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China sperrt populäre Webseiten

Kurz vor dem 20. Geburtstag des Tiananmen-Massakers wird in China wieder die Netzzensur angezogen und einige populäre Webseiten sind nun gesperrt. Mit dabei sind Twitter (Herdict-Bericht) und laut Reuters mindestens noch Windows Live (Hotmail & Co) sowie Flickr: China blocks Twitter service ahead of anniversary. Laut Mashable sind auch WordPress.com, Youtube und Blogger.com betroffen: China…

  • Markus Beckedahl

Kurz vor dem 20. Geburtstag des Tiananmen-Massakers wird in China wieder die Netzzensur angezogen und einige populäre Webseiten sind nun gesperrt. Mit dabei sind Twitter (Herdict-Bericht) und laut Reuters mindestens noch Windows Live (Hotmail & Co) sowie Flickr: China blocks Twitter service ahead of anniversary.

Laut Mashable sind auch WordPress.com, Youtube und Blogger.com betroffen: China Blocks Twitter (And Almost Everything Else). Wikipedia ist laut Berichten auf Twitter ebenfalls gesperrt. Scheint die ganze Palette an populären Webseiten zu sein.

Die verwenden dazu eine ähnliche Zensur-Infrastruktur, wie sie unsere Bundesregierung mit Zensursula vor hat.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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18 Kommentare zu „China sperrt populäre Webseiten“


  1. ferdinand

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    Sind denn die Sperren dort ebenso leicht zu umgehen (wie das „zensursula-stopp“, sollte es – was nicht zu hoffen ist – implementiert werden)?


    1. Ich nehme doch mal an die Sperre zu umgehen ist verboten. Mit Freiheitsentzug von nicht unter 15 Jahren oder sowas.


  2. krokodoc

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    Ja, die Sperren sind sehr leicht zu umgehen. Z.B. damit: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2864

    Über Strafen ist mir nichts bekannt, rein vom Gefühl würde ich sagen, das interessiert niemanden wirklich. Wenn man selbst publiziert so ist das aber sicher anders.

    Interessant übrigens, dass es eine Art Live-Zensur gibt. Surft man beispielsweise Pornoseiten an, die zu irgendwelchen Free-Pictures-Galerien verlinken, so funktioniert die ursprüngliche Seite nach ein paar Klicks nicht mehr. Dauert dann 10–15 Minuten und sie geht wieder.
    Manchmal sind die Zensuren auch regional arg unterschiedlich. Zuletzt hatte in Peking z.B. Wikipdia immer funktioniert. In einem Bergdorf kurz vor der vietnamesischen Grenze widerum nicht.


  3. Naja, China und die Zensursula-Pläne kann man nicht wirklich vergleichen. Hier ein Artikel aus „The Atlantic“ wo die chinesische Infrastruktur und ihre Auswirkungen auf das Verhalten der Nutzer gut beschrieben sind. Da liegen meiner Meinung nach Welten dazwischen:

    http://bit.ly/15K1zK


  4. markus

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    @4: Die Chinesen haben auch mal klein angefangen. Und wenn man sich einige Forderungen in der Zensursula-Debatte gnauer anschaut, führt das im zweiten Schritt zu ähnlichen Konsequenzen. Natürlich ohne den sozialen Druck von (medien geschätzten) 30000 „Cyberpolizisten“


  5. @5: Dass es klein anfängt, möchte ich auch nicht in Abrede stellen. Wenn man aber immer gleich mit den Schlimmsten argumentiert, verschiesst man sein Pulver zu schnell.


  6. […] netzpolitik.org: China sperrt populäre Webseiten […]


  7. […] China sperrt populäre Webseiten […]


  8. […] netzpolitik.org: China sperrt populäre Webseiten […]


  9. […] nicht mehr geben würde? Wer diese Frage beantwortet haben will, muss, berichten von Netzpolitik.org zufolge, wohl einfach nur nach China […]


  10. […] China sperrt populäre Webseiten @ Netzpolitik […]


  11. Leider nicht sehr gut recherchiert, was #zensursula und China angeht. Der goldene Schild arbeitet in China mit weit mehr mechanismen als nur DNS Sperren:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Goldener_Schild


  12. Und ich hatte mich schon gewundert, bis ich @143 gelesen hab :D China verwendet DNS-Filter? Unfassbar blöde^^ Aber ist ja wohl doch nicht so dumm, hätte ich auch nicht erwartet.

    TOR sollte das Problem lösen, oder?^^ Das Internet kann man einfach nicht komplett zensieren. Aber ein Großteil der Bevölkerung wird das nicht viel helfen…


  13. […] anderen Gebieten sind China und Deutschland auch einer Meinung. Während China Twitter sperrt, hält auch der Pop- und Internet-Star der SPD Dr. Dieter Wiefelspütz Twitter für eine Gefahr […]


  14. Mal eine Angabe aus erster Hand
    ich bin gerade in China und kann sagen:

    Twitter ist zu und youtube geht auch nicht.
    Auch Blogger ist nicht verfuegbar.

    Wikiepedia, wordpress.com und Windows Live gehen allerdings ohne Probleme.

    Ich hoffe ich konnte helfen
    Sebastian


  15. […] Seit anfang Juni sperrt das Great Firewall Projekt weitere Webseiten, wie zum Beispiel Twitter, Facebook usw. Zum 60 Jahre Nationalfeiertag am 01.10 werden auch viele Twitter APIs gesperrt. Das macht ein einfaches Zwitschern viel schwieriger als früher. Ich konnte zu dieser Zeit in China nur mit dem Programm Tor in das freie Netz gehen. […]


  16. […] Kurz vor dem 20. Geburtstag des Tiananmen-Massakers wird in China wieder die Netzzensur angezogen un… […]

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