Filesharing gegen Musik-Zensur

Mal ein anderes Argument für Musik in Filesharing-Netzwerken: Im Iran wird seit der Islamischen Revolution 1979 ein großer Teil der „westlichen“ Musik genauso wie Gesang von Frauen streng reglementiert. So sind für Frauen- und Rockbands Auftritte in der Öffentlichkeit verboten und ein legaler Vertrieb ist oft nicht möglich. Das Internet und Musik in Tauschbörsen helfen hier Musikern und Labels, die staatliche Zensur zu umgehen. Ich fühle mich an Stones-Platten in der DDR erinnert.

Ein interessantes Audio-Interview mit zwei iranischen Sängerinnen über Musik und Zensur im Iran gibt es auf freie-radios.net (MP3). Vom selben Thema handelt auch der Dokumentarfilm Sounds of Silence – Underground Music in Tehran, der zu einem ähnlichen Fazit kommt:

Featuring interviews with a host of musicians working in various genres, this documentary shows the incredible frustrations and obstacles that Iranian musicians must contend with, as well as the different ways in which they strive to get their music heard. The artists are increasingly turning to the Internet in order to disseminate their work and engage their audiences. From the alternative-rock band O-Hum to rapper Soroush to trance group Atma, musicians are finding that websites with downloadable songs and videos afford them the exposure that Ershad’s censorship denies them.

[via ZIP-FM]

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