Der Münchener JU-Funktionär und die Bombendrohung

Laut Süddeutsche.de hat der 27-jährige Tobias W., Funktionär der Jungen Union (JU) im Münchner Nordwesten, mit einer fingierten Bombendrohung am Flughafen von Verona versucht, seinen Flieger noch erwischen. Dabei stellte er sich so selten dämlich an, dass er nach einer Abfuhr am Schalter (weil schon geschlossen) anscheinend über sein Handy über 112 eine Bombendrohung „im Namen Allahs“ für seinen Flug verkündete. Als er anschliessend wieder zum Schalter ging, um seinen Flieger doch noch zu bekommen, der ja warten würde, wurde er festgenommen: Es war halt nicht bekannt, dass es für genau diesen Flieger eine Bombendrohung gab. Lustige Geschichte. Ist die Karriere jetzt zu Ende oder war das erst der Anfang?

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6 Ergänzungen

  1. Ganz so doof, wie Tobias W. in der Presse dargestellt wird („fehlgeleiteter Chaot“),
    war er doch nicht. Vor dem Anruf mit der Bombendrohung „im Namen Allahs“ hat er immerhin die SIM-Karte seines Mobiltelefons ausgewechselt. Allerdings wird in den Mobilfunknetzen nicht nur die SIM-Karten-ID aufgezeichnet, sondern auch die Phone Identity IMEI (Seriennummer), ursprünglich für ein Tracking gestohlener Mobiltelefone. Dazu kann der Mobilfunknetzbetreiber eine „Black List“ einrichten. Für das „Legal Interception“ der Terroristenfahnder kann ebenfalls eine Black List, z.B. von mutmaßlichen Gefährdern und Störern des Luftverkehrs eingerichtet werden, mit allen Kontaktpersonen, die mit Gefährdern und Störern telefonieren.

    Als CSU-Nachwuchsfunktionär sollte sich Tobias W. besser informieren, welche technischen Möglichkeiten Bundesinnenminister Schäuble nutzen möchte, bzw. von den
    Carabinieri in Verona augenscheinlich schon genutzt werden.

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