Auf den PunktMeta kämpft gegen seinen schlechten Ruf.

  • Daniel Leisegang

Liebe Leser:innen,

die „smarte“ Brille von Meta ist ganz schön in Verruf geraten. Inzwischen wird sogar ein generelles Verbot der „Spannerbrillen“ diskutiert. Meta versucht dem gegenzusteuern, etwa indem es sein Produkt als Hilfsmittel für Menschen mit Sehbehinderung verkauft.

Meine Kollegin Chris Köver hat mit Christiane Möller vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband gesprochen. Das Interview zeigt sehr schön, dass die Themen Barrierefreiheit und Inklusion viele Facetten haben. Und dass nicht jede Technik dabei hilft, diesen Zielen näher zu kommen.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht

Daniel

Unsere Artikel des Tages

Smart Glasses und Barrierefreiheit„Meta hat kein Blinden-Hilfsmittel entwickelt“

KI-Brillen geraten derzeit als Werkzeuge für heimliche Überwachung und digitale Gewalt in die Kritik. Rufe nach einem Verbot werden laut. Für Menschen mit einer Sehbehinderung können sie hingegen im Alltag vieles leichter machen. Wie gehen sie mit diesem Konflikt um?

EU-VerordnungSächsischer Innenminister fordert Ausweitung der Chatkontrolle

Menschenrechtsorganisationen warnen seit Jahren vor einer Ausweitung der geplanten Chatkontrolle auf weitere Straftaten. Der sächsische Innenminister Armin Schuster fordert diese nun für die in Brüssel verhandelte anlassbezogene Chatkontrolle – und hält das für einen Kompromiss.

Tickermeldungen

Lesenswert, wichtig und spannend – hier fasst die Redaktion netzpolitische Meldungen von anderswo als Linktipps zusammen.

Ticker-News von Reuters vom 31. 08. 2026

Die Schweiz hält weiterhin am Vorhaben fest, ein Transparenzregister für Unternehmen einzurichten. Nach dem jüngsten Hack eines vergleichbaren Registers in Liechtenstein hatte die Industrie darauf gedrängt, die Pläne einzustampfen.

Ticker-News von OpenAI vom 31. 08. 2026

OpenAI macht wieder Werbung in eigener Sache und fordert gemeinsam mit gut 120 weiteren Unternehmen, weltweit die IT-Sicherheit zu stärken. Das Zeitfenster, um sich rechtzeitig gegen KI-gestützte Angriffe zu wappnen, schließe sich bald.

Ticker-News von The Washington Post vom 31. 08. 2026

US-Kriegsminister Pete Hegseth hat heimlich eine Reihe konservativer Militärveteranen angestellt, die ihr Geld als Online-Influencer verdienen. Mutmaßlich geht es darum, auf X und anderen sozialen Netzen Kulturkampf-Propaganda zu verbreiten.

Ticker-News von Der Spiegel vom 31. 08. 2026

Google reagiert unverzüglich auf die jüngste Kapriole Donald Trumps, wegen eines Streits mit Kanada den Ontariosee in „Lake America“ umzubenennen. Der Dienst zeigt Nutzer:innen den dekretierten Namen. „Opportunistische Faktenverzerrung“, kommentiert der Spiegel.

Ticker-News von Die Zeit vom 31. 08. 2026

Die Frauen Union der CDU in Nordrhein-Westfalen setzt sich für ein härteres Vorgehen gegen digitale Gewalt ein als es der Gesetzentwurf der Bundesregierung vorsieht. Es müsse unter anderem einfacher werden, Anzeige zu erstatten.

Ticker-News von Der Spiegel vom 31. 08. 2026

Das US-Finanzministerium verweigert Journalisten von New York Times, Wall Street Journal und der Agentur Bloomberg die Akkreditierung für das G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker in den USA. Die Medienhäuser reagieren: Der verwehrte Zugang untergrabe die Medienfreiheit.

Ticker-News von Der Standard vom 31. 08. 2026

Gestern endete die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom, die insgesamt 368.000 Menschen besuchten. Auch der Bundesnachrichtendienst war in Köln vor Ort und warb mit dem Spiel „BND-Legenden: Operation Blackbox“ um Nachwuchs.

Ticker-News von CNN vom 31. 08. 2026

Boomende Wett-Marktplätze wie Kalshi und Polymarket können wie Glückspiel-Angebote reguliert und eingezäunt werden, hat ein US-Bundesgericht entschieden. Der Fall könnte vor dem Supreme Court landen.

Ticker-News von Der Standard vom 28. 08. 2026

Aus Sorge um sinkende Geburtenraten hat die chinesische Regierung romantische KI-Partner verboten. Gleichzeitig forciert sie den KI-Einsatz, um strukturelle Probleme zu lösen, die die demografische Krise verursachen.

Über die Autor:innen

  • Daniel Leisegang

    Daniel ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den "Blättern". 2014 erschien von ihm das Buch "Amazon – Das Buch als Beute"; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik "Medienkritik". Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine und dem Kuratorium der Stiftung Warentest an.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28‬ (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr).

    Foto: Darja Preuss


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