Der Blackout-Day gegen die Internetfeindlichen US-Gesetzesinitiativen #SOPA und #PIPA war eine eindrucksvolle Demonstration der neuen Öffentlichkeiten im Netz.
Die Webseite sopastrike.com hat einige Zahlen veröffentlicht. Mehr als zehn Millionen Menschen haben Onlinepetitionen unterzeichnet, mehr als drei Millionen Mails wurden über Kampagnensysteme an Politiker verschickt (Nicht eingerechnet sind unzählige weitere individuelle Mails), mehr als 115.000 Webseiten haben beim Streik mitgemacht, davon alleine rund 45.000 Blogs bei WordPress.com. Die geschwärzte englischsprachige Wikipedia wurde rund 162 Millionen Mal in den 24 Stunden aufgerufen. Weitere Zahlen hat die Electronic Frontier Foundation:
While the final results are still being tabulated, EFF alone helped users send over 1,000,000 emails to Congress, and countless more came from other organizations. Web traffic briefly brought down the Senate website. 162 million people visited Wikipedia and eight million looked up their representatives’ phone numbers. Google received over 7 million signatures on their petition.
Auf Twitter wurde der Hashtag #sopa rund 2.2 Millionen Mal genutzt, #pipa rund 411.000. Fred Benenson hat die Hashtag-Daten ausgewertet und anschaulich visualisiert. Hier gibt es eine 32.000 x 32.000 Pixel Version.
Nicht lustig fand das Medienmogul Rupert Murdoch, der neuerdings twittert:
Seems blogosphere has succeeded in terrorizing many senators and congressmen who previously committed. Politicians all the same.
Viele Lobbys müssen sich noch daran gewöhnen, dass sich politische Prozesse und Öffentlichkeiten ändern. Timothy Karr schreibt bei Savetheinternet.com:
That Murdoch doesn’t get the Internet shouldn’t surprise anyone who’s observed his recent efforts to control it. It’s a campaign that goes well beyond Murdoch’s MySpace miscalculation to include tens of millions of dollars spent on Washington lobbyists who are intent on passing laws that undermine the Internet’s open architecture. And now millions of people are joining to protest Murdoch and his ilk and protect our fundamental freedom to connect, link to and share information without censors or filters.
Eine Grafik von Propublica zeigt den Impact auf Politiker. Während es vor dem Blackout-Day im US-Repräsentantenhaus 80 Unterstützer und nur 31 öffentlich bekannte Gegner gab, sieht das einen Tag später gleich anders aus: 65 Politiker sind weiterhin öffentliche Unterstützer, aber 101 Abgeordnete haben sich bereits dagegen positioniert. Irgendwo hatte ich auch noch gelesen, dass alleine der verantwortliche Senator für #sopa mehr als 5000 Anrufe an diesem einen Tag erhalten habe. Es wurde auch die These aufgestellt, dass es bei keinem anderen Thema eine vergleichende Mobilisierung gegeben habe.
Lesenswert ist auch die Pressemitteilung von ThePirateBay, die nochmal an die Anfangszeit von Hollywood erinnern, als die Filmstudios auch mal Piraten waren.
Over a century ago Thomas Edison got the patent for a device which would „do for the eye what the phonograph does for the ear“. He called it the Kinetoscope. He was not only amongst the first to record video, he was also the first person to own the copyright to a motion picture. Because of Edisons patents for the motion pictures it was close to financially impossible to create motion pictures in the North american east coast. The movie studios therefor relocated to California, and founded what we today call Hollywood. The reason was mostly because there was no patent. There was also no copyright to speak of, so the studios could copy old stories and make movies out of them – like Fantasia, one of Disneys biggest hits ever.
Jon Stewart hat in der DailyShow die Aktion und #sopa kommentiert: „Bring in some Nerds“.
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17 Kommentare zu „Review: Der #SOPA – Blackout-Day“
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[…] Netzpolitik.org hat mal ein paar Zahlen von sopastrike.com zusammengefasst. This entry was posted in politics and […]
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[…] (20.01.2012): Bei den Politikern im US-Repräsentantenhaus hat die Aktion offenbar große Wirkung zum Positiven gezeigt. Waren vorher nur 80 Abgeordnete gegen SOPA, sind es direkt nach dem […]
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[…] Ein Review zum SOPA-Backout-Tag bei netzpolitik.org. […]
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@Rupert Murdoch: it’s called pain, get used to it!
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[…] bzw. verwenden. Ob sie dafür bezahlen, interessiert Godzilla nicht. Deshalb will Godzilla auch nicht, dass die Menschen überwacht werden (und die Menschen denken: Was für ein gutes Monster!). Denn […]
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Was ich mich frage, warum nur das englischsprachige Wikipedia mitgemacht hat und nicht auch die anderen.
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Warum spannt eigentlich KEINER den Bogen zu ACTA?
http://todamax.kicks-ass.net/blog/2012/acta-unser-internet-ist-in-gefahr/
Und warum kann ich mit Firefox hier nicht mehr kommentieren? (Fehler: gib einen Kommentar ein)
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@daMax: Gute Frage, aber uns kannst Du das nicht vorwerfen: http://digitalegesellschaft.de/2012/01/pm-warum-sopa-auch-uns-angeht/
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Was ich euch vorwerfe ist, dass ihr auch in diesem Post wieder nicht den Bogen geschlagen habt. Wäre doch prima geeignet gewesen,
a) auf die Dringlichkeit hinzuweisen
b) einen Vorschlag für einen ANTI-ACTA-TAG am Mittwoch zu plädieren
c) vom Erfolg des Protests auf die Möglichkeiten eines Anti-ACTA-Protests hinzuweisen
usw.
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Anmerkung:
Einen BLD, den die PP verpasst hat, da sie mal wieder zu faul, zu unorganisiert und zu blöde waren.
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Nachsatz:
Das bescheidene Entschuldigungsmotto der PP „ist ja alles ehrenamtlich und so weiter“ höre ich mir auch nicht mehr an. Das Gescheiße habe ich vor fünf Jahre schon zur Kenntnis nehmen müssen. Wird Zeit, daß man mal Profi wird, oder? Faulheit und mangelnder Ehrgeiz sind die Gründe!
Ohne Gruß!
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SOPA ist tot, aber der Cyberwar geht erst so richtig los!
http://steveanorizz.wordpress.com/2012/01/20/cyberwar-und-diesmal-fast-schon-echt/
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[…] Review: Der ‘SOPA – Blackout Day […]
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[…] Eine Zusammenfassung des Erreichten bei SOPA Blackout Day. […]
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[…] Webseiten ohne Gerichtsverfahren geführt hätte. Nach dem massiven Protest schwand aber die Unterstützung im US-Repräsentatenhaus und das Gesetz wird erst einmal überarbeitet. (Schmankerl am Rande: Der Autor des Gesetzes, Lamar […]
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[…] bestimmtes Ereignis, dass weltweit mediales und somit auch bürgerliches Interesse geweckt hat: der Blackout Day. Damals zogen große Internetfirmen wie Facebook und Microsoft gemeinsam mit den Netzaktivisten in […]
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[…] jedenfalls die erfolgreichen Web-Kampagnen gegen die internetfeindlichen US-Gesetzesinitiativen SOPA und PIPA von 2012 oder der Internet Slowdown Day von 2014. Betreiber von Webseiten, die am Aktionstag […]
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