Öffentlichkeit

China sperrt populäre Webseiten

Kurz vor dem 20. Geburtstag des Tiananmen-Massakers wird in China wieder die Netzzensur angezogen und einige populäre Webseiten sind nun gesperrt. Mit dabei sind Twitter (Herdict-Bericht) und laut Reuters mindestens noch Windows Live (Hotmail & Co) sowie Flickr: China blocks Twitter service ahead of anniversary.

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Laut Mashable sind auch WordPress.com, Youtube und Blogger.com betroffen: China Blocks Twitter (And Almost Everything Else). Wikipedia ist laut Berichten auf Twitter ebenfalls gesperrt. Scheint die ganze Palette an populären Webseiten zu sein.

Die verwenden dazu eine ähnliche Zensur-Infrastruktur, wie sie unsere Bundesregierung mit Zensursula vor hat.

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18 Kommentare
  1. Sind denn die Sperren dort ebenso leicht zu umgehen (wie das „zensursula-stopp“, sollte es – was nicht zu hoffen ist – implementiert werden)?

  2. Ja, die Sperren sind sehr leicht zu umgehen. Z.B. damit: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/2864

    Über Strafen ist mir nichts bekannt, rein vom Gefühl würde ich sagen, das interessiert niemanden wirklich. Wenn man selbst publiziert so ist das aber sicher anders.

    Interessant übrigens, dass es eine Art Live-Zensur gibt. Surft man beispielsweise Pornoseiten an, die zu irgendwelchen Free-Pictures-Galerien verlinken, so funktioniert die ursprüngliche Seite nach ein paar Klicks nicht mehr. Dauert dann 10-15 Minuten und sie geht wieder.
    Manchmal sind die Zensuren auch regional arg unterschiedlich. Zuletzt hatte in Peking z.B. Wikipdia immer funktioniert. In einem Bergdorf kurz vor der vietnamesischen Grenze widerum nicht.

  3. Naja, China und die Zensursula-Pläne kann man nicht wirklich vergleichen. Hier ein Artikel aus „The Atlantic“ wo die chinesische Infrastruktur und ihre Auswirkungen auf das Verhalten der Nutzer gut beschrieben sind. Da liegen meiner Meinung nach Welten dazwischen:

    http://bit.ly/15K1zK

  4. @4: Die Chinesen haben auch mal klein angefangen. Und wenn man sich einige Forderungen in der Zensursula-Debatte gnauer anschaut, führt das im zweiten Schritt zu ähnlichen Konsequenzen. Natürlich ohne den sozialen Druck von (medien geschätzten) 30000 „Cyberpolizisten“

  5. @5: Dass es klein anfängt, möchte ich auch nicht in Abrede stellen. Wenn man aber immer gleich mit den Schlimmsten argumentiert, verschiesst man sein Pulver zu schnell.

  6. Und ich hatte mich schon gewundert, bis ich @143 gelesen hab :D China verwendet DNS-Filter? Unfassbar blöde^^ Aber ist ja wohl doch nicht so dumm, hätte ich auch nicht erwartet.

    TOR sollte das Problem lösen, oder?^^ Das Internet kann man einfach nicht komplett zensieren. Aber ein Großteil der Bevölkerung wird das nicht viel helfen…

  7. Mal eine Angabe aus erster Hand
    ich bin gerade in China und kann sagen:

    Twitter ist zu und youtube geht auch nicht.
    Auch Blogger ist nicht verfuegbar.

    Wikiepedia, wordpress.com und Windows Live gehen allerdings ohne Probleme.

    Ich hoffe ich konnte helfen
    Sebastian

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