Öffentlichkeit

CRE135: Mut zur Freiheit

Chaosradio Express Folge 135 ist ein 2,5h langes Gespräch zwischen Tim Pritlove, Juli Zeh und Ilija Trojanow über „Mut zur Freiheit – Ein Versuch den Zusammenhang von Angst, Freiheit, Gesellschaft und Solidarität zu verorten„.


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Juli Zeh und Ilija Trojanow sind beide Schriftsteller und schreiben normalerweise fiktive Romane. Trotzdem haben sie sich zusammengefunden um ein Buch zu schreiben, das die fortwährende Zurückdrängung bürgerliche Freiheiten thematisiert und anprangert. Im Gespräch mit Tim Pritlove berichten sie von ihrer Motivation, sich auf dieses Projekt einzulassen und wie sie die Situation in unserer Gesellschaft einschätzen. Themen u.a.: Migration und Flucht, die Freiheit des Flüchtlings, Islamistenversteher, das Selbstverständnis des Staates, „Antisoziales Verhalten“, der unsichtbare Feind, die Skandalbesessenheit und umfassende Angst der Gesellschaft, Sicherheit und Freiheit, die Infantilisierung der Gesellschaft durch die herrschende Klasse, natürliche und artifizielle Ängste, Leben ohne Fernsehen und ohne 9/11, der hessische Dschihad und die „terroristische Bedrohung“ in Deutschland und der langsame Wandel zum gesellschaftlichen Widerstand.

Hier ist die MP3.

10 Kommentare
  1. sehr gutes gespräch mit einigen sehr interessanten ansichten und argumentantionen. ich freue mich schon auf das buch und werde es, wenn es hält was versprochen wird, auch in meinem bekanntenkreis und familie weiterempfehlen.

  2. Es wird eine Bewegung! Es ist eine Bewegung. Time to move!
    Danke für dieses argmentativ sehr gut geführte Gespräch. Es gibt Hoffnung, und ich fühle mich nicht so allein mit meiner „Denke“, dass hier einiges faul ist im Staate!
    5% für die Piraten wäre ein Befreiungsschlag…

  3. Juli Zeh, ist das nicht die, die letzte Woche bei dieser Parteien-Quiz-Show von der Maibritt Illner gesagt hat (so ähnlich):
    „Mir ist Chancengleichheit nicht so wichtig, Hauptsache alle einen einigermaßen akzeptablen Lebensstandard.“? Jo, damit kann man auch Workfare-Konzepte gut finden. Mit solchen Aussagen ist sie ja wohl absolut kompatibel mit der INSM. Man sollte sich schon aussuchen, welche Prominente man sich für das eigene Projekt mit in’s Boot holt bzw. wer von denen „mitschwimmen“ darf.

    (Warum bloß können sich die Dumm-Dreisten in der Öffentlichkeit immer so breit machen, während die Klug-Feinen – z.B. Thea Dorn – höchstens mal nach Mitternacht im Nischen-Programm einen Auftritt bekommen? Ist nur ’ne rethorische Frage!)

  4. Vielen Dank für diesen Artikel. Erst bin ich ja etwas erschrocken – 2,5Std Diskussion! – nun sitze ich schon seit über 1,5Std gebannt und lausche dieser extremst interessanten Diskussion. Sehr viele und gute Beispiele, schöne Argumentationsfäden, wie man der eigenen Sprachlosigkeit weiterhelfen kann.

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