Die Einladepolitik von Sabine Christiansen

Lobbycontrol hat die Einladepolitik der Sabine Christiansen Talkshow untersucht und kommt zu der wenig überraschenden Erkenntnis, dass die Teilnehmer doch überwiegend aus denselben Lobbynetzwerke stammen: Sabine Christiansen – Schaubühne der Einflussreichen und Meinungsmacher. Weite Teile der Gesellschaft, wie z.B. Bürgerinitiativen und Verbraucherorganisationen, dürften übrigens überhaupt nicht mittalken.


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Die Studie zeigt den Bedarf für eine konzeptionelle Neuausrichtung der Sendung. “In der jetzigen Form genügt die Sendung nicht dem öffentlich-rechtlichen Bildungs- und Informationsauftrag”, so Müller. „ARD und NDR müssen jetzt die Weichen für eine konzeptionelle Neuausrichtung der Sendung nach Christiansens angekündigtem Abgang Mitte 2007 stellen.“ LobbyControl fordert, die Verzerrung des Themenspektrums und der eingeladenen Gäste sowie die Intransparenz der Interessenverflechtungen der Gäste zu beenden.

Eine Kurzfassung gibt es als PDF.

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3 Kommentare
  1. Ich gerate ja, wenn überhaupt, nur aus versehen in die Sendung von Frau Christiansen. Wenn dies passiert denke ich immer so bei mir: „Ob das wohl eine Wiederholung einer alten Sendung ist?“
    Irgendwie bestätigt mich jetzt diese Studie in meinem Empfinden, dort immer die selben Kandidaten zu sehen.
    Ausgewogen ist doch sicher etwas anderes, oder?

  2. Die Sendung über Religion war nicht gut. Da wird sie von S.Christiansen unter den Titel gestellt und hinterfragt
    „Mehr Toleranz zu Religionen“ und dann lästerlich und unkompetent von Personen beleidigt. Also von Gegnern selbst
    auf das wüsteste beschimpft. Ich verzichte auf SOLCHE TYPEN.

  3. Hans-Ulrich-Jörges, stellvertretender Chefredakteur des Stern, war ungefähr jede dritte Sendung anwesend und beglückte das Publikum und die anscheinend zahlreiche Zuschauerschaft jedes Mal mit den selben dümmlich-arroganten Scheinargumenten. Und ja, er nahm sich unfassbar ernst dabei und kam sich ebenso wichtig vor. Christiansen ist ein Paradebeispiel der Mediendiktatur, wie sie gegenwärtig (nicht nur) in der Bundesrepublik vorherrscht.

    Ich glaube aber nicht, dass sich daran etwas ändern wird. Diese Sendung wurde und wird ernst genommen von weiten Teilen der Bevölkerung, ebenso ernst, wie knapp 4 Mio. Leser die Bildzeitung. Warum es als normal erachtet wird, dass in einer Demokratie immer wieder die gleichen Leute die gleiche Sülze von sich geben, kann ich mir nicht erklären. Es können nicht nur dumme Idioten unter uns sein. Bildungsstandard hin oder her, ich weigere mich, das so hinzunehmen. Das Internet beispielsweise vermittelt ein anderes Bild, dass des mündigen Bürgers, der sich seiner Möglichkeiten sehr wohl bewusst ist und umfassend und kritisch mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen kann. Nur das öffentliche Meinungsbild tangiert das leider nicht.

    Mediendiktatur. Ich bin in der Hinsicht eher Pessimist…

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