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1,2 Millionen Euro für Open Source: Neuer Prototype Fund fördert gemeinnützige Projekte

Die Open Knowledge Foundation Deutschland hat heute gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Bildung und Forschung den Prototype Fund gestartet. Das Förderprogramm soll gemeinnützige Open-Source-Projekte mit insgesamt 1,2 Millionen Euro fördern.

prototype-fund

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Fokus des Förderprogramms sind die Entwicklung neuer digitaler Werkzeuge für Bürgerinnen und Bürger (Civic Tech) und Anwendungen für einen aufgeklärten Umgang mit Daten (Data Literacy). Die Laufzeit des Programms beträgt drei Jahre. Einzelne Projekte von Software-EntwicklerInnen, HackerInnen und Kreativen können bei einer Laufzeit von sechs Monaten mit bis zu 30.000 Euro gefördert werden.

Der Großteil der gemeinnützigen Software-Projekte in Deutschland stützt sich bisher hauptsächlich auf ehrenamtliches Engagement. Für den Aufbau und die Weiterentwicklung solcher Projekte ist es schwierig, Fördermittel zu erhalten. Der Prototype Fund will diese Lücke in der deutschen Förderlandschaft schließen.

Erstes staatliches Förderprogramm für gemeinnützige Software-Projekte

Dazu sagt Julia Kloiber, Projektleiterin des Prototype Funds:

Mit dem Prototype Fund haben wir ein Förderprogramm entworfen, das sich stark an den Bedürfnissen der Community orientiert. Dazu haben wir den Bewerbungsprozess vereinfacht: Anstatt eines seitenlangen Antrags genügt uns eine kurze Beschreibung des Projekts und dessen Ziele. Außerdem coachen und vernetzen wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer.


Zur Internetseite des Prototype Fund

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13 Kommentare
  1. Schaut man woher das geld diees verins herkommt, kalso …..Signifikante Gelder für 2013 wurden von , dem Open Society Institute ( also Soros) , Google, Microsoft, SAP sowie der OKFN-International beigesteuert….. braucht man nicht lange zu spekulieren, wem vor allen der Open Source Ansazu zunutze kommt…………. und Sicher nicht dem Waisenkind aus Afrika, damit es besseren Zugang zu BIldung hat………..

    1. Habe auch eben mit Erstauen festgestellt, wieviele Leute in dem Verein tätig sind. Wenn man sich im Vergleich dazu ansieht, was an vorweisbaren Ergebnissen bislang herausgekommen ist, gewinne ich den Eindruck, als ob es sich bei dem Verein überwiegend um eine finanziell sehr gut ausgestattete Lobbyorganisation handelt. Die als Leistung genannten „Civic Apps“ etc. sind dort seit Jahren immer dieselben, ohne sichtbaren Nutzen oder Nutzung durch irgendwen. Da fragt man sich wirklich, wie seit langem das viele Geld zusammenkommt. Für die gute Stimmung, die das macht, stellt das BMBF nur 1,2 Mio zur Verfügung. Hoffentlich wird das nicht nur für PR verpulvert.

  2. >Wer kann sich bewerben?
    >Du hast Deinen Wohnsitz in Deutschland, bist selbstständig und zahlst Deine Steuern hier. [..]

    Die Idee ist ja zu begrüssen, aber ich frage mich wie viel Promille der F/OSS Entwicklerszene da überhaupt in Frage kommt…

    1. Ich bin beruflich in der Forschung tätig und hab immer wieder mit Forschungsförderung zu tun (national und EU). Sehr viel Förderung wird traditionell von denen abgegriffen die am meisten Erfahrung damit haben und das sind Großunternehmen – oder kleine bis mittlere die schon lang dabei sind.
      Das Ganze hier ist zumindest schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Lokale Förderung auch für -sehr- kleine Projekte und wenig bürokratisch. Und wenn das in DE funktioniert, kann man das schnell in die EU ausdehnen.

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