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eco fordert mehr Vorratsdatenspeicherung

Bisher hatte ich eco, den Verband der deutschen Internetwirtschaft, eigentlich immer als Gegner einer Vorratsdatenspeicherung gesehen. Wenngleich wir auch immer davor gewarnt haben, dass Kritik und Proteste auch nur erhoben wurden/werden, um eine staatliche Finanzierung der Überwachungsinfrastrukturen zu erreichen. Gerade lese ich bei Heise, dass der eco-Vorstandsvorsitzender nun die Ausweitung der Überwachungs-Gesetzgebung auf mehr Bereiche…

  • Markus Beckedahl

Bisher hatte ich eco, den Verband der deutschen Internetwirtschaft, eigentlich immer als Gegner einer Vorratsdatenspeicherung gesehen. Wenngleich wir auch immer davor gewarnt haben, dass Kritik und Proteste auch nur erhoben wurden/werden, um eine staatliche Finanzierung der Überwachungsinfrastrukturen zu erreichen. Gerade lese ich bei Heise, dass der eco-Vorstandsvorsitzender nun die Ausweitung der Überwachungs-Gesetzgebung auf mehr Bereiche fordert: Vorratsdatenspeicherung auch an Universitäten gefordert.

Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco, will von Extrawürsten bei der heftig umstrittenen staatlichen Jagd nach Verbindungsdaten im Telekommunikationsbereich nichts wissen. „Die Vorratsdatenspeicherung muss auch für Universitäten gelten“, forderte der Branchenvertreter im Gespräch mit heise online. Einige der mutmaßlichen Attentäter vom 11. September 2001 seien schließlich in Hamburg im Hochschulumfeld unterwegs gewesen und hätten die dortigen Netze genutzt. Zudem müsse eine Gleichbehandlung öffentlicher kommerzieller Zugangsanbieter mit Hochschulprovidern gewährleistet sein.

Schade eigentlich, dass damit explizit mehr Überwachung und weniger Datenschutz von einem vermeintlichem Verbündeten aus der Wirtschaft gefordert wird. Und auch, wenn es innerhalb von eco vertrauenswürdige Verbündete für mehr Datenschutz und weniger Überwachung gibt, so ist eine solche Aussage des Vorstandsvorsitzenden nicht akzeptabel.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „eco fordert mehr Vorratsdatenspeicherung“


  1. Harald Kinkel

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    Möglicherweise ist das ein Versuch, auch beim staatlichen Einrichtungen Kosten für die Voratsdatenspeicherung zu erzeugen.
    Ich befürchte aber, das auch das die Birg-Brother-Befürworter nicht davon abbringen wird die Voratsdatenspeicherung zu fordern.
    Notfalls erhöhen die eben die Studiengebühren.


  2. Auf den Gedanken mit der Erhöhung der Studiengebühren war ich gar nicht gekommen, klingt aber logisch.


  3. Nun ich fidne es albern in diesem Rahmen von „noch weniger Datenschutz“ zu sprechen. Es ist schlicht und ergreifend nur fair. Warum sol les hier denn Extrawürste geben? Wie liesse sic hdass denn Begründen? Deutsche Studenten und die Mitarbeiter an Unievrsitäten sind per se keine Terroristen. Das ist lächerlich. Dem Staat ist nur klar, dass er im Endeffekt die Kosten selbst tragen müßte für die Datenspeicherung. Also macht man mal flink ne Ausnahme. Ich find das gut. Vielleicht wacht man dann in Deutschland jetzt mal endlich auf! Vielleicht kriegen diesmal die deutschen Studenten den Finger aus dem Arsch und tun was dagegen. Die Studiengebühren waren ihnen den meiste nja ziemlich Wurst.


  4. Robbyflobby

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    Bitte den ganzen Artikel lesen!
    Der eco-Verband ist gegen die Vorratsdatenspeicherung! Nur falls sie kommen sollte, dann muss sie, seiner Meinung nach, auch für Universitäten gelten (denn die Politiker haben diese im Entwurf ausgenommen). Da es unlogisch wäre die TK Unternehmen zu zwingen und die Unis bleiben unüberwacht. Das ist auch desshalb unlogisch, da z.B. Atta auch Student war…


  5. @ Robbyflobby:

    Ich hab den Artikel schon ganz gelesen. Vielleicht ist es in dem Artikel nicht richtig rübergekommen, dass diese Forderung vielleicht „logisch“ erscheinen mag, aber nichtsdestotrotz die Forderung nach mehr Überwachung ist.

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