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116 Kameras entlang der Demoroute von „Freiheit statt Angst“

Schöne Idee und Umsetzung: Der Taz-Redakteur Sebastian Heiser ist die „Freiheit statt Angst“ – Demo-Route entlang gelaufen und hat 116 Kameras entdeckt. Auf Google-Maps wurden alle Kameras dokumentiert und die dazu gehörigen Fotos finden sich in einer Galerie. Taz.de plant auch Live-Ticker und eine umfassende Berichterstattung zur Demonstration. Da bin ich mal gespannt.

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32 Kommentare
  1. Also DAS hat mich jetzt schon ein wenig schockiert. (Vielleicht, weil ich nie aus meinem kleinen Kaff rauskomme) Wünsche allen, die am Samstag daran teilnehmen, viel Spaß und Erfolg. Leider wohne ich „ein paar“ Kilometer zu weit weg.

  2. War doch letztes Jahr genau das selbe. Nur, dass da die Polizisten gefilmt haben. Finde es zwar kontraproduktiv bei einer Demonstration auch gegen Überwachung, aber leider wird es wieder ein paar bekloppte geben…Na ich bin mal gespannt. Macht uns keinen Stau auf der Einfahrt nach Berlin aus Leipzig. Greetz Hashi

  3. Naja, also wenn man sich die Bilder mal anschaut, dann sieht man, dass das zum Teil Kameras von Eingangstüren sind, also jene Kameras, die dazu dienen, jemanden zu sehen, bevor man ihn reinlässt, das finde ich okay… In sofern sind es schon weniger, aber doch recht viele, nicht wahr ;-)

  4. Da hätt ich etwas mehr erwartet! ;)

    In letzter Zeit war ich öfters in Berlin und da hatte ich schon meinen Schock weg: Bahnhof, Regierungsviertel bis zum Werderschen Markt: und da sind mir gefühlt schon 116 beim um-den-block-laufen begegnet.
    Insofern ist das schon die traurige Realität.
    …und deswegen: bis morgen!

  5. Durch die Google Maps bin ich mal auf die Idee gekommen, Google Trends bezüglich der Parteien anzuschauen, siehe hier: http://tiny.cc/uUVhj

    Die Piraten sehen da, wie vielleicht zu erwarten, nicht schlecht aus.

    Gute Idee mit den Kameras! Muss viel Abreit gewesen sein :)

  6. Da finde ich die verdachtsunabhängige Filmerei durch die Polizei mindestens genauso heftig.
    Gerade wieder bei der Bildungsstreik-Demo in NRW erlebt.. auf Nachfrage bei den Beamten bekam man nur ein „Wir dürfen die Demo dokumentieren, zur Sicherheit, falls etwas vorfällt… wenn’s Ihnen nicht passt, wenden’s sich an die Politik“. Auch keine Auskunft über weitere Verwendung oder Speicherdauer…:((

    Infos dazu finden sich übrigens hier:
    https://www.datenschutzzentrum.de/faq/demovid.htm#1
    (thx Thilo Weichert!:))

  7. Da finde ich die verdachtsunabhängige Filmerei durch die Polizei mindestens genauso heftig.
    Gerade wieder bei der Bildungsstreik-Demo in NRW erlebt.. auf Nachfrage bei den Beamten bekam man nur ein „Wir dürfen die Demo dokumentieren, zur Sicherheit, falls etwas vorfällt… wenn’s Ihnen nicht passt, wenden’s sich an die Politik“.
    Ok, das machen ich morgen!:)

    Infos dazu finden sich übrigens hier:
    https://www.datenschutzzentrum.de/faq/demovid.htm#1
    (thx Thilo Weichert!:))

  8. Vorschlag an die Organisatoren: Man könnte vom Lautsprecherwagen aus (oder mit Megafon) die Demomasse auf die Kameras aufmerksam machen, quasi wie ein Fremdenführer („Und wenn Sie nach rechts sehen, sehen Sie eine Videokamera. Und wenn Sie nun dort drüben linke das Hochhaus sehen, dort hängt noch eine Überwachungskamera“)

  9. Viel interessanter ist doch die Frage wie viele davon nach der Demo noch auf Sendung sind. Ein paar Kameras zu verhüllen (von anderen Dingen die man machen könnte fange ich lieber nicht erst an;-) ist nicht verboten und bringt unser Anliegen sehr aussagekräftig rüber. Auch wenn sich hin und wieder ein paar große undurchsichtige Schilder und Transparente ins Blickfeld der Polizeikameras schieben wäre das ein Weg konkret gegen Überwachung Stellung zu beziehen. Die Polizei darf nicht Filmen solange es keine objektiven Hinweise auf eine erhebliche Gefahr (Personenschaden, nicht unwesentliche Sachschäden) gibt und gegen eine Maßnahme ohne Rechtsgrundlage darf und sollte man sich im Rahmen der der Gesetze auch wehren.
    Also bitte nicht immer alles gefallen lassen.

  10. Wie sieht es denn aus mit dem eigenen Fotografieren und der Veröffentlichung dieser Fotos? Schlie0lich bieten sich zur Auswertung auch solche Möglichkeiten an

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