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ECO gegen Online-Durchsuchung

ECO, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., hat sich heute in einer Pressemitteilung weitere Punkte gegen die Online-Durchsuchung ins Spiel gebracht: Online-Durchsuchung: ein Riskio für Provider und ihre Kunden. Dazu Klaus Landefeld, Vorstand Infrastruktur und Netze des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V.: Um es klar zu sagen: eine Online-Durchsuchung ist technisch nichts anderes als…

  • Markus Beckedahl

ECO, der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., hat sich heute in einer Pressemitteilung weitere Punkte gegen die Online-Durchsuchung ins Spiel gebracht: Online-Durchsuchung: ein Riskio für Provider und ihre Kunden.

Dazu Klaus Landefeld, Vorstand Infrastruktur und Netze des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V.: Um es klar zu sagen: eine Online-Durchsuchung ist technisch nichts anderes als erfolgreiches Hacking. Wird der Provider eines Verdächtigen derart durchsucht , hat er einen erheblichen Image-Schaden zu befürchten. Und das zu recht. Online-Dienstleistungen sind gewissermaßen die Nervenfasern der Informationsgesellschaft. Sicherheit und Vertrauen in die Sicherheit sind unverzichtbar, nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Branche, sondern auch für den unserer Kunden. Es wäre leichtfertig und verantwortungslos, dies für die angeblich nur zehn geplanten Online-Durchsuchungen im Jahr aufs Spiel zu setzen. Deshalb appelliere ich an die Innenminister von Bund und Ländern, ihre Position zum Thema Online-Durchsuchung noch einmal zu überdenken. Zumindest sollte die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum NRW-Verfassungsschutzgesetz abgewartet werden.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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2 Kommentare zu „ECO gegen Online-Durchsuchung“


  1. Schoen, dass sich ECO seiner Verantwortung und seines Einflusses bewusst wird und Stellung bezieht. Nun ist es an den Mitgliedern, auch die geeigneten Vorsorgemassnahmen zu unterstuetzen. Es ist auch nicht nur die Online-Durchsuchung durch die eigenen Staatsorgane, die die IT-Sicherheit der deutschen Wirtschaft gefaehrdet, sondern in noch viel groesseren Ausmass die Wirtschafts-Spionage durch staatlich unterstuetzte chinesische und russische Hackerorganisationen, die mit aehnlichen Verfahren operieren.

    Nebst dem Einsatz von TOR bietet sich auch JonDonym (ehemals JAP/AN.ON) zur Anonymisierung von sensibler Firmenkommunikation an, wobei die Grunddienste weiterhin allen Benutzern kostenlos zur Verfuegung gestellt werden. Der Dienst wird zur Zeit stark ausgebaut und mit weiteren nuetzlichen Features angereichert.

    Aber vor allem KMUs und Freiberuflern, die sich keine teuren IT-Sicherheitsexperten leisten koennen, empfehle ich, sich JonDonym mal anzuschauen. Ueber die neuesten Entwicklungen berichte ich auf

    http://forum.opensky.cc/viewtopic.php?t=227

    peter/opensky.cc


  2. Gerade JonDynom/JAP ist nicht zu empfehlen, da dieser Dienst Nutzerdaten an die Behörden weitergibt. Anonym ist was anderes.

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