ARD

  • : Aktionsidee: Sie fragen, Politiker antworten
    Aktionsidee: Sie fragen, Politiker antworten

    Die ARD bindet jetzt auch etwas ihre Zuschauer ein und kopiert dafür das Format der CNN-Präsidentschaftsdebatte. Dazu wurde die Aktion „Ihre Frage nach Berlin: Sie fragen, Politiker antworten“ gestartet.

    Zum Politik-Auftakt nach der Sommerpause haben wir uns für Sie etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Was wollten Sie von den Spitzenpolitikern schon immer wissen? Was brennt Ihnen auf den Nägeln? Fragen Sie die Politiker selbst! Jetzt können Sie Ihre Frage stellen. ARD-Morgenmagazin, ARD-Mittagsmagazin und tagesschau.de machen es möglich.

    Die Aktion wird vom 3.–5. September im Rahmen von Morgen- und Mittagsmagazin ausgestrahlt. Man soll dazu eine bis zu 20 MB grosse Videodatei hochladen (Format unklar) oder gleich per UMTS-Handy einen Video-Anruf machen.

    Zielgruppen sind Kurt Beck, Guido Westerwelle, Edmund Stoiber, Renate Künast, Ursula von der Leyen und Peer Steinbrück.

    Aktionsvorschlag: Wir wäre es, wenn viele Bürger Fragen zur Vorratsdatenspeicherung stellen würden? Oder zu anderen aktuellen netzpolitischen Gesetzgebungen? Einfach eine Kamera anschmeissen, eine gute Frage nett lächelnd in die Kamera formulieren, das Video ins Blog stellen und bei der Tagesschau hochladen.

    [Danke Serge]

    23. August 2007 3
  • : Ratgeber Technik zur Vorratsdatenspeicherung
    Ratgeber Technik zur Vorratsdatenspeicherung

    In der ARD gab es vorgestern einen guten Beitrag zum Thema in der Sendung „Ratgeber Technik“. Der Titel trifft es recht gut:

    Vorratsdatenspeicherung – Schnüffelstaat online

    Hier ist der Text, hier das Video.

    19. März 2007 5
  • : Panorama fabuliert über Vergewaltigungen in Computerspielen
    Panorama fabuliert über Vergewaltigungen in Computerspielen

    Die ARD-Sendung Panorama ist eigentlich meistens sehenswert. Wenn sie denn mal nicht über „Killerspiele“ berichten, wie es am 22. Januar passiert ist: Morden und Foltern als Freizeitspaß – Killerspiele im Internet. Dann kommen nämlich solche Szenen zustande, bei denen man von Manipulation und Propaganda sprechen kann: NDR-Fernsehen: Highscore durch Vergewaltigung? Und die Propaganda wurde von öffentlich-rechtlichen Geldern bezahlt.

    Anders als zuvor auf der Webseite von „Panorama“ angekündigt kamen jedoch „menschenähnliche Avatare“ wie etwa im Rollenspiel „Final Fantasy“ in dem Beitrag nicht vor. Vielmehr wurden neben „Call of Duty 2“ Szenen aus „Der Pate“, „Doom 3“ und „GTA San Andreas“ gezeigt. Bei letzterem Titel wurden Ausschnitte aus dem „Hot Coffee Mod“ – das erst durch umständliche Patches freigeschaltet werden muss – durch einen geradezu haarsträubenden Text unterlegt: „Wer hier möglichst viele Frauen vergewaltigt, gewinnt.“ Dies entspricht genau dem Gegenteil der dargestellten Szene: Kommt es in GTA zum Sex zwischen zwei Spielfiguren, so geht dem eine Verabredung voraus, nach der die weibliche Figur ihren Verehrer „auf einen Kaffee“ einladen kann. Von Vergewaltigung kann hier keine Rede sein. Im Kontext von „Panorama“ wurde diese umgekehrte Aussage durch den Song „Rape Me“ der Band Nirvana unterstrichen, der zu den GTA-Ausschnitten lief. Der Musiktitel wird jedoch mit dem Spiel nicht ausgeliefert.

    Und wie so oft, wenn es um das „Böse im Internet“ geht, ist die Firma PanAMP wieder dabei und vermarktet über Schauermärchen ihre Dienstleistungen und bekommt dafür kostenlose Werbefläche.

    Bis eben htte ich noch die Illussion, dass es mit Panorama wenigstens noch etwas investigativen Journalismus im Fernsehen gab. Schade. Die Sendung kann hier im Real-Format angeschaut werden.

    23. Februar 2007 19
  • : ARD präsentiert Podcast-Studie
    ARD präsentiert Podcast-Studie

    Die ARD hat jetzt auch eine eigene Podcast-Studie und kommt zu wahrlich überraschenden Ergebnissen: ARD-Studie belegt: Podcasts sind Ergänzung und nicht Konkurrenz fürs Radio – vor allem Informations- und Kulturprogramme können profitieren. (Das ist übrigens die Originalüberschrift der Pressemitteilung)

    Podcasts sind eine sinnvolle Ergänzung der traditionellen Radioprogramme. Das ist das Ergebnis der ersten ARD-Podcast-Studie. Im Zeitraum Juli bis September 2006 wurden insgesamt 10.156 Nutzer von Podcastseiten auf den Internetseiten der einzelnen ARD-Landesrundfunkanstalten und von ard.de befragt. Die Antworten belegen, dass es keine konkurrierende Beziehung zwischen Podcasts und Radioprogrammen gibt. Im Gegenteil: Die Hörfunkprogramme, und hier vor allem die Informations- und Kulturangebote der ARD, bieten Orientierung bei der Auswahl eines Podcasts. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Podcast abgerufen wird, ist umso höher, je profilierter das Angebot in dem Radioprogramm ist.
    […]
    Besonders deutlich profitieren die Informations- und Kulturprogramme der ARD von der Möglichkeit, Sendungen oder Einzelbeiträge im Podcast zum Abruf bereitzustellen.

    Gibt es eigentlich auch noch andere Podcast-Beiträge im ARD-Netzwerk, die nicht unter „Information und Kultur“ fallen?

    25. Januar 2007 4
  • : Wiederholung: Wer hat meine Daten?
    Wiederholung: Wer hat meine Daten?

    Am Montag Abend wiederholt der WDR um 22:30h im Fernsehen die Dokumentation „Wer hat meine Daten? – Wie wir täglich ausspioniert werden“. Die Doku lief schonmal im Sommer in der ARD.

    Einige Dinge darf jeder wissen: Geburtstag, Wohnort und Beruf beispielsweise. Doch darüber hinaus sind von jedem von uns Hunderte von Daten im Umlauf. Jeder Kauf mit Kundenkarte, jeder Besuch auf Internetseiten hinterlässt Spuren, die von Datenhändlern begierig gesammelt, ausgewertet und verkauft werden. Erfasst, kategorisiert und gespeichert: Jeder Bürger besteht in unzähligen Datenbanken längst nur noch aus Zahlenreihen; Bild: WDR/SchützVorlieben, Leidenschaften, selbst geheime Wünsche von jedem von uns werden gespeichert und in Umlauf gebracht, zu Nutzerprofilen zusammengefasst und transparent gemacht.

    Erfasst, kategorisiert und gespeichert: Jeder Bürger besteht in unzähligen Datenbanken längst nur noch aus Zahlenreihen; Bild: WDR/SchützDer Journalist Erich Schütz hat zusammen mit Detlev Koßmann seine eigenen Datenspuren verfolgt und war verblüfft, was mit seinen Daten so alles passiert. die story ist ein spannender Selbstversuch, der beklemmende Aussichten für die persönliche Freiheit zeichnet.

    3. Dezember 2006 4
  • : Rundfunkgebühr für Computer beschlossen
    Rundfunkgebühr für Computer beschlossen

    Die Ministerpräsidenten haben heute die Rundfunkgebühr für internetfähige Computer und Mobiltelefone beschlossen. Ab dem 1. Januar 2007 kostet das nun 5,52 Euro pro Monat. Dafür will ich jetzt aber auch die Angebote des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks weitgehend im Internet sehen. Den Musikandtenstadl können sie von mir aus davon ausschliessen.

    19. Oktober 2006 9
  • : Ich will mehr ARD im Netz
    Ich will mehr ARD im Netz

    Spiegel Online berichtet über den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk und dessen künstlichen Begrenzung der Online-Aktivitäten bei derzeit 0,75 Prozent: Gezerre um mehr Geld für Web-Auftritte. Für mich ist es nach wie vor unverständlich, weshalb ARD und ZDF politisch so gedeckelt werden. Ich will die Möglichkeit haben, Sendungen von ARD, ZDF, ARTE, etc im Netz anzuschauen – und zwar mit offenen Standards. Immerhin zahle ich Geld dafür und zukünftig sollen Computer auch noch belastet werden. Bis heute bekomme ich nur den Video-Podcast der Tagesschau und manchmal gibts schlechte Real-/WMV Streams im Netz.

    Die FDP setzt sich aus einer mir nicht nachvollziehbaren Sicht für eine „unbedingte Deckelung“ der Online-Ausgaben aus. Der Medienpolitische Sprecher der FDP, Hans-Joachim Otto, schrieb dazu in seinem Weblog:

    Zugunsten eines weiterhin offenen, wettbewerbsstarken und innovativen Internet muß die Deckelung der Online-Ausgaben von ARD, ZDF und Co. unbedingt beibehalten werden. Ansonsten wird ein starker Verdrängungseffekt durch öffentlich finanzierte Angebote stattfinden. Ich möchte Sie alle dazu aufrufen, mich in dieser Angelegenheit zu unterstützen und mir Ihre Meinung mitzuteilen.

    Ehrlich gesagt versteh ich die Logik der Argumentation nicht und so bin ich der Aufforderung nachgekommen und hab in den Kommentaren nochmal dezidiert nachgefragt. Antwort gabs bisher keine.

    5. Oktober 2006 7
  • : Die Einladepolitik von Sabine Christiansen
    Die Einladepolitik von Sabine Christiansen

    Lobbycontrol hat die Einladepolitik der Sabine Christiansen Talkshow untersucht und kommt zu der wenig überraschenden Erkenntnis, dass die Teilnehmer doch überwiegend aus denselben Lobbynetzwerke stammen: Sabine Christiansen – Schaubühne der Einflussreichen und Meinungsmacher. Weite Teile der Gesellschaft, wie z.B. Bürgerinitiativen und Verbraucherorganisationen, dürften übrigens überhaupt nicht mittalken.

    Die Studie zeigt den Bedarf für eine konzeptionelle Neuausrichtung der Sendung. “In der jetzigen Form genügt die Sendung nicht dem öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Informationsauftrag”, so Müller. „ARD und NDR müssen jetzt die Weichen für eine konzeptionelle Neuausrichtung der Sendung nach Christiansens angekündigtem Abgang Mitte 2007 stellen.“ LobbyControl fordert, die Verzerrung des Themenspektrums und der eingeladenen Gäste sowie die Intransparenz der Interessenverflechtungen der Gäste zu beenden.

    Eine Kurzfassung gibt es als PDF.

    [via]

    7. September 2006 3