Die EU-Kommission will in den nächsten Jahren 750 Millionen Euro für das zukünftige Internet ausgeben und hat dazu eine Umfrage gestartet. Viele wichtigen Themen haben sie jedoch nach unseren Informationen noch nicht auf dem Radar; zum Beispiel all die Dinge, die wir von Edward Snowden gelernt haben.

Gemeinsam können wir die EU-Kommission darauf hinweisen. Soweit wir wissen, gibt es bisher nur einige Dutzend Einreichungen der üblichen Verdächtigen. Das heißt, eure Antwort würde (zumindest auf dem Papier) einige Millionen Euro des Budgets beeinflussen können. Selbst ein kurzer Vorschlag macht einen Unterschied.
Was muss ich tun?
Reicht eure Ideen bis zum 10. April auf der Website der EU-Kommission ein.
Lasst euch von den Fragen nicht verunsichern, bei der ersten Frage nach eurer Einschätzung zum aktuellen Status des Internets kann man einfach etwas in dieser Richtung antworten:
Die Architektur des Internets ist defekt. Das liegt an Massenüberwachung und den aktuellen Problemen mit Datenschutz und Datensicherheit. Um das zu lösen, muss Europa mehr in bessere Standards und Freie Software investieren, die diese Standards umsetzt.
Die zweite Frage nach eurer Vorstellung des Internets 2025 ist schon schwieriger, aber schreibt einfach einige Stichpunkte auf. Beispielsweise zu euren positiven Aussicht auf das Internet 2025 oder eurer negativen, wenn die aktuellen Probleme nicht gelöst werden.
In der dritten und vierten Frage könnt ihr eigenen Ideen einbringen. Ihr könnt beispielsweise damit anfangen, dass die höchste Priorität sein sollte, die Grundprobleme in der Struktur des Internets zu reparieren. Zum Beispiel, dass neue Heransgehenswesen nötig sind, die flexibler sind als die der großen Konsortien, die oft in anderen Kommissionsprojekten genutzt werden. Damit wird es möglich, besser von dem großen Wissen der Freien-Software-Bewegung und der technischen Internet-Community zu profitieren.
Außerdem könnt ihr Artikel mit früheren Projektvorschlägen oder Problemanalysen hochladen. Leitet die Umfrage auch an andere Menschen und Gruppen weiter, die gute Ideen für ein besseres Internet haben.