Netz diskutieren die Beobachter. Wir lesen rund ums TV-Duell Merkel gegen Steinmeier bei Twitter und Co, finden für Sie die besten Beiträge – und leiten diese per Twitter weiter‘ – aha?! ist im kontext auch für anfänger gut erklärt: http://www.tagesschau.de/wahl/wahlimweb/tvduelltwitter100.html. ‚offizieller‘ hashtag ist #00.

  87. Meit Mitgefühl gilt den Opfern und den armen Polizeibeamten die auf der Demo nen tollen Job gemacht haben und leider neben solchen Prügelbullen ihren Dienst leisten müssen.
    Bin mal gespannt wieviele Leute sich noch auf Demos trauen wenn Schäuble die Bundeswehr im Inneren einsetzen darf. Schreckliche Vorstellung.

  88. Also ihr Weltverbesserer wir von der 22EHu finden das Ganze sehr belustigend, ja es amüsiert uns.
    Was habt ihr denn geschaft mit eurem Protest?
    Aufs Maul habt ihr bekommen mehr nicht.
    Das nächste mal wenn wir uns sehen wird es noch besser, hoffen wir.
    Wir von der 22-ten sind unantastbar.
    Nichts gegen die Berliner Polizei!
    Wir sind Freund und Helfer!

  89. Nur als Hinweis habe mir die entwackelte Version angeschaut:
    http://www.youtube.com/watch?v=zR8VGyy5gf4&feature=response_watch

    ab 0:30

    Der Fahrradfahrer (Demo1) geht nicht in die ihm vom Beamten 1 vorgegebene Richtung. Daraufhin wird er von Beamten 2 zurück gezogen. Dann folgt ein Gerangel, dass von einem Demonstranten 2 ausgelöst wird, der sich da offensichtlich einmischen möchte. Beamter 3 schreitet ein. Für mich sieht es so aus, dass der Schlag in Richtung des störenden Demonstranten 2 geht, dieser aber vom unglücklich stolpernden Fahrradfahrer abgefangen wird. (sieht man im Anschluss, dass Beamter 2 die weiteren Schläge wieder in Richtung des Störers ausführt)

    Demonstrant 2 ist im übrigen der Typ, der dann mit der blutenden Nase im Video ab 0:55 auftaucht. Klingt jetzt hart, aber wenn das Jungchen sich mal nicht ungefragt in eine polizeiliche Maßnahme eingemischt hätte, wäre der Vorfall wohl anders verlaufen.

    Unverhältnismäßig: ja. Der Fahrradfahrer sollte dran glauben: eher nein.

  90. Mal ketzerisch gefragt: wir sind gegen Kameraüberwachung im öffentlichen Raum durch Polizei und andere Organisationen.

    Kameraüberwachung verhindert keine Gewalt und hilft auch nicht bei der Aufklärung von Verbrechen.

    Aber die Kameras, die wir bei der Demo alle dabeihatten, sind „gute Kameras“?

    Wo ist der Unterschied? Warum setzen wir jetzt auch auf Kameras? Ist das nicht Paradox?

  91. Wo der Unterschied ist? Das dies jemand zufällig gefilmt hat! Wäre kein Stress da gewesen, wäre auch das Netz nun nicht voll mit genau DEM Video.
    Oder meinst du, du bekommst das Video das vielleicht von der Polizei, oder von einen der öffentlichen Kameras gedreht wurde ausgehändigt?

    Kameraüberwachung verhindert natürlich keine Gewalt. Ein zufällig gedrehtes Video hilft aber sehr wohl der Aufklärung einer Straftat.

    Alles wird öffentlich gefilmt, aber einsehen darf es keiner… was ein transparenter Staat, wa.

    1. Zu viel Transparenz in meinen Augen. Wurde der Mann im blauen Shirt gefragt, ob er so im Internet gezeigt werden möchte? Warum ist in diesem Video niemand anonymisiert worden?

  92. Aus meiner Sicht gilt hier die Ausnahme im Kunsturheberrechtsgesetz:

    „Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben.“

    http://bundesrecht.juris.de/kunsturhg/__23.html

    Will sagen: Wer auf eine Demo geht, muss halt einfach damit rechnen das Bilder&Videos davon gemacht _und_ veröffentlicht werden. Oder fragt dich das ZDF wenn du im Hintergrund dein Bier am Straßenrand zwitscherst? Wohl eher nicht…

  93. Wir wollen doch alle umfassenderen Datenschutz und besseren Schutz der Privatsspähre. Dieses Video so zu zeigen, ist wie Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

    Wir alle sagen doch allzu oft, dass bestehende Rechte und Regelungen zum Datenschutz und zum Schutz der Privatssphäre nicht ausreichen.

    Wenn wir jetzt überall zeigen, wie jemand in seinen Grundrechten massiv eingeschränkt wird, wenn wir zeigen, wie seine Menschenwürde mit Fäusten getreten wird, dann berufen wir uns dabei auf bestehendes Recht?

    Wie passt das zusammen?

    Öffentlich zeigen, wie jemand zusammengeschlagen wird, um damit politische Ziele durchzusetzen — wollen wir diesen Stil?

  94. Warum kann man diese Personen nicht selber öffentlich an den Pranger stellen in dem man von dem Video Bilder von den jeweiligen Beamten macht und diese überall aufhängt ?

  95. @Stefan: Weil das Methoden wie im Mittelalter sind und auch die Polizisten entsprechende Bürgerrechte haben, die es zu schuetzen gilt.
    Wir (as in Netzaktivisten/Buergerrechtler/…) sollten uns nicht illegaler bzw. ungesetzlicher Methoden, nur weil sie uns von anderen so vorgelebt werden.

  96. Kennzeichnung abgeschafft!
    Bis in die 50er Jahre gab es in Westberlin die Dienstnummer am Kragenspiegel! Die westberliner Illustrierte \Sie\ (Helmut Kindler) empörte sich 1948 über die gerade abgeschaffte Dienstnummer bei Vopos:
    \Schutzstaffeln der Einheitspartei: Die Volkspolizei. Polizisten der Westsektoren tragen, wie es für ganz Berlin vorgesehen war, ihre Dienstnummer deutlich sichtbar am Kragenspiegel. Im Ostsektor aber sind sie wieder anonym geworden. Niemand kann Klage erheben, wenn er ungerecht behandelt oder ausgeplündert wird.\ (s. Klaus Herding/Gunter Otto (Hg.): Karikaturen. Gießen: Anabas 1980, S. 350)
    Heute sind die berüchtigten Polizeihundertschaften schon vermummt durch Helm und breiten Kinnschutz, verdecken oft noch die Gruppennummer am Helm mit Kapuze, betrachten jede Frage nach der Dienstnummer (die ja auch keine Racheakte, gar an der Familie, zulässt) als Majestätsbeleidigung.
    Allgegenwärtige Polizeivideos sind bei Polizeistraftaten plötzlich nicht zu haben, Strafverfolger verlangen Individualnachweis, kennen hier keinen Landfriedensbruch (Gruppendeckung), verfolgen nicht (kollegiale) Deckungsverbrechen/Strafvereitelung, Anzeigepflicht…

    erinnert Granado

  97. Bei allem (gerechtem) Zorn: Wie kann es sein, dass Übergriffe auf den nun ja regelmässig stattfindenden Freiheit-Statt-Angst Demonstrationen erst jetzt eine solche mediale Welle schlagen? Bei der ersten „grossen“ FSA/AK-VDS Demo im September 2007 sind sicher zigmal mehr Leute durch völlig unverständliche „polizeiliche Massnahmen“ verletzt worden als es dieses Jahr der Fall war. Damals hiess es dann der schwarze Block habe „provoziert“, es wurde sich bei der Polizei für die tolle Mitarbeit bedankt und die Sache war gegessen. Nun beobachte ich aus der Distanz diese Geschichte, und es drängt sich der Eindruck auf, dass Prügeleien nur scheisse sind wenn sie CCC Nerds auf Rädern treffen (oder zumindest Menschen, die in Nähe des CCC Lautsprecherwagens herumstehen) oder Web2.0 User mit mindestens 2 Blogs, das Ganze aber viel „differenzierter“ betrachtet wird wenn Menschen mit schwarzem Anorak Keile bekommen.

    Berichte damaliger Demoteilnehmer dokumentiert:

    „Während des ersten Angriffs auf den linksradikalen Block kam es zu massivem Einsatz von CS Gas und Pfefferspray. Die ersten Reihen, welche schnell durch Polizeikeil vom Rest des Blocks abgespalten wurden, wurden teilweise „abgeduscht“ mit dem Zeug, teils sah es dort aus, als hätte es stark geregnet. Hinzu kamen wild durch die Gegend tretende Bullen, Tonfadrehschläge, Fausthiebe, und so weiter und so fort. Ich persönlich halte die angegebene Zahl der Verletzten für ausdrücklich zu tief gegriffen. All dies wegen zu langer (teils verknoteter) Seitentransparente, und wohl der ein oder anderen Schäublemaske („selber terror!“), welche passenderweise nur in unserem Block als Vermummung ausgelegt wurde.

    Obwohl es auch nach den Bullenattacken kaum zu Gegenwehr kam (vereinzelt Berichte von 1, 2 fliegenden Plastikflaschen), waren wohl sowohl für die Medien als auch für einen Grossteil der MitdemonstrantInnen die Übeltäter schnell ausgemacht: nicht die permanent filmenden, mit Helikopter herumbrausenden, und behelmt die Demo begleitenden Staatsdiener, sondern diejenigen die auf dieser Demonstration am ehesten probierten ihre Anonymität zu wahren. Die Ironie der ganzen Geschichte, daß also die Polizei bei einer Demonstration gegen Überwachung, staatliche Kontrolle und für die Erhaltung der Privatsphäre, ebendiese angreift, blieb den meisten Mitlaufenden und Pressevertretern wohl verborgen.

    Gut lief die Verweigerung der Personenkontrollen vor Beginn der Demo, alles andere wäre bei diesem Anlass auch eine Farce gewesen.
    […]“

    Interessant auch die Kommentare zu diesem Indymedia Artikel: http://de.indymedia.org/2007/09/194939.shtml

  98. „Die Aussicht (die sich später bestätigen sollte) auf höllisch brennende Augen und Haut, auf Striemen durch Knüppelschläge, auf blutige Beulen auf Schienbeinen durch Polizistentritte (letztere bei meiner Freundin) lässt mich immer wieder auf solche Demos gehen.

    Mal im Ernst, etwas Kenntnis der Lage am Samstag wäre für deine weitere Analyse nicht schlecht. Für mich, der vorne im sog. “Schwarzen Block” mitlief, verlief die Demo folgendermassen:

    Ankunft, Flyer verteilt, selbstgebastelte Kameraattrappen herumgereicht.. etwas pikiert den “TV Übertragungswagen” der Polizei welcher vor dem Pariser Platz herumstand betrachtet.. Dann die kollektive Verweigerung der Einlass/Personenkontrollen um das Hotel Adlon herum. Warum? Weil es ja wohl zum Anlass der Demo passt wie die Faust auf’s Auge. Oder lasst Ihr NetzaktivistInnen (im weitesten Sinne) euch demnächst auch bereitwillig auf der Strasse kontrollieren, hauptsache Eure Verbindungsdaten werden nicht gespeichert?

    Nun gut, nach etwas hin und her, und Forderungen die Demo losziehen zu lassen, rückten die Herren in Grün auch ohne weitere Kontrollen wieder ab. Irgendwo soll ein Tisch am Adlon entzwei gegangen sein, davon weiss ich nichts.. anscheinend soll sich jemand draufgestellt haben um besser sehen zu können. Randale!

    Ab dem Moment, wo wir uns dann aufstellten, wurden wir von der Polizei gefilmt, mal mit mehr Abstand, mal mit weniger – aber beständig. Clowns die zwischendurch herumblödelten und ihre Puschel in die Objektive der Kameras hielten wurden brutal zur Seite geschubst, einer sogar gewürgt – bloss nicht die Überwachung der Demo gegen Überwachung stören! Randale!

    so lief es dann friedlich weiter, am Bebelplatz, Schauplatz der Bücherverbrennungen in der Nazizeit, wurde schweigend vorbeigelaufen, und es folgte die Zwischenkundgebung am Alexanderplatz. Hier gab es schon nette Eindrücke von Hundertschaften die am Rande herumstanden, und in Grüppchen tuschelnd wohl schon die Befehle für die kommende Angriffe erhielten. Als es dann zurück in Richtung Pariser Platz ging, und unser Block aufs ENGSTE von beidseitigem Polizeispalier begleitet wurde, aus 50cm Entfernung Leute gefilmt wurden, und die famosen Anti-Konflikt Beamten schlagartig das Weite suchten, war allen klar dass demnächst ein Angriff folgen würde. Bis dato vom antikapitalistischen Block ausgehend: laute Musik. Ein paar vermummte Leute (ich habe einige mit Schäublemasken gesehen, und genau 1 Person welche zwischenzeitlich ihren Palistinenserschal hochgezogen hatte). Seitentransparente, welche nicht den Auflagen entsprachen, nämlich einer maximal zulässigen Länge von 1m 50 (unseres bspw. ca. 2,50m). Randale!

    Hast Du schonmal einen Satz, der mehr als 3 Wörter hat, und auf eine Entfernung >5m lesbar sein soll, auf anderthalb Metern untergekriegt? Sich hier, und auch wieder im Gesamtkontext des Demomottos, den Auflagen der Polizei zu widersetzen war durchaus inhaltlich zu begründen. Desweiteren waren diese Auflagen wohl auch nur in unserem Block der Durchsetzung würdig, andernorts liefen massig Leute mit Schäublemasken und langen Bannern durch die Gegend.

    So kam es wie erwartet (es wurde vorne im Block ganz, ganz leise), ungefähr auf Höhe der HU rannte ein Helmtrupp von 20, 30 Leuten von der rechten Seite in die Demo hinein und versuchte den Leuten ein Transparent zu entwenden. Wir standen ca. 5m weiter vorne und hatten eine Pause von ca. 1 Sekunde, bis wir auf einmal brutal von beiden Seiten der Demo zusammengeschoben wurden, Leute fingen an zu Husten als CS Gas gesprüht wurde (m.E. von der linken Seite), von rechts kamen wahre Duschen von Pfefferspray. Meine Jacke war nicht die einzige, die klitschnass von dem Scheisszeugs war.
    Nach dem ersten Schock versuchten wir uns neu zu formieren, (es gab auch hier keine Angriffe auf die Polizei), und es wurde versucht den abgespaltenen vorderen Block wieder an die dahinterfolgenden Reihen anzugliedern. Transparente waren hier wohl noch fast alle auf Seiten der Demonstranten geblieben, deswegen liess dann auch der zweite Angriff (ca. 5min später) nicht lange auf sich warten. Diesmal waren auch wir in den ganz ersten Reihen Ziel der Attacke, es gab ein regelrechtes Tauziehen um die Seitenbanner, nur das die eine Seite verzweifelt am Stoff klammerte, während die andere Seite mit Pfefferspray, Fusstritten, Fausthieben und auch Tonfadrehschlägen (mein Schulter ist noch hübsch verziert) auf Demonstranten losging. Von wem ging jetzt die Randale aus?

    Ich hab leider mehr geschrieben als beabsichtigt und im Moment keine Zeit das weiterzuführen, aber der Bericht, wie er so da steht, schildert die Erlebnisse aus meiner Sicht. Auch nach derm zweiten Angriff kam es nicht zu “Ausschreitungen” in welcher Form auch immer. Das Gerede von “Rangeleien” und gegenseitigen “Provokationen” ist für mich nichts als Hohn, und die Mehrzahl der “bürgerlichen” Demoteilnehmer/innen hat sich meiner Meinung nach durch das Aufsaugen der herkömmlichen Feindbilder komplett disqualifiziert. Da das Thema aber zu wichtig ist, und letzten Endes wir Schmuddelkinder aus der links(-radikalen) Ecke die ersten Leidtragenden weiter verschärfter Überwachung sein werden, sehen wir uns sicher wieder auf Demonstrationen. Und das obwohl es echt bitter ist, dass sich so viele von Euch auf ihre Gegnerschaft zu Überwachung, Sicherheitswahn, und Totalitarismus berufen, und gleichzeitig die Augen verschliessen vor ganz realer Überwachung und Grundgesetzeinschränkungen, die sich vor der eigenen Nase abspielen.“

    Und weitere Kommentare in der Diskussion auf http://www.commonspage.net/2007/berlin-plus-und-minus/ zu der damaligen Demo. Sich nun dermassen über ein paar Schellen aufzuregen die man endlich mal selbst miterlebt hat ist Hohn.

    (Trotz allem natürlich meine ausgesprochene Solidarität mit den Opfern!)

  99. Wie naiv die Leute hier sind, das Video ist lächerlich, da passiert fast nichts und ihr glaubt, dass es etwas bewirken könnte. Fahrt auf Auswärtsspiele mit eurem Fußballverein, da könnt ihr sowas ganz oft erleben. Oftmals noch mit viel aussagekräftigerem Videomaterial und wen interessiert es? Niemanden.

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