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Montag, 5. Mai 2008

EU-Parlament will Community-Medien fördern

Das ist doch mal eine spannende Sache, die wir auch schon in verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der re:publica’08 diskutiert haben: EU-Parlament will Blogosphäre fördern. Konkret geht es um die Förderung von “Community-Medien”.

Der Entwurf des Berichts des Kulturausschusses enthält genaue Vorstellungen davon, wie “Community-Medien” auszusehen haben. Demnach arbeiten Community-Medien ohne die Absicht, Profite zu erzielen, überwiegend im öffentlichen oder privaten Interesse, ohne kommerziellen oder monetären Profit und verantworten sich gegenüber der Community, deren Interesse sie bedienen. Dies bedeute auch, “dass sie die Community über ihre Handlungen und Entscheidungen informieren, diese rechtfertigen, und im Falle eines Fehlverhaltens bestraft werden”. Zudem sollen Community-Medien offen sein für die Teilnahme der Community-Mitglieder bei der Schaffung von Inhalten.

Solche Medien “sind ein effektives Mittel, um die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu stärken, die soziale Einbeziehung und die lokale Identität, was die Vielfalt des Sektors erklärt”, heißt es im Bericht.

Im tradionellen Sinne fielen unter die Definition eines Community-Mediums Freie Radios und offene Kanäle. Mittlerweile können unter dieser Definition sowohl freie Communities wie Freifunk oder Wikipedia, als auch lokale Stadt-Blogs und -Wikis fallen. Also genau das, was ich mir in den “Forderungen für eine zeitgemässe Netzpolitik” gewünscht habe. Ich bin mal gespannt, was aus diesem Entwurf wird und wie sich letztendlich die Umsetzung gestaltet.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Italien: Freie Software-Community sucht öffentliche Fördergelder

Das lInux-Magazin berichtet über Italien, wo letztes Jahr 10 Millionen Euro Fördergelder für Freie Software ausgelobt waren. Allerdings weiss niemand, wo das Geld hingegangen ist. Die Aufklärung wird jetzt mit einem offenen Brief gefordert: Wohin floss Italiens Open-Source-Förderung?

Ende 2006 hatte die italienische Regierung die Ergebnisse einer Studie zu freier Software erhalten. Als Reaktion auf das positive Resultat legte die Regierung ein umfassendes Förderprogramm auf. Beispielsweise wurde die öffentliche Verwaltung aufgefordert, für eigene E-Governmentprojekte vorzugsweise freie Software zu wählen, und Fördergelder wurden ausgelobt für die “Stimulation der Informationsgesellschaft mittels Open Source Software”. Ende Dezember 2007 stellt die Open-Source-Aktivistin Flavia Manzano zunächst auf der Webseite “Finalmente libero” (Endlich frei) die Frage: “Wo sind die 10 Millionen Euro geblieben, die speziell für freie Software gedacht waren?”

 

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