Italien: Freie Software-Community sucht öffentliche Fördergelder

Das lInux-Magazin berichtet über Italien, wo letztes Jahr 10 Millionen Euro Fördergelder für Freie Software ausgelobt waren. Allerdings weiss niemand, wo das Geld hingegangen ist. Die Aufklärung wird jetzt mit einem offenen Brief gefordert: Wohin floss Italiens Open-Source-Förderung?

Ende 2006 hatte die italienische Regierung die Ergebnisse einer Studie zu freier Software erhalten. Als Reaktion auf das positive Resultat legte die Regierung ein umfassendes Förderprogramm auf. Beispielsweise wurde die öffentliche Verwaltung aufgefordert, für eigene E-Governmentprojekte vorzugsweise freie Software zu wählen, und Fördergelder wurden ausgelobt für die „Stimulation der Informationsgesellschaft mittels Open Source Software“. Ende Dezember 2007 stellt die Open-Source-Aktivistin Flavia Manzano zunächst auf der Webseite „Finalmente libero“ (Endlich frei) die Frage: „Wo sind die 10 Millionen Euro geblieben, die speziell für freie Software gedacht waren?“

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.