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BKA: Vorratsdatenspeicherung bringt nichts

Das BKA hat ja, wie Panorama berichtete, jahrelang versucht, undichte Stellen im eigenen Laden zu finden, über die Unterlagen an Journalisten weitergegeben wurden. BKA-Chef Ziercke teilte jetzt mit, dass dabei auch ein Beta-Test der Vorratsdatenspeicherung misslungen ist: Im Zuge der Korruptionsuntersuchung sind laut Ziercke unter anderem etwa drei Millionen Verbindungsdaten aus dem Telekommunikationsbereich aus dem…

  • Ralf Bendrath

Das BKA hat ja, wie Panorama berichtete, jahrelang versucht, undichte Stellen im eigenen Laden zu finden, über die Unterlagen an Journalisten weitergegeben wurden. BKA-Chef Ziercke teilte jetzt mit, dass dabei auch ein Beta-Test der Vorratsdatenspeicherung misslungen ist:

Im Zuge der Korruptionsuntersuchung sind laut Ziercke unter anderem etwa drei Millionen Verbindungsdaten aus dem Telekommunikationsbereich aus dem eigenen Haus ausgewertet worden. […] Trotz des enormen Aufwands sei man den „schwarzen Schafen“ in den eigenen Reihen aber letztlich nicht auf die Schliche gekommen.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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8 Kommentare zu „BKA: Vorratsdatenspeicherung bringt nichts“


  1. stefan

    ,

    Selbst eine solch fulminante Bauchlandung dürfte heutzutage nicht dazu führen, den Ansatz in Frage zu stellen. Im Gegenteil: man muss dann nur einfach noch mehr und noch länger speichern, um etwas zu finden. Es würde mich nicht wundern, wenn bald eine optimierte Pressemeldung nachgeschoben wird:

    „BKA-Chef Ziercke hat dennoch eine positive Bilanz gezogen und unterstrichen, dass die Bemühungen in die richtige Richtung gehen …“


  2. Klingt danach als wolle man die „schwarzen Schafe“ ein wenig in Sicherheit wiegen.


  3. Mir machen die weißen Schafe die ganz legal abhören und Daten sammeln mehr Sorgen.


  4. Nein die sind ungefährlich, ist ja nicht so das die Unterlagen über Irgendwen an die Presse weitergeben. Hey Moment …


  5. rammdöis

    ,

    ohoh


  6. Die „undichten Stellen“ werden ja kaum von ihrem BKA-Dienstanschluss die Journalisten angerufen haben. Dafuer gibt es schliesslich konspirative Treffen in der Kneipe, oder zur Not eine Telefonzelle.


  7. Der Link zum heise-Artikel muss richtig heißen:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/87950

    Wichtiges Thema!


  8. Dieter Langen

    ,

    Hallo liebe Leute!Ich suche die BKA Studie zur Vorratsdatenspeicherung, die angeblich vom BKA am 134.7.2007 der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist!Leider bin ich auf der Seite des BKa nicht fündig geworden!

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