Hassrede
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: EU-Kommission: Immer mehr Plattformen sollen Uploads filtern
Die EU-Kommission will immer mehr Anbieter dazu verpflichten, Nutzerinhalte auszusieben. : EU-Kommission: Immer mehr Plattformen sollen Uploads filtern Derzeit ringt das EU-Parlament um seine Position zu Upload-Filtern, mit denen Urheberrechtsverletzungen unterbunden werden sollen. Derweil setzen große und zunehmend mehr kleine Plattformen auf eine zentralisierte Datenbank, die eigentlich nur Terrorpropaganda aus dem Internet verbannen helfen soll – deren Zweck aber laufend ausgeweitet wird.
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: NetzDG gegen Hass und verbale Gewalt: Das Löschen beginnt
: NetzDG gegen Hass und verbale Gewalt: Das Löschen beginnt Das gesetzlich vorgeschriebene Löschen und Sperren bei den kommerziellen Plattformen beginnt: Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz wird in die Praxis umgesetzt. Einen ganzen Schwall an Meldungen über als rechtswidrig eingeschätzte Inhalte müssen Twitter, Facebook und Co. seit Jahresbeginn innerhalb von 24 Stunden abarbeiten.
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: Twitter: Neue Maßnahmen gegen Gewalt und Hass
: Twitter: Neue Maßnahmen gegen Gewalt und Hass Was für Äußerungen sind auf den kommerziellen Plattformen noch akzeptabel, welche sollen frei sichtbar sein? Twitter positioniert sich heute dazu neu und geht stärker gegen hasserfüllte Sprache und Hetze vor. Neben Äußerungen sollen auch Zeichen mit hoher Symbolkraft wie das Hakenkreuz von der Plattform verschwinden.
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: Illegale Inhalte im Netz: EU-Kommission setzt auf die vermeintliche Wunderwaffe „Upload-Filter“
Automatische Systeme sollen als Wundermittel illegale Inhalte erkennen, entfernen und dauerhaft von Online-Plattformen verbannen. Dabei zerstößt die EU-Kommission die Meinungsfreiheit und das offene Internet. : Illegale Inhalte im Netz: EU-Kommission setzt auf die vermeintliche Wunderwaffe „Upload-Filter“ Die EU-Kommission hat heute Leitlinien für Plattformbetreiber vorgestellt, die eine zügige Entfernung von mutmaßlich illegalen Inhalten im Netz vorsehen. Als Allheilmittel gegen Terrorismus, Hassrede oder Urheberrechtsverletzungen im Internet soll eine automatische Erkennung, Entfernung und Filterung solcher Inhalte dienen. Das kann gefährliche Folgen haben.
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: Flüchtlingspolitik im Vordergrund: SZ analysiert Pegida-Kommentare bei Facebook
Wer sind die Menschen hinter den fast 200.000 "Likes"? (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a> by findyoursearch/<a href="https://www.flickr.com/photos/findyoursearch/5752433875/">flickr</a>) : Flüchtlingspolitik im Vordergrund: SZ analysiert Pegida-Kommentare bei Facebook Pegida-Anhänger reden kaum mit der „Lügenpresse“, zitieren sie aber gerne. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) hat ein Jahr lang Kommentare auf der Facebook-Seite von Pegida gesammelt, um mehr über die Bewegung zu erfahren. Für ein differenziertes Bild über Pegida reicht die SZ-Analyse noch nicht.
Einige Zahlen vorab: Die Pegida-Seite auf Facebook hat aktuell knapp 200.000 „Likes“. Die AfD hat mit 220.000 „Likes“ mehr als jede andere deutsche Partei, Pro Asyl hat 170.000. Im Januar 2015 haben mehr als 25.000 Nutzer(-konten) etwa 76.000 Kommentare auf der Pegida-Seite hinterlassen. Bis zum Sommer haben die Kommentare abgenommen, im September 2015 wurden Pegida-Beiträge dann wieder mehr als 108.000 Mal geteilt. Die SZ sieht mit dieser Entwicklung die These bestätigt: „Die Flüchtlingskrise hat Pegida gerettet.“
Verallgemeinernder Wortgebrauch
Bei der SZ-Analyse der am häufigsten verwendeten Wörter liegen „Deutschland“ und „Pegida“ vorn, auch „Merkel“, „Mensch“, „Land“ und „Flüchtlinge“ werden oft gebraucht. Das wäre auch zu einfach gewesen, liebe SZ. „Um ein besseres Verständnis davon zu erhalten, wie radikal Pegida-Anhänger argumentieren“, ließ die SZ eine Stichprobe von 1000 Kommentaren von zwei Forschern der FU Berlin untersuchen. Anatol Stefanowitsch und Susanne Flach ziehen Bilanz (Dokument auf GoogleDrive):
Die Wortwahl ist stark verallgemeinernd; so werden etwa die Begriffe Flüchtlinge, Migranten, Muslime usw. weitgehend synonym verwendet und führen dazu, dass die betreffenden Menschen als Teile einer homogenen, undifferenzierbaren Gruppe dargestellt werden. Die Aussagen über diese Gruppe zielen durchgängig auf Ablehnung, Delegitimation und Schuldzuweisungen ab; nur eine Minderheit der Kommentare geht einen Schritt weiter und kann klar als Hassrede charakterisiert werden […]; Auch die Sprache ist (abgesehen von der fehlenden Differenzierung) mehrheitlich neutral; in sich diskriminierende oder abwertende Begriffe kommen zwar durchgängig vor, stellen aber relativ gesehen eine Minderheit dar.
Geflüchtete und „Lügenpresse“
Dass sich in den Kommentaren nur selten Hassrede findet, könnte auch an Löschungen von Facebook oder Administratoren der Seite liegen. Interessant ist: Die politischen Diskussionen auf der Seite drehen sich fast nur um die Flüchtlingspolitik und die „Bedrohung“ durch die „Invasionsmacht“ Islam, der als „inhärent gewalttätig, terroraffin und menschenverachtend“ dargestellt wird, so die Forscher. Die Pegida-Kommentare haben zunächst vor allem Linken und die Grünen vorgeworfen, dies nicht zu erkennen. Erst später richten sie sich gegen Angela Merkel.
Die „Lügenpresse“ ist neben Geflüchteten und der Bundesregierung ein zentrales Feindbild der Pegida-Bewegung. Dies spiegelt sich nur bedingt in den Verlinkungen wieder: Die Kommentatoren verweisen am häufigsten auf Focus Online (1295 Verlinkungen) und die Welt (1246 Verlinkungen), dahinter liegen Blogs wie Politikversagen (1064) oder Epoch Times (536).
Die Ergebnisse machen eine erste Einordnung der sonst nach außen verschlossenen Bewegung möglich. Sie sind jedoch auch mit Vorsicht zu genießen, da es sich um keine repräsentative Untersuchung der Pegida-Bewegung handelt.