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Google: Nur noch 150% Vorratsdatenspeicherung

Google verkündet heute, dass man die Speicherdauer von IP-Adressen verkürzen möchte. Von 18 Monaten geht es runter auf 9 Monate. Das ist nur noch 1,5 Mal solange, wie die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland zeitlich geplant ist. Noch kürzer möchte man aber nicht speichern, weil sonst die Qualität nicht mehr gesichert sei. Unklar ist, warum andere Suchmaschinen…

  • Markus Beckedahl

Google verkündet heute, dass man die Speicherdauer von IP-Adressen verkürzen möchte. Von 18 Monaten geht es runter auf 9 Monate. Das ist nur noch 1,5 Mal solange, wie die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland zeitlich geplant ist. Noch kürzer möchte man aber nicht speichern, weil sonst die Qualität nicht mehr gesichert sei. Unklar ist, warum andere Suchmaschinen wie Metager das ohne Speicherung von personenbezogenen Daten problemlos hinbekommen.

Mehr dazu in der Futurezone: Google antwortet EU-Datenschützern.

Im April hatten die Datenschützer ein kritisches Positionspapier zu Google veröffentlicht. EU-Datenschützer hatten, beispielsweise anlässlich einer Anhörung im EU-Parlament im Jänner 2008 zum Thema Google, auch immer wieder kritisiert, dass der Suchmaschinenbetreiber die IP-Adressen seiner Nutzer nicht als personenbezogene Daten betrachtet. Genau diese Auffassung hat Google Anfang Juli im Prozess, den der US-Medienkonzern Viacom gegen die Google-Tochter YouTube führt, in arge Bedrängnis gebracht. Ein New Yorker Gericht zwang Google, die IP-Adressen seiner User an Viacom herauszugeben – diese seien ja schließlich keine schützenswerten personenbezogenen Daten. Viacom und Google, die beide das Vertrauen ihrer Kunden zu verlieren hatten, einigten sich schließlich auf die Anonymisierung der übertragenen Logfiles.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „Google: Nur noch 150% Vorratsdatenspeicherung“


  1. anonymisiert werden die daten nach 18/9 monaten auch nicht wirklich, sondern ledeglich das letzte oktett der ipv4-adresse wird abgeschnitten. das ist nicht anonym:

    To further protect your privacy, Google will soon cut off portions of your IP addresses and cookie numbers that have been in our logs for more than 18 months. It’s similar to how credit card rceipts replace portions of your card number with hash marks to add an extra layer of privacy protection. Here’s what an IP address will look like in our logs after 18 months: 72.14.253.103 -> 72.14.253.XX

    http://www.youtube.com/watch?v=kLgJYBRzUXY


  2. Bei MetaGer habe ich das so verstanden das die ja nicht selber suchen, sondern verschiedene andere Suchmaschinen suchen lassen und dann die Ergebnisse kombinieren. Daher sehe ich jetzt den Vergleich nicht.


  3. Google bewegt sich bei Speicherdauer von Suchanfragen…

    Wie golem.de und heise.de melden, hat Google angekündigt, die IP-Adressen aus der Internetsuche ab Ende September nur noch
    9 Monate zu speichern. Nachdem sie anfänglich unbegrenzt gespeichert wurden, hatte Google im März 2007 bereits die
    Begrenzung …


  4. […] Google verkündet, dass man die Speicherdauer von IP-Adressen verkürzen möchte. Von 18 Monaten geht es runter auf 9 Monate: Google: Nur noch 150% Vorratsdatenspeicherung. […]


  5. Google bewegt sich bei Speicherdauer von Suchanfragen…

    Wie golem.de und heise.de melden, hat Google angekündigt, die IP-Adressen aus der Internetsuche ab Ende September nur noch 9 Monate zu speichern. Nachdem sie anfänglich unbegrenzt gespeichert wurden, hatte Google im März 2007 bereits die Begrenzung …

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