Demokratie

FDP spammt Wahlwerbung

Die FDP kauft wohl auf dem freien Markt Mailadressen auf und verschickt an diese Wahlwerbung. Eine Mail ist uns zugeschickt worden, die von der Mailadresse „fdp@news-lifestyle.de“ mit dem Namen „Guido Westerwelle“ als HTML-Newsletter verschickt worden ist. In dem HTML-Newsletter gibt es verschiedene Links, die über die Adresse „http://nl.news-lifestyle.de/dispatcher/service?dh=90923095628174545&l=de&o=0&a=90925054516425487“ an „http://freiheit.fdp.de/“ weitergeleitet werden.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Verschickt werden die Mails von der Firma SuperComm Data Marketing GmbH in Bonn. Am Ende steht noch dieser Hinweis:

Sie erhalten diese E-Mail, da Sie sich auf einem unserer Portale (www.netwerbung.de) oder durch uns gesponserten Projekte angemeldet haben. Die auf den Seiten jeweils hinterlegten AGB fanden Ihre Zustimmung.

Kein Wunder, dass die FDP so vehement in der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes gegen eine Aufhebung des Listenprivilegs war. Sonst könnte sie nicht so praktisch auf dem Markt die Dienstleistung einkaufen, an die Mailadressen von vielen Bürgern Spam-Werbung zu verschicken.

Das ist übrigens nichts neues. Im letzten Bundestagswahlkampf sind vor allem CDU und CSU damit aufgefallen, im großen Stil Spam-Mails verschickt zu haben. Zufälligerweise sind das die anderen Parteien, die gegen die Abschaffung des Listenprivilegs waren.

Selbstverständlich habe ich die Pressestelle der FDP mit der Bitte angemailt, diese Mail zu verifizieren oder zu dementieren. Mal schauen, wann und ob die antworten.

Wer unaufgefordert ähnliche Mails bekommen hat, kann diese uns gerne schicken, bzw. in den Kommentaren darauf hinweisen.

Update: Weitere Spam-Aussendungen der FDP wurden über den Dienstleister Schober ausgeliefert, wie Kommentatoren berichten. Anscheinend hat die FDP die Aussendung der Spam-Mails bei der Firma Schober gekauft, die wiederum die SuperComm Data Marketing GmbH als technischen Dienstleister die Mails verschicken ließ. Die FDP hat auf meine Anfrage immer noch nicht geantwortet. In den Kommentaren bestätigen zahlreiche Kommentatoren die Verschickung, und berichten dass sie diese Spam-Mails von der FDP (teilweise mehrfach) bekommen haben.

Man sollte auch mal nachfragen, wo die Firma SuperComm Data Marketing GmbH Eure Mailadressen her hat! Die werden vermutlich sagen: Von Schober. Dann fragt mal bei Schober nach, wo die Eure Mailadressen her haben!

Update: Um 17:04 kommt die offizielle Bestätigung von „liberal Verlag GmbH“* als Antwort auf meine Presseanfrage an die FDP-Pressestelle:

Auftragnehmer für die von Ihnen angeführte Emailwerbung ist die Schober Information Group Deutschland GmbH. Die SuperComm Data Marketing ist eine 100% Tochter dieser Fa..

Mehr Hintergrund zur Arbeitsweise der Schober Information Group bietet diese ZDF-Dokumentation über Datenschutz: Der gläserne Deutsche . (Die Dokumentation gibts auch in fünf Teilen bei Youtube)

Update: Heise berichtet nun auch und hat weitere Zusatzinformationen: FDP beendet Wahlkampf per Massenmail.

Eine Sprecherin des für die FDP-Kampagne zuständigen liberal-Verlags gab gegenüber iX an, dass nur die Schober GmbH mit dem Versenden der Werbemails beauftragt worden sei. Die Auswahl der Adressen und das Hinzuziehen eines weiteren Dienstleisters war Schober überlassen. Schober selbst ist anders als SuperComm Mitglied der Certified Senders Alliance des Verbandes der Deutschen Internetwirtschaft eco. Wer CSA-zertifiziert ist, hat es deutlich leichter, seine Adressaten zu erreichen, muss aber auch gewissen Qualitätskriterien genügen. Dass unter anderem die Newsletter-Versandadresse des Heise-Verlags und diverse Spam-Fallen der iX-Redaktion angeschrieben wurden, lässt das in diesem Fall zweifelhaft erscheinen.

Hier gibts schon ein passendes Banner: „Unsere Stärke ist Spammen – Deutschland braucht Spam“. Und hier gibts „Yes we spam“.

Update: Anscheinend lässt die FDP auch unaufgefordert SMS verschicken. Der Twitter-Nutzer Kojote hat uns eine Meldung geschickt, die er am Freitag um 20:31 Uhr von der Nummer 76733 erhalten hat:

Morgen FDP wählen, damit sich Ihre Arbeit wieder lohnt. Für klare Verhältnisse. Zweitstimme FDP. Bitte weitersenden.

In den Kommentaren und auf Twitter häufen sich seit Samstag Mittag die Meldungen, dass zahlreiche Menschen eine Spam-SMS der FDP mit ähnlichen Sprüchen bekommen haben.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
136 Kommentare
    1. @RavoxX

      Anbei der Header:

      Delivery-Date: Fri, 25 Sep 2009 11:54:23 +0200
      Received: from xpmsp7.xprofiler.ch (xpmsp7.xprofiler.ch [88.86.101.73])

      (…)

      Comments: MA01_MP7_0_90925115422056318
      X-Mailer: Schober mailer system
      User-Agent: Schober mailer system
      Date: Fri, 25 Sep 2009 11:53:31 +0200 (CEST)
      From: Guido Westerwelle
      Reply-To: Guido Westerwelle
      To: (…)
      Message-ID:
      Subject: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden
      MIME-Version: 1.0
      Content-Type: multipart/alternative;
      boundary=“—-=_Part_577778_18742677.1253855269985″
      List-Unsubscribe:
      X-KSV-Antispam: 0 (Certified Sender Alliance – complaints to whitelist-complaints@lists.eco.de)
      Envelope-To: (…)

  1. Schon ein starkes stück, man sollte die seite der FTP auf die Zensurliste schicken und beim dritten fehlverhalten das netz kappen „Three strikes“ und eine hausdurchsuchung in erwägung ziehen.

  2. Ich habe vorgestern einen Papier-Spam der FDP bekommen, als adressierter Postwurf. Die Adreßbestände sollen auf Nachfrage von der Firma Schober, Ditzingen geliefert worden sein. Weiß nur nicht warum die mich als FDP-Zielgruppe „targeten“. Soviel zum Thema Datenschutzpartei. (solange es sie nicht selbst betrifft)

  3. Eine solche Email habe ich auch bekommen. Ich war doch sehr verwundert.

    Header:

    From – Fri Sep 25 12:04:10 2009
    X-Account-Key: account3
    X-UIDL: 154021427
    X-Mozilla-Status: 0001
    X-Mozilla-Status2: 00000000
    X-Mozilla-Keys:
    Received: from [195.190.140.34] (helo=xpms1.xprofiler.ch)
    by mx14.web.de with esmtp (WEB.DE 4.110 #314)
    id 1Mr78z-0002ko-02
    for xxxxxxxxxxxxxxxx@web.de; Fri, 25 Sep 2009 11:31:13 +0200
    Comments: MA01_MS1_0_90925113054989598
    X-Mailer: Schober mailer system
    User-Agent: Schober mailer system
    Date: Fri, 25 Sep 2009 11:19:34 +0200 (CEST)
    From: Guido Westerwelle
    Reply-To: Guido Westerwelle
    To: xxxxxxxxxxxxxxxx@web.de
    Message-ID:
    Subject: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

  4. Nachtrag:
    Der Header sieht leider nicht mehr so toll aus, da in den Kommentaren offensichtlich Texte innerhalb von spitzen Klammern einfach entfernt werden. Warum werden Spitze klammern nicht in ihre jeweiligen HTML-Entities umgewandelt?

  5. Hier ein Header solch einer E-Mail:

    Return-Path:
    X-Flags: 1001
    Delivered-To: GMX delivery to ***@gmx.net
    Received: (qmail invoked by alias); 25 Sep 2009 09:40:32 -0000
    Received: from xpmsp38.xprofiler.ch (EHLO xpmsp38.xprofiler.ch) [95.168.205.210]
    by mx0.gmx.net (mx046) with SMTP; 25 Sep 2009 11:40:32 +0200
    Comments: MA01_MP38_0_90925114028732613
    X-Mailer: Schober mailer system
    User-Agent: Schober mailer system
    Date: Fri, 25 Sep 2009 11:40:19 +0200 (CEST)
    From: Guido Westerwelle
    Reply-To: Guido Westerwelle
    To: ***@gmx.net
    Message-ID:
    Subject: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden
    MIME-Version: 1.0
    Content-Type: multipart/alternative;
    boundary=“—-=_Part_2219745_11399393.1253856445107″
    List-Unsubscribe:
    X-GMX-Antivirus: 0 (no virus found)
    X-GMX-UID: U6yOct8EPjlsgA7qMTU2EDM2MTE2NcmN

  6. .. ich habe gleich vier derartige Mails erhalten – im Abstand von wenigen Minuten – natürlich ohne inhaltliche Änderung!

    Habe da auch mal nachgefragt .. bisher keine Rückmeldung.

    Kann mich auch nicht entsinnen, wo ich da mal eine Absichtserklärung unterschrieben habe.

  7. Datum: Fri, 25 Sep 2009 11:33:42 +0200 (CEST) Herunterladen Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden.msg
    Von: Guido Westerwelle Adressbuch importieren fdp@news-lifestyle.de eMail-Adresse blockieren fdp@news-lifestyle.de SMTP-Relay blockieren pop.gmx.net
    Antwort an: Guido Westerwelle
    An: xxxxxx@gmx.net
    Betreff: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    […]

    Sie erhalten diese E-Mail, da Sie sich auf einem unserer Portale (www.netwerbung.de) oder durch uns gesponserten Projekte angemeldet haben. Die auf den Seiten jeweils hinterlegten AGB fanden Ihre Zustimmung.

    ———————————————

    Ja, klar. Ich hab mich mit diesem Account seit Jahren nirgends mehr angemeldet.

  8. Hab auch eine auf eine meiner Spam Adressen bekommen. Interessanterweise steht am Ende der Mail:

    Diese Nachricht wurde an
    die E-Mailadresse XYZ@SCHOBER.DE verschickt.

    was definitiv nicht meine Adresse ist. Der Abmeldelink enthält auch diese Adresse.

  9. so ein schwachsinn… die FDP kauft keine Mailadressen sondern hat maximal ein kommerzielles Unternehmen gebeten, an Mailadressen Werbung zu senden.
    Gibt außerdem schon längst ne Antwort der FDP dazu…
    aber is ja klar, dass man nun mit solchen unrecherchierten Sachen kommt… Bitte ERST nachfragen, und dann was schreiben…

    Hier die Antwort der FDP:

    „Sehr geehrter Herr…,

    zahlreiche Versender und Dienstleistungsunternehmen stellen Adressen für einmalige Werbeaktionen zur Verfügung.

    Damit den Anforderungen des Datenschutzes entsprochen wird, bedienen wir uns bei der Durchführung unserer Werbeaktionen eines neutralen Dienstleistungsunternehmens.

    Die Adressen und Werbemittel werden bei diesem Dienstleistungsunternehmen verarbeitet, wobei keine Übermittlung der Adressen an uns erfolgt. Wir selbst können nur dann Kenntnis von Ihrer Adresse erlangen, wenn Sie von unserem Angebot Gebrauch machen und uns antworten.“

  10. Zur Info:
    Zahlreiche Versender und Dienstleistungsunternehmen stellen Adressen für einmalige Werbeaktionen zur Verfügung.

    Damit den Anforderungen des Datenschutzes entsprochen wird, bedient sich die FDP bei der Durchführung der Werbeaktionen eines neutralen Dienstleistungsunternehmens.

    Die Adressen und Werbemittel werden bei diesem Dienstleistungsunternehmen verarbeitet, wobei keine Übermittlung der Adressen an die FDP erfolgt. Die FDP selbst kann nur dann Kenntnis von der Adresse erlangen, wenn der FDP geantwortet wird.

    Wer das nicht möchte, sollte niemals an einen Preisauschreiben o.ä. teilnehmen, da die Adressen von Dienstleistern gesammelt werden.
    Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit bei Bürgerämtern Widerspruch gegen die Weitergabe der Adresse, z.B. für Parteienwerbung, einzureichen.

  11. Ich bin auch „Opfer“, immerhin eine „List-Unsubscribe“ Adresse in den Headern:

    Von: fdp@news-lifestyle.de
    Betreff: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden
    Datum: 25. September 2009 11:43:46 MESZ
    An: ***@gmx.de
    Antwort an: fdp@news-lifestyle.de
    Return-Path:
    X-Flags: 0000
    Delivered-To: GMX delivery to ***@gmx.de
    Received: (qmail invoked by alias); 25 Sep 2009 09:53:38 -0000
    Received: from xpms1.xprofiler.ch (EHLO xpms1.xprofiler.ch) [195.190.140.34] by mx0.gmx.net (mx011) with SMTP; 25 Sep 2009 11:53:38 +0200
    Comments: MA01_MS1_0_90925115338450604
    X-Mailer: Schober mailer system
    User-Agent: Schober mailer system
    Message-Id:
    Mime-Version: 1.0
    Content-Type: multipart/alternative; boundary=“—-=_Part_1144139_9843231.1253854663408″
    List-Unsubscribe:
    X-Gmx-Antivirus: 0 (no virus found)
    X-Gmx-Uid: G6GFf3MheWU7DUBJVHVz/E45U3U4N89f

  12. Ich habe diese Mail auch bekommen, habe sie allerdings nicht geöffnet, da ich sie für nicht vertrauenswürdig hielt (aber im Papierkorb ist sie noch, falls sie jemand habe will)

  13. Ich weiß ja nicht, wie es anderen geht, aber ich fühle mich von so plumper Wahlwerbung eher abgeschreckt. Eine Partei, die mich auf diese Weise anzusprechen versucht, würde ich dann gleich mal ignorieren.

  14. Egal ob per E-Mail oder im Briefkasten, ich empfinde unverlangte Parteienwerbung als unglaublich anmaßend. Als ob man nicht schon genug auf allen Kanälen mit Politikerfloskeln bombardiert würde.

    Und sind das nicht dieselben Leute, die vor einem Monat noch gegen Ulla Schmidts Dienstwagen-„Skandal“ wetterten? Nicht alles, was ggf. legal ist, ist auch legitim.

  15. Auch gekriegt, in dreifacher Ausfuehrung. 2 sind im Spamfilter gelandet, eine nicht. Sehr nuetzlich, offenbar ernst gemeinte mails derart zu versenden, dass sie entweder vom Spamfilter erkannt werden oder fuer so unserioes gehalten werden, dass sie nich geoeffnet werden (wie von mir und einem anderen Kommentator)…

    ——– Original-Nachricht ——–
    Datum: Fri, 25 Sep 2009 10:41:04 +0200
    Von: FDP Partei-Information newsletter@b2cmail5.com
    An: xxx@gmx.de
    Betreff: Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    –snp–

    ******************************************************************
    Impressum und weitere Hinweise

    Diese Nachricht wurde an
    die E-Mailadresse XYZ@SCHOBER.DE verschickt.

    Der Absender ist:
    SuperComm Data Marketing GmbH
    Auguststr. 19 – 53229 Bonn
    Geschäftsführer: Sven Nobereit
    Amtsgericht Bonn HRB 12603

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    Hinweis: Die Firma SuperComm Data Marketing GmbH
    ist technischer Versender dieser E-Mail.
    Bei Fragen zu den beworbenen Produkten/Dienstleistungen
    wenden Sie sich bitte direkt an den jeweiligen Anbieter.

    ——————

    Das im Impressum angegebene ist auch nicht meine mailadresse, siehe obiger Kommentar.

    Ist es nicht vielleicht ueblich, seine engagierten Dienstleister auf Seriositaet zu ueberpruefen…?

  16. Ich wurde heute direkt 4mal zugespamt von der FDP!
    WITZIG ist, dass die FDP deshalb im FEB 08 schonmal verknackt wurde, damals hatten sie das in Hamburg so gemacht vor der Wahl. Also wenn sich hier ein abmahnwilliger Anwalt findet, ich stelle gerne meine Mails zur Verfügung!

    Auch nett, sobald ich auf den unsubscribe link klicke, erscheint die EMail-Addy von einer XYZ@SCHOBER.DE ….

  17. Ich habe diese E-Mail auch erhalten, 4 mal!

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich mich eventuell sogar bei diesem Dienstleister angemeldet haben könnte (über Dritte) aber mir die gleiche E-Mail mit falschen Aussagen gleich mehrmals hintereinander zu senden grenzt an Nötigung…

    Quote: „Deutschland braucht die besten Schulen und Hochschulen der Welt. Nur wenn wir bei der Bildung Spitze sind, schaffen wir Wohlstand für alle. Die beste Sozialpolitik ist eine gute Bildungspolitik.
    Bildung ist ein Bürgerrecht. Wir sind davon überzeugt: Deutschland kann es besser.“

    Aber die FDP will doch die Finanzmittel der Schulen kürzen… ;)

    Ich finde auch, ordentliche Parteien brauchen keine Spam-E-Mails, die können es besser!

    Grüße
    Sascha

  18. Tja obwohl die FDP ohnehin nicht auf meiner Wähleroption stand, wurde mir meine Entscheidung nochmal bestätigt – ich werde meine Angehörigen diesbezüglich aufklären – sind ja noch 2 Tage Zeit

  19. Ich habe heute auch Spam- Werbung von der FDP bekommen! Das brisante dabei ist: auf meine SPD- Adresse „@spd.de“. Als Jurist bin ich auch ausgerechnet für Fragen unerlaubter E-Mail-Werbung verantwortlich im Willy-Brandt-Haus. Ich habe Guido W. zurück geschrieben und mich für sein Interesse für die SPD bedankt (er will jetzt wohl doch mit uns koalieren…) und ihm ein Beitrittsformular zugesandt. Er wird in der Mitgliederdatei dann unter Wolfgang Westerwelle mit dem Zusatz -befristet- geführt…:-)

  20. Ach ja, Schober. Bei denen hatte ich mal vor Jahren so eine „Verbraucherumfrage“ ausgefüllt. Die Deklaration als Verbraucherumfrage ist so eine kleinkriminelle Masche von Schober, um Adressen zu sammeln. Bei den Kreuzchen hab ich nur Unsinn angeklickt, und außerdem eine *markierte* Adresse angegeben: Buchstaben-Suffix nach Hausnummer.
    Das Suffix-System verwende ich für alle Online-Bestellungen und Registrierungen, etc. Damit lässt sich immer schön rauskriegen, wer meine Daten weitergeben hat.

    Na jedenfalls kam vor ein paar Wochen eine Postkarte von der FDP, zur Landtagswahl. Wandern gehn mit Guido. Toll.
    Und das aufgedruckte Adress-Suffix verriet mir, daß die FDP die Adresse von SCHOBER eingekauft hatte. (Bzw. blablabla durch Schober hat versenden lassen.)

    Daß die FDP mit solchen Datenquellen kein Problem hat, ist kein Wunder. Was ich mich allerdings frage -> hätte ich diese Einladung per FDP-Postkarte auch bekommen, wenn ich bei der SCHOBER „Verbraucherumfrage“ damals nicht ausversehen ein Kreuzchen bei Doktortitel und 250000,- Jahreseinkommen gemacht hätte…?

  21. Ich habe ebenfalls diese Mail bekommen.
    Ich bin seit einiger Zeit im Newsletter-Verteiler der JuLis Hessen, da sich anscheinen mal jemand mit der falschen E-Mail Adresse (meiner) dort registriert hat. Dachte daher erst, das ich die Mail deswegen bekommen hab. Inhalt und Absender hat mich dann aber doch stutzig gemacht.
    Danke für die Aufklärung.

  22. Sie erhalten diese E-Mail, da Sie sich auf einem unserer Portale (www.netwerbung.de) oder durch uns gesponserten Projekte angemeldet haben. Die auf den Seiten jeweils hinterlegten AGB fanden Ihre Zustimmung.

    Ääääh, ganz im Ernst? Wer so dämlich ist und dem Empfang von Newslettern und den Verkauf seiner Adresse ganz offensichtlich zustimmt, der hat kein Recht sich über den Empfang solcher Wahl-Werbung zu beschweren. Das ist eigene Doofheit, so weh es dem selbst ernannten „Internet-Experten“ auch tun mag.

    Und jetzt dürft ihr Spürnasen gern wieder darauf rumhacken dass die Jungen Liberalen hier die Leute zum rumtrollen vorbei schicken wenn ihr die entsprechende Mitgliedschaft in einem meiner zahlreichen Online-Profile entdeckt.

    Es mag ja fragwürdig sein wenn es sich bei den Adressen um illegal erworbene handelt. Das kann aber dann ebenso jeder anderen Partei passieren, denn wie seriös die für den Newsletterversand beauftragten Unternehmen tatsächlich arbeiten, lässt sich aus eigener Erfahrung nicht unbedingt immer 100% im Voraus beantworten …

    Aber hauptsache man hat halt mal wieder was um der bösen neoliberalen Partei eins auswischen zu können :)

    1. @Manuel: Ich hab echt nichts gegen Newsletter-Verschickungen. Vor allem, wenn die Daten auf der eigenen Webseite gesammelt wurden und die Empfänger ihre Daten bereitwillig für die FDP und für den Empfang von Werbepost zur Verfügung gestellt haben. In diesem Fall sieht es aber anscheinend anders aus. Da ich kein Dementi von der FDP-Pressestelle auf meine Anfrage bekommen habe, gehe ich davon aus, dass die Story so stimmt, wie oben geschrieben.

  23. Hab meine Adresse aus dem Verteiler ausgetragen und danach noch sechsmal die gleiche Mail bekommen, und das sicherlich nicht laufzeitbedingt wie bei der Abmeldung vermerkt. Sehr enervierend. Der Werbeeffekt dieser Aktion erschließt sich mir genauso wenig wie der kryptischer Viagra UBE.

  24. @manuel: Das sehe ich ähnlich wie Markus. Der Newsletter-Versand wäre dann in Ordnung, wenn die FDP die Mailadressen selbst von den Empfängern bekommen und einem Versand ausdrücklich zugestimmt hätten. Alles andere ist nervige und nötigende Werbung die noch dazu kontraproduktiv ist. Wie an der Politik der FDP zu sehen ist, interessiert es diese aber offenbar nicht, dass Menschen selbst entscheiden möchten von wem sie Werbung bekommen wollen. Und das ist schlicht armselig.

  25. Berlin, 29.06.2009 (www.tagesspiegel.de):

    „Wer von politischer Werbung vor der Bundestagswahl verschont bleiben will, muss bis zum 24. Juli der Weitergabe seiner persönlichen Daten wiedersprechen. Nach Auskunft der Innenverwaltung wird die Meldebehörde vor den Bundestagswahlen Parteien und sonstigen Werbern Namen mit Adressen aus dem Melderegister zur Verfügung stellen. Der schriftliche Widerspruch gegen die Weitergabe mauss Name, Geburtsdatum sowie die aktuelle Adresse enthalten und unterschrieben sein. Er kann bei einem Bezirksamt (Meldestelle) oder beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (Zentrale Einwohnerangelegenheiten, Friedrichstr. 219 in 10958 Berlin) eingelegt werden. Alte Widersprüche gelten weiter.“

  26. @Kristina Heuschkel: Danke für den Link, der aber in diesem Fall keine Rolle spielt, oder? Beim Meldeamt gibt man in der Regel keine Mailadressen an. Und Kommentar 57 beschreibt, wo er seine Mailadresse hinterlassen hat.

  27. Die Mail Adressen stammen wohl von der Firma Schober: http://www.schober.de/site/index.php?id=1

    Bei der Software: (WOT /Web of Trust, gibt es dies übrigens auch als sehr nützliches Firefox Plug In), gilt der Anbieter Schober als stark negativ.
    http://www.mywot.com/de/scorecard/www.schober.de

    So eine Sauerei von der FDP an solche Internetadressen zu gelangen. Das gibt den Piraten und Grünen nur noch mehr Zulauf.
    Jetzt verstehe ich auch warum Dirk Niebel in den Nachrichten auch von den Millionen Adressen spricht, an die er FDP Mails schreiben wollte.

  28. Hab auch eine bekommen. War anfangs ziemlich überrascht, da ich mit dieser Adresse sehr vorsichtig umgehe und fast alles über andere Adressen laufen lasse. Für mich eine Schweinerei.

  29. Auch 1 Jahr nach den offiziellen Gelöbnissen vieler Politiker, endlich dem Datenmissbrauch im großen Stil einen Riegel vor zu schieben, ist nicht wirlich viel in dieser Hinsicht passiert. Die Lobbyisten des „Adresshandels“ haben sich da wohl bisher sehr erfolgreich durchgesetzt. Gleichzeitig bedient sich wohl, ganz offensichtlich, auch die Politik in manchen Fällen (wie Wahlen) dubioser Adressquellen ohne groß Fragen zu stellen. Da heiligt der Zweck die Mittel!?

  30. meine güte ich kann das nicht mehr hören.
    klar, alle adresshändler und email vermarkter sind nur darauf aus leute anzuschreiben und dann ärger zu haben *augenverdreh* leute habt ihr schon mal darüber nachgedacht wie sorglos IHR mit euren daten umgeht? ich habe seit mehr als fünf jahren die eine email adresse (die ich nicht in portalen und gewinnspielen angebe) und habe „oh welche überraschung“ noch nie spam darauf erhalten- nicht mal viagra!
    demnächst rennt ne nackte irre durch die stadt und verklagt dann alle die sie gesehen haben? weil selber denken ist ja echt viel arbeit..?! ehrlich leute, informiert doch lieber mal die leute wie sie spam vermeiden können, als auf pseudo hetzjagd zu gehen.. ich finde die aktion gut (und sehr viele meiner bekannten auch). so und nun auf und klag über euer leid was diese email euch bööööses getan hat und wie lange ihr noch alpträume haben werdet und überhaupt..seutz.. armes amerika..ach quark.. armes deutsches volk meinte ich natürlich :-)

  31. Meine Freundin hat die Mail auch bekommen und sich sehr gewundert. Sie wollte sie sofort löschen, ich hab sie aber vorher noch überflogen und kann bestätigen, was da oben zum Inhalt der Mail steht.

  32. @59 Markus,

    stimme Dir vollkommen zu, die Adressen von Schober sind erschlichen und damit zwar rechtens aber schwer unseriös, warum schmückt sich die FDP resp. FTP damit? Any promotion is good promotion? Da hatten Sie aber schlechte Marketingberater.

    Wir haben in die Agentur eine Guido-Postkarte (an alle Haushalte) heute bekommen UND 7 Spams mit ZWEI verschiedenen Inhalten.. und verschiedenen Absenderangaben/Betreffs ich liste mal.. (Der reale Absender ist natürlich auch überall das SuperComm Spaminperium)

    1. „Wir halten Wort“
    VON:
    FDP Partei-Information [newsletter@b2cmail13.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    2. „Wir halten Wort“
    VON:
    FDP – Partei-Information [newsletter@b2cmail18.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    3. „Wir halten Wort“
    VON:
    FDP Partei-Information [newsletter@b2cmail10.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    4. „Wir halten Wort“
    VON:
    FDP Partei-Information [newsletter@b2cmail7.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    5. „Starke Mitte f. Brandenburg“
    VON:
    FDP [fdp@news-lifestyle.de]
    BETR:
    Starke Mitte für Brandenburg

    6. „Wir halten Wort“
    VON:
    FDP Partei-Information [newsletter@b2cmail12.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    7. „Wir halten Wort“
    VON:
    FTP Partei-Information [newsletter@b2cmail12.com]
    BETR:
    Abschluss-E-Mail des Bundesvorsitzenden

    Ihr sehr Unterschiede im Detail, da ich die Daten in umkehrter Reihenfolge zum Empfang hier eingegeben habe, denke ich mal dass SuperComm nach dem Schreibfehler „FTP“ gleich noch eine mit „FDP“ nachschob..

  33. Das war eine gezielte Unterstellung gegenüber die FDP und alle fallen darauf herein – kritische Leser bei netzpolitik.org? Fehlanzeige!

    Der FDP ist nun meine Stimme sicher!

  34. Was soll der Zirkus -. wenn Guido nicht will, gibt’s halt eine rot/grüne Minderheits-Regierung ohne ihn. Er kann dann bei Abstimmungen im Plenum immer ja sagen, wenn links außen nein sagt, oder aber zusammen mit links außen abstimmen.
    Jetzt muss er so blöd agieren, nach seiner Absage an Frank-Walter.

    Guido hat den Ypsilanti-Fehler ein zweites Mal gemacht, und jetzt wird er dafuer 4 Janre lang als seine eigene Marionette tanzen muessen.

  35. @66 Interessent,
    Mal das konkrete Beispiel für die markierte Anschrift:

    Blumenstraße 21sci (in Schober-DB)
    oder auch:
    Blumenstraße 21pp (bei Paypal)
    Blumenstraße 21b (bei meiner Bank!! lol)
    Blumenstraße 21kn (Krankenkasse)

    Ja, ich habe da ernsthaft drei Buchstaben angefügt. Bisher hats kein Adresssammler gemerkt oder moniert. Die Postboten sind schlau genug, so ein Suffix zu ignorieren. Briefe und Pakete kommen also in jedem Fall an; wenn auch mit etwas Verwunderung.
    Ich nehm also schlicht für jede Bestellung eine Abkürzung. Normalerweise reichen zwei Buchstaben. Und man kann das auch in fast jedem Formular angeben.

    Will man besonders sneaky sein, geht auch eine falsche PLZ. Statt 99099 z.B. 99052. Auch das wird trotzdem i.a.R. korrekt zugestellt (wenn auch evtl. mit Verzögerung). Allerdings muss man sich spätestens dafür Listen erstellen, wem man welchen Adressmarker untergeschoben hat.
    Bei den Hausnummer-Suffixen kann man sichs ansonsten merken.

    Die Methode funktioniert also ähnlich wie die ich+MARKER@gmail.com Mailadressen.

  36. Die Partei, die für Privatisierung und Kommerzialisierung ist und vorgibt, für Bürgerrechte und Datenschutz zu sein, engagiert einen externen privaten Dienstleiter, der die Gesetzesrahmen vollständig auszunutzen weiß. Passt doch wie die Faust auf’s Auge. =)

  37. Ich habe auch 5 Spammails bekommen. Einmal auch die lustige von der „FTP“.

    Spätestens jetzt bestätigt sich mein Verdacht gegenüber Westerwelle und Co. Moderne Demagogie!

    Nach Projekt 18 versuchen sie weiterhin einfach mit konsequentem Marketing an die Wählerstimmen bzw. Macht zu kommen.

    In Talkshows sind mir schon die aalglatten, antrainierten Rhetorik-Auftritte der FDP-Repräsentanten aufgefallen, die mich eher an Homeshopping erinnert haben.

    Ich halte Westerweslle für gefährlich!

  38. Bei mir kamen (in meiner Fake-Mailbox für Gewinnspielteilnahmen, Newsletter etc.) gleich 5 Stück davon an. Darunter auch die „FTP“-Variante.

    Was vielleicht ganz interessant ist: die „SuperComm Data Marketing GmbH“ steht in enger Verbindung zum „Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG“ des Verlegers Norman Rentop (http://de.wikipedia.org/wiki/Norman_Rentrop). Vielleicht weiß einer der Kommentatoren etwas mehr über diese Verbindung?

    1. @Andreas: Die „Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG“ war sehr aktiv im Rahmen der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes darum bemüht, Lobbying gegen eine Stärkung von Verbraucherrechten zu betreiben. In der FDP hatte man einen starken Verbündeten.

  39. FDP-Berlin Brandenburg spammt auch per SMS:

    Hallo alle,

    gerade auf dem Handy meiner Freundin eingegangen die nie Kontakt zur FDP hatte noch ihnen jemals Adressdaten oder Telefonnummer gegeben hätte:

    „Damit sich Ihre Arbeit wieder lohnt: Am Sonntag FDP wählen. Brandenburg braucht neuen Schwung. Zweitstimme FDP. Bitte weitersenden.“

    Aus den Mitteilungsdetails:

    Nummer der Mitteilungszentrale +447785016005
    Typ: Persönlich
    Absender: (Kein Name) FDP_BB

    Laut Vodafone ist es die Nummer für das Message Center.

    Laut whocallsme.com haben schon Andere in verschiedenen Ländern unerwünschte Nachrichten von dieser Nummer erhalten.

    Hervorzuheben ist
    1.) meine Freundin ist gerade in Berlin zu Besuch und sie ist nicht hier gemeldet noch wohnt sie in Berlin-Brandenburg. Das lässt den Verdacht der Handyortung aufkommen. Da ich leider davon nicht soviel Ahnung habe, ist es eben nur ein Verdacht.
    2.) Sie hat keine Vertrag bei Vodafone oder einem verbunden Unternehmen, sondern bei der Konkurrenz.

    Scheint also ein der Millionen SMS an eine weitere „kluge Wähler“-in zu sein auf die Herr Niebel so stolz ist, dummerweise für ihn ist sie ungewollt.

  40. hab ebenfalls eine spam email bekommen und ebend auch noch eine spam-sms

    Zitat

    Wählen Sie klare Verhältnisse und eine stabile Regierung, die Probleme löst.
    Entscheidend ist Ihre Zweitstimme für die FDP.
    Ihr Wolfgang Kubicki

    Absender: FDP_SH

    komme auch aus der Region Berlin Brandenburg(nördlich von Berlin)

  41. Hab heute eine SMS von der FDP erhalten. Der Text lautet:

    Morgen FDP wählen, damit sich Arbeit wieder lohnt. Für klare Verhältnisse. Zweitstimme FDP. Bitte weitersenden.

    Absender: FDP (ohne Nummer)

    Das finde ich ein starkes Stück. Meine Handy Nummer habe ich seit über zehn Jahren und hab bisher noch nie SPAM Werbemails erhalten.

  42. Naja es ist unangenehm für den Empfänger der Mail
    aber er hat auch selbst Schuld.
    Lest euch doch die AGBs durch bevor ihr sie bestätigt.
    Egal wo ihr euch anmeldet, ob das bei Partnerbörsen, Communities oder anderen kostenlosen und kostenpflichtigen Dienstleistungen im Web, ist.
    Lest sie durch wenns euch nicht passt dann akzeptiert sie nicht und nehmt die Dienstleistung nicht in Kauf

  43. Ich habe jetzt mal T-Mobile angefragt woher die SMS kommt, sie sind ja dank des Bundesgerichtshofs Karlsruhe (AZ I ZR 191/04) zur Herausgabe des Absenders verplichtet – und dann sehen wir mal weiter. Soll ja schon Unterlassungserklärungen im letzten Wahlkrampf gegen e-cards gegeben haben.

  44. Ich habe vorhin auch ne Spam-Wahlwerbe-SMS von der FDP bekommen:
    „Morgen FDP wählen, damit sich Ihre Arbeit wieder lohnt. Für klare Verhältnisse. Zweitstimme FDP. Bitte weitersenden.“
    Kam über den SMS-Dienst „sms.de“…

  45. Ich habe heute für die Wahlen ebenfalls so eine SMS erhalten, über den Anbieter SMS.de wurde jene verschickt.

    Ich habe mich schon sehr gewundert, da meine Telefonnummer eigentlich nicht öffentlich ist und ich somit mal nachforschen muss, woher diese denn dann wohl stammt.

    Auf jeden Fall ein Unding, via Spam auf stimmenfang zu gehen….nächstes mal werden dann Viren programmiert, die einem groß ein FDP oder CDU Banner auf den Desktop hängen, oder wie?

  46. ich bin vodafone-kundin und habe die folgende sms am 26.09.2009 um 13:52:15 Uhr bekommen.

    Wählen Sie Wolgang Kubicki und damit klare Verhältnisse und eine stabile Regierung, die Probleme löst. Entscheident ist Ihre Zweitstimme für die FDP!

  47. hab selber sowohl die zwei mails bekommen als auch eine sms vom anbieter sms.de (den ich zum kostenlosen versenden von sms nutze)
    sie hatte einen ähnlichn inhalt wie die von dem twitterer genannte, allerdings kam sie schon gegen 16.30h gestern

  48. Datenschutz ist immer eine Frage der eigenen Initiative. Sich irgendwo zu registrieren und die AGB ohne zu lesen akzeptieren oder bei kostenlosen Diensten seine Daten anzugeben (SMS-Versand) fällt definitiv unter die Kategorie „persönliches Pech“.

    Ich kann daher in diesem Fall keine schwere Schuld bei der FDP sehen (von der mehr als einmaligen Versendung an dieselbe Adresse mal abgesehen – das ist unnötig).

  49. Habe auch die SMS bekommen und bei sms.de eine Anfrage gestellt. Jetzt wirds erst witzig:

    „Sehr geehrter Herr …,

    Ihr Auskunftersuchen richten Sie bitte schriftlich an

    [netzquadrat] GmbH
    Gladbacher Str. 74
    D-40219 Düsseldorf

    Beachten Sie, das wir für die Bearbeitung dieser Anfrage eine Gebühr
    in Höhe von 35€ erheben, die sie ggf. vom Unterlassungspflichtigen
    zurück fordern können.

    mit freundlichen Grüßen,“

    *kopfschüttel*

    Michi

  50. Ich habe ganze 6!! Mails von der FDP bekommen.Mal! 5 Mal unter dem Betreff/Absender \FDP Partei-Information\ und einmal unter \Guido Westerwelle\. Das lässt mich darauf schließen, dass die FDP meine Daten wohl ganze 6 Mal gekauft hat. Wie kann es sein, wenn Datenkauf verboten ist und bestraft wird, dass die FDP dies legalerweise tut?? Vor allen Dingen habe ich ansonsten von keiner Partei eine E-Mail bekommen, auch nicht von unbekannten, wie die Piraten Partei, wobei man dies noch verstehen könnte, weil sie nirgends richtig im Fernsehen ausgestrahlt worden ist.

    Habe vor Kurzem der Anne Will Zuschauerredaktion eine Mail dazu geschrieben. Finde, dass Deutschland wissen soll, wen es gewählt hat.

    Die Antwort war:

    \ Sehr geehrte Frau ******,

    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Wir haben Ihren sehr interessanten
    Hinweis zur FDP umgehend an die Redaktion weitergeleitet und bedanken
    uns ganz herzlich für Ihr Engagement.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre ANNE*WILL*-Zuschauerredaktion\

    Keine Ahnung, ob das eine Standartantwort ist, naja wenigstens hat man versucht etwas zu machen…

    lg

  51. @Lisa: Die FDP „kauft“ keine Daten – zumal das bei E-Mail-Adressen nicht möglich ist. Die Versendung der Mailings in der heißen Wahlkampfphase vor dem 27. September 2009 war rechtlich einwandfrei und erfolgte über externe Dienstleister, die die rechtlichen Bedingungen für E-Mail-Werbung zu 100% kennen und berücksichtigen.

  52. Sieht so aus, als hätte sich das das letzte Mal gelohnt und mal wollte das wiederholen: Gerade bekam ich eine FDP Wahlspamnachricht über den „Werbekanal“ von GMX (mailing@gmx-gmbh.de)…

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