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Facebook: Protest gegen die Tethering-Pläne von T-Mobile (Update)

Zugegeben, bis gestern war da noch ein gewisse Schadenfreude. Natürlich fand ich es absurd, dass iPhone-Nutzer mit aktuellen T-Mobile-Verträgen 20 Euro zusätzlich im Monat zahlen sollten, um ihr Telefon auch als Modem nutzen zu können (Nein, bei T-Mobile ist sowas auch für Flatratekunden nicht selbstverständlich. Zumindest nicht für iPhone-Kunden. Mit denen kann man es ja machen. Kann man?).

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Auf der anderen Seite war ich ja nicht betroffen. Als Kunde mit „Complete-Vertrag“ der ersten Generation durfte ich schließlich hoffen, demnächst kostenlos in Genuss der „Tethering“-Option zu kommen, die Apple mit iPhone OS 3.0 endlich eingeführt hatte.* Nur Geduld möge ich bitte noch etwas haben, hieß es noch Ende August.

Pustekuchen! Inzwischen plant T-Mobile, dass Kunden mit Verträgen der ersten Generation überhaupt kein Tethering nutzen können:

Die Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland „hat sich entschieden, die Option Modem Nutzung ausschließlich für Kunden der aktuell vermarkteten Complete-Tarife anzubieten“. Dies erklärte ein Telekom-Sprecher gegenüber fscklog.com auf Nachfrage.

Schönen Dank auch! Das ganze Trauerspiel hat Leo im fscklog fachgerecht dokumentiert.

War’s das? Schaun‘ mer mal. Im Laufe des Tages dürfte die Geschichte wohl bei Heise Online und den üblichen Verdächtigen landen. Bei Facebook formiert sich derweil eine Protestgruppe gegen die Pläne von T-Mobile. Auch Apple-Nutzer lassen sich nicht endlos melken:

Hallo T-Mobile, liebe Telekom: es reicht!!!

T-Mobile ist nie für übermäßig guten Service oder günstige Preise bekannt gewesen. Aber wer ein iPhone ohne größere technische Probleme und mit voller Funktionalität haben will, hat halt keine Wahl. Der muss sich die überteuerten Angebote der Telekom schön reden und lernen damit zu leben. Eine ganze Weile ging das auch irgendwie. Zwar wurden die Verträge nach und nach immer kundenunfreundlicher, aber was soll’s. Die depperten Apple-Kunden lassen ja alles mit sich machen. Nur irgendwann ist mal gut. […]

*Ja, ich weiß, dass Apple böse ist und andere Telefone sowas können. Macht nichts. Ich mag das Ding.

Update, 14:15 Uhr: Difool verweist in den Kommentaren auf einen Musterbrief an T-Mobile im Lawblog. Udo Vetter berichtet via Twitter, dass er auf jeden Fall berichten wird, wie sich die Sache mit T-Mobile entwickelt.

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49 Kommentare
  1. Ich bin mal gespannt was passiert wenn die großen IT Seiten davon berichten. Könnte mir durchaus vorstellen, dass auch Spiegel und co das Thema auch noch aufschnappen.
    Ob der Druck wohl groß genug werden wird um T-Mobile zum umdenken zu bringen?

  2. Das war wirklich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

    Die zwei Verträge, die ich geschäftlich laufen habe, werden diese Woche noch gekündigt.

    So schnell vergrault man halt Kunden, die vor weniger als zwei Jahren wegen des iPhones zu T-Mobile gewechselt sind.

  3. Ich wusste schon, warum ich mich – trotz grosser Affinität zu Apfel – nicht für den Rosa-Teufel entschieden habe.

    Das soll keine Schadenfreude sein, aber ich hab’s geahnt…

  4. Richtig so, irgend so Lifestyle Fanartikel Anhängern sollte man ruhig das Geld aus der Tasche ziehen. Wenn ich mir irgend nen lächerlichen Sportwagen kaufe und dann rumheule wenn das Benzin immer teuerer wird, ist das genauso lächerlich.

  5. Als Kunde der ersten Generation hast du die Möglichkeit, eine 2. SIM Karte zu bekommen. Diese dann in einen UTMS-Stick und du kannst die „Flat“-rate für den Laptop nutzen. Bluetooth etc. ist nicht mehr nötig. Funktioniert mit dem ALDI-Stick einwandfrei.

  6. Vom ersten Tag an wollte ich ein iPhone haben- ich habe es bis heute nicht, denn Preis und Leistung stehen einfach in keinem Verhältnis. Ein ordnungsgemäß bei der Telekom erworbenes Gerät mit 24-Monatsvertrag kostet aktuell im günstigsten Fall (3G 8MB) unterm Strich rund 800 Euro plus Telefongebühren in den zwei Jahren (29 Cent die Minute) oder rund 2900 Euro Festpreis inklusiver aller Telefongebühren. Das ist schlicht grotesk. Angesichts dieses Preises ist das Gerät viel zu erfolgreich.

    1. @Anno Nym

      es geht hier aber nicht drum, dass die FW 3.1 das tethering unterbindet (was ja offiziell sowieso nicht unterstütz wurde, sondern nur durch ein bisschen „hacken“), sondern dass die telekom ihre ursprünglich gemachte zusage, tethering für complete 1. generation kunden zu erlauben, zurückgezogen hat.
      Das war vor einer woche noch nicht bekannt.

  7. Also den Erfolg solcher Gruppen und Petitionen kennen wir ja alle. Da werden dann am ende 2000 oder meinetwegen 10000 leute drin sein, von denen ein nur bruchteil auch wirklichen ein iPhone mit t-mobile vertrag haben.
    Mit #WTF spricht man ja jetzt eher nicht so den otto-normal-verbraucher an.
    Vertrag kündigen hilft da sicher schon eher, wobei die meisten dann in einem Jahr schauen werden, wie sie dann auf ein 3GS² upgraden können. Und dann stellt man fest, dass jailbreaken oder nach italien fahren auch keine so tolle alternativen sind, und dann doch bei magenta bleibt.

    Man sollte auch nie vergessen, dass Apple ja nicht gezwungen war, das iPhone exklusiv zu verkaufen. Sie kassieren fleissig mit, und dafür verbieten sie eben das, was den anbietern nicht passt (tethering, VoIP, etc.).
    Nur das ist eben schwer einzusehen für die fanboys, dass Apple hier genauso Schuld an der Situation ist.

    Ein iPhone 3GS T-Mobile Kunde.

  8. Schade!
    Bei aller Hähme hat das IPhone schon was, was andere nicht haben, Akzeptanz.

    Wir werden in kürze eine Firma gründen, bei der Firmen ein Internet Handy brauchen, wir werden nicht wie geplant T-Mobile und das IPhone empfehlen, schade aber selber schuld!

    T-Mobile ist im Ausland (Österreich) doch auch freundlicher und günstiger, warum nicht in Deutschland?

  9. Ich kann das Theater überhaupt nicht nachvollziehen. Wer sich ein Eifon anschafft, hat offensichtlich nichts dagegen, dass ganze Bewegungsprofile (im wahrsten Sinne des Wortes) von ihm aufgezeichnet werden. Mit solchen Leuten habe ich auch kein Mitleid, wenn sie auf Marketing-Aktionen reinfallen.
    Außerdem: Wozu braucht ein Normal-DAU eine Modemfunktion beim Eifon? Ein Geschäftskunde, der schon eher eine Modemfunktion braucht, holt doch eh lieber ein Mobilfunkendgerät, welches von vornherein eine Modemfunktion integriert hat.

  10. Beschwert euch nicht. Wer ein IPhone kauft sagt auch automatisch „Ja“ zu der ganzen Bevormundung.

    Nicht die böse T-Online, oder Apple ist das Übel, sondern ihr Käufer. Ihr sagt „Ja“!

  11. Ja der Andreas sagt schon das richtige,..irgendwie sind wir alle von diesen Teufeln abhängig.
    Sei es aus ästhetischen Gründen( Eierfon ),
    oder nur aufgrund der Marktdominanz von Windoofs.
    Apple ist genauso schrottig wie MS immer war, nur hatten die bisher immer eine bessere Verpackung(Hülle…?), welche aber zu bröckeln scheint….
    Ich kotze auf die AppleUser, welche sich als Verfechter der Infofreiheit und NextGen InternetHerrscher ausgeben, deren Prozessor und Mainboard ist unterlegen, nachweislich mit billigeren Komponenten gebaut, nur in eine „Designer“-Hülle gesteckt, ergibt das alles Sinn?
    Und zwar besserverdienenede ums Ohr zu zu hauen für ein Gefühl des „Besserfühlens“,weil die Community ja so mitfühlend ist, und bei allem jubelt und klatscht was man ihr vorwirft…???
    Idiotie!!
    Pure Bliss, our day will come…

  12. Vielleicht sollte man mal eine Telekom Hauptversammlung besuchen. Dort hat man die Möglichkeit in Form eines Redebeitrags den Vorstand auf sein kundenunfreundliches und Image schädigendes Verhalten anzusprechen.

    Außerdem könnte man einen Antrag stellen, die HV möge beschließen, sich gegen Netzdiskriminierung auszusprechen. ;)

  13. Bei dem ganzen Hass auf Apple werd ich immer das Gefühl nicht los, dass auch immer ein bisschen Neid mitschwingt. Neid auf schöne Hardware und schöne Software. Neid darauf, dass Apple in allem, was sie machen, die Referenz darstellt. Seien es Desktop-Rechner, Laptops, mp3-Player, Telefone, sogar Verpackung und Werbespots sind konkurrenzlos gut. Sonst würde nicht die ganze IT-Branche dieser einen Firma hinterherrennen.
    Die Leute, die auf Apple schimpfen, haben sich meist noch nie auf eins ihrer Produkte eingelassen. Wer noch nie ein iPhone in der Hand hatte oder an OSX gearbeitet hat, der versteht eben nicht, dass es wichtigere Sachen gibt als Prozessorspeed oder RAM-Ausstattung. Apple-Produkte machen Spaß, sie sind hochwertig und bis ins letzte Detail durchdesigned. Man benutzt sie einfach gerne. Ich mag Linux echt gerne, war selbst vier Jahre Linux-only, aber auf das Gebastel hätte ich heute keinen Bock mehr. Irgendwann muss man mit dem Rechner auch mal arbeiten können statt immer nur am System zu schrauben. Durch Ubuntu und Co. ist das schon viel besser geworden, aber OSX kann man nicht das Wasser reichen. Von Windows wollen wir mal gar nicht reden. Und von den ganzen anderen Hardwareherstellern auch nicht. Danke, eure Laptops mit tausend blinkenden Lampen, klappernder Tastatur und Brick-Netzteilen könnt ihr behalten.

    Ich hab seit ein paar Wochen ein iPhone mit Complete 120 Vertrag und bin restlos begeistert. 120 Inklusivminuten und 40 Frei-SMS reichen mir aus und dass ich für ein iPhone etwas mehr bezahle als wenn ich ein HTC-Teil nehme, ist ja wohl klar. Ich wäre auch gerne bei e+ geblieben und hätte lieber nichts mit der Telekom zu tun, aber auf 2 Jahre gesehen sind 1000 Euro für ein iPhone + moderate Telefonnutzung auch irgendwo angemessen. Ich fühl mich jedenfalls nicht übermäßig über den Tisch gezogen. Nur ein bisschen. :D

  14. > Neid auf schöne Hardware und schöne Software.

    „Beauty lies in the eye of the beholder.“

    > Neid darauf, dass Apple in allem, was sie
    > machen, die Referenz darstellt.

    *hust*

    > Seien es Desktop-Rechner, Laptops,
    > mp3-Player, Telefone, sogar Verpackung und
    > Werbespots sind konkurrenzlos gut. Sonst
    > würde nicht die ganze IT-Branche dieser
    > einen Firma hinterherrennen.

    Den Spruch mit den 100 Millionen Fliegen kennst Du besimmt ;-)

  15. Moment, Deine ursprüngliche Schadenfreude bezog sich auf Kunden, die ihren T-Mobile Vertrag zufällig erst nach Dir abgeschlossen hatten?

    Tut mir leid, aber Schadenfreude gebührt in Wahrheit Euch allen zusammen, die diese Tarife mit ihrem Zuschlag würdigen und damit jeglichen echten Fortschritt im mobilen Netz ebenso behindern wie der SMS-Boom.

    Schadenfreude gebührt ebenfalls allen, die das iPhone vergöttern, obwohl es Nutzer und Entwickler gängelt wie ein Feudalherr. Viel Spaß mit Version 3.1, jetzt mit extra-Tethering-Sperre.

    Mein 0815-Handy hatte schon vor x Jahren UMTS-Tethering via Bluetooth & USB, Multitasking, Copy & Paste, komplett offenes Dateisystem als USB-Drive und kein DRM bei Musik/Filmen/Apps.
    Wie kann man im Jahr 2009 tausende Euros für ein Gerät und einen Vertrag ausgeben, wenn in all diesen Punkten Rückschritte gemacht wurden?

    Belohnt lieber wirklichen Fortschritt und vernünftige Angebote (imo O2 & Android/Maemo), dann lernen auch T-Mobile/Vodafone & Apple irgendwann, dass es so nicht geht.

  16. Kaum taucht in irgendeinem Blog das Wort Apple auf, da öffnen sich die Gullis und die selbsternannten Apologeten des freien Netzes und Hardware geben ihre schlichte Weltanschauung zum besten. Da gibt es einen undurchdringlichen Meinungssumpf aus Neid, Selbstüberschätzung, Überheblichkeit gepaart mit einem Haufen Dämlichkeit. Einfach herrlich anzuschauen!!

    Nun zum Thema: Hier geht es nicht um Apple und T-Mobile. Das Wesentliche wird wie üblich nicht gesehen. Hier geht es um den grundsätzlichen Umgang mit den Kunden und dessen eigentliche Marktmacht. T-Mobile ist hier nicht alleine, erst diese Woche hat 1&1 seine Kunden dazu genötigt in neue Verträge umzusteigen und mit Ausfall der DSL-Leitungen für bis zu 10 Tagen gedroht, wenn man im alten Vertrag bleibt. Schaut euch doch mal alle eure Verträge mit euren Energieversorgern an. Die haben sich in den letzten Jahren immer einseitig zu Lasten des Kunden geändert. Unabhängig von den Preiserhöhungen wurden immer wieder etwas neu gebundelt, hier weggelassen, da hinzugefügt und nie zum Vorteil des Kunden. Anstatt sich dagegen zu wehren heult der deutsche Michel und zahlt treu doof weiter.
    Ich sehe in der Vorgehensweise von T-Mobile eher eine Chance für die Kunden sich hier massiv zu wehren und dementsprechend etwas zu bewegen, gegen diese Unkultur in Deutschland.

    Wie sagte schon früher ein japanischer Ökonom: In Deutschland gibt es keine Verkäufer, sondern nur Warenbewacher!

  17. @oxi: Ja, ich weiß. Ich möchte aber gerade keinen USB-Stick zusätzlich, der einen USB-Slot belegt und iirc 59 Euro kostet. Immerhin habe ich ja ein Telefon, das technisch genau das gleiche leistet.

    @textkoch: Ob das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt, muss natürlich jeder für sich selber entscheiden. Ich hab’s für mich durchgerechnet und kam beim mittleren Vertrag auf ein – für mich – akzepatbles Verhältnis. Ich hatte bisher auch nicht das Bedürfnis auf einen Jailbreak, um einen der sagenhaften Tarife nutzen zu können, die es irgendwo in Absurdistan geben soll. Lohnt sich bei mir einfach nicht (Und wenn ich sehe, was $Kollege für einen Stress mit seinem umgefrickelten iPhone hat, …).

    @m4lvin: Ich kann deinen Frust ja nachvollziehen, aber: Gerade Openmoko ist für das Paradebeispiel für ein wirklich komplett verk*cktes OpenSource-Projekt. Die Idee war total supigut und ideologisch unterstützenswert, der Rest dann bekanntermaßen ein Desaster.

    Ich habe mir das wirklich lange angesehen, war auch immer mal wieder kurz davor erst ein Neo 1973 und ein später Freerunner bestellen. Als Endkunde möchte ich aber nunmal ein funktionierendes Telefon und kein halbgares Projekt für einsame Bastelabende.

    @7eco: Du hast die subtile Ironie übersehen. Ja, natürlich habe ich mich gefreut Tethering kostenlos nutzen zu können. Hämische Gedanken muss man mir da aber nicht unterstellen.

    Und nü, bzgl. Android: Ich brauchte >2 Jahren ein Telefon. Android, bzw. auf Android basierende Endgeräte, waren damals noch schillernde Seifenblasen, die in den Köpfen talibanesker (Ha, wollte ich immer schonmal schreiben) OSS-Ideologen herumschwirrten (Und Mit Verlaub, so mancher Android-Fanboy ist der Welt weiter entrückt, als es uns Apple-Usern möglich ist ,). Das iPhone war ein reales Produkt in zweiter Generation.

    Als Google und T-Mobile letztes Jahr schließlich das G1 präsentierten (Ich dachte bereits, es würde wie bei Duke Nukem laufen), musste ich dann lächeln (Wie gesagt, ich Endkunde, kein Mobilfunkforscher). Noch mehr Restriktionen/Kontrollverlust und imo ein Gerät, was technisch zwei Generationen hinten dem iPhone hinterherhinkt.

    Aber ok, sobald es da was interessantes gibt, schaue ich es mir sicher an. Bis es soweit ist, habe ich wohl 3 Jahre ein tatsächlich innovatives Telefon nutzen dürfen.

    Wie kann man im Jahr 2009 tausende Euros für ein Gerät und einen Vertrag ausgeben, wenn in all diesen Punkten Rückschritte gemacht wurden?

    Ich habe meinen Vertrag 2007 unterschrieben. Grundsätzlich wäre die Antwort heute wohl dieselbe: Man schaut, was man tatsächlich benötigt. Ich brauche z.B. kein Schweizer Tassenmesser mit Funkanbindung, mir reicht das iPhone mit all seinen angeblich schrecklichen Einschränkungen (selbst Cut’n’Paste habe ich im ersten Jahr vielleicht 2x vermisst …) tatsächlich aus. Das, was iPhone kann, kann es nämlich wirklich gut. Und ja, es ist angenehmer zu nutzen, als die meisten anderen Mobil- und Smarttelefone, die ich vorher hatte.

    @Phil: Stimmt, bei o2 gibt es überhaupt keinen regulär nutzbaren iPhone-Tarif (Und ja, „visual voicemail“ ist schick ,).

  18. Ja, ich weiß, dass Apple böse ist und andere Telefone sowas können. Macht nichts. Ich mag das Ding.

    Ohne unnötig draufhauen zu wollen: Wo ist denn der Punkt, an dem Leute wie du sich offeneren Systemen zuwenden ? Oder ist es dir schlicht egal, ob du die Kontrolle über deine Hardware hast ? Auf meinem Fon läuft Linux in Form eines Custom-Android-Images und Tethering ist keine Sache des Providers und das ist auch gut so !

  19. So toll das IPhone und andere Apple Produkte auch sein mögen, ich finde es unethisch sie zu kaufen, weil man damit der Ausbeutung, Entmachtung und Entmündigung der Kunden Vorschub leistet.

    Auch wenn Gänseleberpastete (angeblich) gut schmeckt, würde ich sie nicht kaufen, weil die armen Dinger grausam zwangsgefüttert und überfettet werden. Analog ist Apple keine Option solange es die Allmachtsschiene fährt und die Applefans als (hippe) Mastgänse hält.

    Murren und Meckern ist Apple völlig egal, solange weiter gekauft wird.

    Nebenbei ist es an der Zeit mal Wettbewerbsrechtlich gegen die Bindung von Handymodellen an Netzprovider vorzugehen.

  20. @ehrlemann: Egal? Nein. Auf der anderen Seite habe ich aber auch keine Kontrolle über die Hardware meines Autos. Oder über die Hardware meines Kühlschranks oder meiner Kaffeemaschine.

    Muss ich das? Reicht es nicht, wenn ich ein Telefon einfach nur benutzen will? Für mich ist das iPhone erstmal ein netter & nützlicher Gebrauchsgegenstand, aber kein Hobby.

    Zugeben, bei einem Kleincomputer und Kommunikationswerkzeug ist die Frage nicht ganz so trivial zu beantworten. Gleichwohl finde ich die ideologisch Überhöhung der Diskussion ein wenig absurd. Was bringt mir ein Root-Zugriff auf mein Handy denn tatsächlich? Wie groß sind die „Gefahren“, wenn ich ihn nicht habe (Bewegungsprofile könnte man Provider ja ohnehin sammeln.)?

    Daher kurz: Ja, ist mir wohl tatsächlich egal. Für die Fälle, wo es mir nicht egal ist, habe ich Alternativen.

  21. @Phil: Vorsicht! Wenn Du Tethering bei O2 nutzt dann mach bloß nicht den Fehler auf 3.1 upzudaten, sonst guckst Du am Ende genauso aus der Wäsche wie IceSheep hier:

    Antwort von einem O2-Mitarbeiter:
    „Apple hat der seit gestern verfügbaren Software-Version 3.1 eine Sperre für Tethering verpasst, damit die Modem-Funktion nur mit der speziellen Tethering-Zusatzoption von T-Mobile genutzt werden kann. Ob und wann wir eine Lösung für O2-Kunden anbieten können, steht leider in den Sternen. Aktuell kann den Kunden nur dringend von einem Update auf 3.1 abgeraten werden, wenn ihnen die Tethering-Funktion wichtig ist. (Ein Downgrade zurück auf 3.0 ist nur mit großem Aufwand und offiziell gar nicht möglich.)“

    (Quelle: IceSheep’s Blog)

    @Jörg: Das mit den Android-Fanboys wage ich mal zu bezweifeln. Ich hab zum Beispiel noch nie gesehen dass jemand angegriffen wurde weil er sich bei Android über Bugs / fehlende Funktionen beschwert hat (wie z.B. den immernoch mangelhaften Bluetooth-Stack).
    Bei Apple kommt nach meiner Beobachtung *immer* sofort einer an, der jede mögliche Schuld von Apple abwälzt und kampfeslustig in den Flamewar zieht.
    Ihr könnt ja gerne mal einen Wettbewerb starten, wer die meisten / krassesten Fanboy-Beiträge verlinken kann.
    (Ich selbst habe übrigens im Moment noch weder iPhone noch Android und in meinem Freundeskreis steht’s 50:50.)

  22. @7eco: Das ist doch genau der Punkt. Ich finde es schlicht albern, einen Gebrauchsgegenstand zu ideologisieren und ernsthaft zu diskutieren, welche Firma die besseren User hat.

    Sektierer gibt – und gab es es immer schon – auf beiden Seiten. Hardcore-Evangelisten auch, sowohl unter Mac-Usern, wie im OSS-Lager.

    Neu sind vielleicht die Kids, für die Apple mit dem iPod/den Plastebooks und später mit dem iPhone erstmals bezahlbar wurde. Oder eben zum Statussymbol.

    Die gibt es auf der anderen Seite allerdings auch. Nerdspielzeug war auch ohne Apple-Logo immer schon etwas teurer, ebenso kann man sich als OSS-Superchecker auch wunderbar von den „Windaus“ und „Internet-Ausdruckern“ abgrenzen.

    Aber das ist doch bitte keine Niveau, auf dem wir hier diskutieren müssen, oder?

    1. Hardcore-Evangelisten ? Ich bin Pragmatiker und will einfach eine Lösung, die mich im Erstfall nicht der Gnade (ha-ha) eines gesichtslosen Konzerns aussetzt und zwar auch nicht in 3 Jahren. Ich verstehe sehr gut, dass es Leuten nach Abwägung der Optionen egal sein kann, wie viel Kontrolle sie haben … aber wenn die gleichen Leute dann meckern, weil ihnen ebenjene Kontrolle im Einzelfall fehlt, zeigt das nur mangelnde Konsequenz.

  23. Auch das mit dem Auto ist für dich als Kunde schädlich, da proprietäre Systeme nur vom Mechaniker entsprechender mit den Marken kooperierenden Autohäuser diagnostiziert werden können. Slashdot thematisiert das übrigens gerade.

    Freier Zugriff muss übrigens kein Hobby sein: Es reicht, dass irgend jemand — unabhängig vom Hersteller das Problem fixen kann. Glaubst du, ich habe das Android-Image selbst erstellt ? So aber bist du abhängig vom Hersteller, hast also das entsprechende Gerät de facto nur gemietet.

    Was root-Rechte bringen ? Ich hätte da eine ganze Liste, letztendlich läuft es aber auf „Man kann einschränkungslos Software installieren.“ hinaus. Und die macht dann Tethering, liest PDFs oder was auch immer du willst, wie bei allen anderen Computern auch.

    Was noch passieren kann, wenn man nicht die volle Kontrolle über seine Hardware hat, hat Stallman in seiner Kurzgeschichte „The Right to Read“ recht schön beschrieben.

  24. @erlehman: Ich meinte altgediente Evangelisten auf Mac-Seite! Die stammen aus der gleichen Baureihe wie die radikalen Unix-(nicht Linux!)-Nerds, wurden nur in einer anderen Geschmacksrichtung ausgeliefert. Mir gehen beide gleichermaßen auf den S*ck.

    Aber zurück zum Thema: Hier geht ja weniger um Kontrolle, sondern erstmal schlicht um die Einhaltung von Verträgen.

    Da scheint mir ein mehr oder weniger schadenfrohes „Haha, wärt ihr doofen Mac-User nicht so inkonsequent“ (Um es mal etwas deutlicher zu sagen), wenig zielführend. Findest du nicht auch?

  25. [Es folgt ein Beitrag aus der Reihe „Ballett auf dem Minenfeld“]

    @ehrlehmann: Die Diskussion, ob es jemand fixen könnte, ist in der Praxis ziemlich akademisch (Übrigens gerade bei Mobiltelefonen, wo man dir im Zweifel schlicht das Netz zunageln wird). Bei einem Großteil der defekten Software tut’s nämlich keiner.

    Mein Lieblingsbeispiel ist schon etwas angestaubt. Damals, als beim Anonymisierungdienst JAP eine Hintertür zum Mitschnüffeln eingebaut wurde, wurde die trotz OSS _nicht_ entdeckt.

    Einen großen Aufschrei gab es erst, als einer der – sichtlich verzweifelten – Verantwortlichen Wochen später mehr oder weniger pseudonym auf den neuen und blind übernommenen Code hinwies. Und das in einem Umfeld, von dem man diesbezüglich wohl etwas Sensibilität erwarten durfte.

    Wenn man böswillig sein will, könnte man die Argumentation auf weite Teile von OSS ausweiten. Die Codequalität ist in der Fläche schlicht lausig, das retten auch ein paar gut gepflegte Leuchtturmprojekte nicht.

    Versteh‘ mich bitte nicht falsch, ich mag OSS. Sowohl hier im Büro, wie auch bei mir daheim stehen einige Linuxkisten (sogar eine alte Sun habe ich noch,). Auf dem Desktop werde ich aber sicher noch eine Weile beim Mac bleiben. Weil es für mich funktioniert und ich echt schon genug damit zu tun habe, die Rechner anderer Leute zu reparieren.

    PS: Ich finde es wirklich erstaunlich, wie oft auch und gerade bei OSS-Gurus (also Leuten, denen ich durchaus erweiterte Kenntnisse an der Frickelfront zugestehe) irgendwelcher basaler Kleinkram nicht funktioniert. Ist nicht mein Ding, sorry. OS-Flamewars eigentlich auch nicht

  26. Du musst natürlich auch einen Anreiz schaffen: Ich hab mal ein paar Stunden daran gesessen, um ein Problem in meinem Jabber-Client zu fixen und entsprechende Doku zu schreiben, weil es mir auf die Nerven ging. Aber wenn du nicht selber Anpassungen machen willst, hindert dich bei freier Software zumindest niemand, jemanden dafür zu bezahlen (wobei wir wieder bei den Automechanikern sind).

    Dein Beispiel hinkt arg: Es geht hier nicht um die Entdeckung unbekannter Fehler, sondern um die Möglichkeit, bereits bekannte Probleme (im vorliegenden Fall: Tethering geht nicht) zu beheben. Die hat man bei proprietären Systemen einfach nicht.

    Und die allgemeine Codequalität habe ich ebenfalls nicht angesprochen: Es gibt durchaus proprietäre Programme mit großartigen Features (z.B. Opera) und OS X ist zwar beizeiten unflexibel, hat aber großartige Integration. Versuch bitte nicht, abzulenken, es ging mir nur um die Anpassbarkeit und die hast du beim Iphone offenbar nicht (obwohl, kann man das nicht jailbreaken ?). Es ging mir nur darum, dass du dir wissend ein Ding ohne Fähigkeit X zulegtest und nun meckerst, dass es keine Fähigkeit X hat (leg mir das bloß nicht als Arroganz aus, es geht mir um Nachhaltigkeit).

  27. Es ging mir nur darum, dass du dir wissend ein Ding ohne Fähigkeit X zulegtest und nun meckerst, dass es keine Fähigkeit X hat

    Nö. Als ich das iPhone bestellt habe, durfte ich davon ausgehen, dass die Dinge, die mich störten (Tethering, Cut and Paste …), in Software nachgeliefert werden würden. Entscheidend waren die nicht für mich, sonst hätte ich es nicht gekauft.

    Aktuelle reden wir aber über ein anderes Problem: T-Mobile schränkt _nachträglich_ meinen Vertrag ein, bzw. versucht mich mit fadenscheinigen Begründungen zu einem Vertragswechsel zu zwingen, der mir deutliche Nachteile bringt.

    Das darf man wohl kritisieren, Apple hin, T-Mobile her, oder?

  28. Bevor man sich so tief in diese Diskussion hineinstürzt, sollte man sich mal den schwachbrüstigen Akku bzw. die Stromhungrigkeit des eifons vor Augen führen.

    Der Akku hält bei intensiver Nutzung von 3G-Internet nämlich äußerst kurz. Bei vielleicht 80% Restkapazität nicht mal mehr eine Stunde.

    Bei solchen Aussichten, scheidet regelmäßiges tethering eigentlich von vorn herein aus. Und für gelegentliches… naja, genau dafür hat man ja das eifon – um handlichen Webzugriff ohne Knie-Block zu haben.

    Ich hatte noch von meinem alten T-Mobile-Vertrag ne Klon-Karte fürs Notebook. Die hab ich jetzt auch. Ohne die könnte ichs mir gar nicht mehr vorstellen.

    Insoweit kann ich die ganze Aufregung darüber nicht so ganz nachvollziehen.

  29. @Blogfürst: Im Vergleich mit simplen Mobiltelefonen mag die Akkuleistung lausig sein, ja.

    Im Vergleich mit anderen Smartphones gleicher Größe und Ausstattung steht das iPhone recht gut da. Behaupte nicht ich, sondern ist Ergebnis mehrerer Tests auch aus der Nicht-Mac-Presse.

    Klar, inzwischen kann man auch Business-Klötze von Nokia kaufen, die länger durchhalten oder wo man den Akku wechseln kann. Ich wollte lieber ein schlickes/kleines Smartphone.

    Ernsthafte Akkuprobleme hatte ich bisher nur einmal. Da kam ich auf die Idee es mehrere Stunden als Navi zu missbrauchen – ohne Netzteil ein schlechter Plan ,)

    Und zur Zweitkarte: Wie gesagt, ich möchte eine bereits vorhandene Funktion meines Telefons nutzen. In meinem Fall käme das so selten vor (Eben weil mir das iPhone regelmäßig reicht), dass ich nicht einsehen, extra einen UMTS-Stick und/oder eine Zweitkarte zu beschaffen. Wozu auch?

  30. @Christian K.: Das stimmt nicht so ganz. Nach Ansicht von Apple ist der Jailbreak illegal (Ich nehme an, dass es T-Mobile ähnlich sieht).

    Ob sich der Argumentation auch deutsche Gerichte anschließen würden, ist wohl eine eher theoretische Diskussion, allerdings auch nicht auszuschließen: http://www.borgelt.de/iphone.html

    Vor allem aber ist es halt nicht der Punkt. Klar kann man das Ding hacken, aber warum sollte man es müssen?

    Nur weil sich T-Mobile vertragswidrig verhält? Das kann’s nicht sein. Vor allem nicht, weil ein Jailbreak ja durchaus auch mit Nachteilen und Risiken verbunden ist.

  31. Da kann man sich jetzt aufregen wie man will, schließlich gibt es ja noch andere Alternativen, die man prüfen und umsetzen kann. Ich selbst habe mittlerweile auch ein Iphone und finde schade, dass man nicht Tethering nutzen kann. Habe mich dennoch für T-Mobile wegen der hohen Netzabdeckung und guten Qualität entschieden.

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