Datenschutz

Mehrheit fürchtet sich vor staatlicher Überwachung

Professor Dr. Renate Köcher vom „Institut für Demoskopie Allensbach“ hat heute bei einer Präsentation in München neue Zahlen zur „Veränderungen der Informations- und Kommunikationskultur“ in Deutschland vorgelegt. Diese wurde mir freundlicherweise zugeschickt. Ein Chart ist dafür besonders interessant: „Weiter wachsende Sorge über den Datenschutz“.

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(Quelle / Urheberrecht: Allensbach) – (Grosse Version)

Demnach befürchten 57% der Befragten, „dass persönliche Daten im Internet nicht geschützt sind“. 1998 bejahten dies nur 38%. Das kann aber auch daran liegen, dass viele vor zehn Jahren noch nicht wussten, wie das Internet aussieht. Interessanter ist die zweite Kurve: 53% der Befragten fürchten, „dass der Staat infolge der technischen Möglichkeiten die Bürger immer stärker überwachen wird“. 2005 wurde dies zum ersten Mal gefragt und dort antworteten nur 41% mit Ja auf diese Frage. Damit gibt es aktuell eine Mehrheit, die sich vor staatlicher Überwachung fürchtet.

Aber auch andere Zahlen über das Nutzungsverhalten von Internetnutzern in Deutschland sind interessant. Eine Folie stellt fest: „User-generated Content: der Produzentenkreis wächst“. Demnach schreiben 19% im Jahre 2008 Kommentare in den Blogs anderer Nutzer. 2007 waren dies noch 16%. Ein eigenes Weblog führen 11% der Internetnutzer zwischen 14-64-Jahren, gegenüber 8% in 2007. Profile in Community-Plattformen haben 16%, 2007 waren dies noch 9%. 11% stellen Videos online, gegenüber 8% im Vorjahr. 7% schreiben oder überarbeiten Lexikon-Beiträge, damit ist wohl die Wikipedia gemeint. 2007 machten dies laut Allensbach nur 5%.

Dies sind anderer Zahlen als die diesjährige ARD/ZDF-Onlinestudie ermittelte. Unklar ist mir gerade, wieviele Menschen befragt wurden und mit welcher Methode. 10.000 Menschen wurden befragt.

[Vielen Dank an Robin für die Präsentation]

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