Gestern abend war ich in Berlin auf einem netten Konzert der Elektronikpopper Jeans Team und hatte vorher auch die Gelegenheit, die Jungs für meine Radiosendung zu interviewen. Die aktuelle Platte der Band war vergangene Woche mein erster Kauf eines mp3-Albums überhaupt, natürlich bei finetunes.
Eher beiläufig erwähnte ich im Interview daher, dass ich mich sehr darüber gefreut habe, dass die Band ihre digitalen Verkäufe nicht nur über die DRM-belasteten Platzhirsche iTunes und Musicload anbietet, sondern eben auch als echtes mp3 über finetunes, das man überall abspielen kann. Das erzeugte bei der Band insoweit Verwirrung, da sie die Vermarktung (natürlich) komplett dem Label überlassen, aber vor allen Dingen, da keiner der Drei wusste, dass die meisten legalen Musikdownloads herstellergebunden sind und z. B. iTunes in der Regel eben keine mp3s verkauft.
Wenn selbst Musiker, die voll in die entsprechende Zielgruppe (jung, männlich, gebildet und technikaffin) gehören, keinen Schimmer von DRM haben, dann ist das mal wieder ein erhellender Realitätsabgleich. Ich denke, wir müssen mehr tun, um darüber zu informieren. Und zwar vor allem außerhalb von Bereichen wie diesem Blog, wo sowieso nur Bekehrte mitlesen.