Scott McNealy, CEO von Sun Microsystems, wurde vor ein paar Jahren berühmt mit dem Spruch „You have zero privacy anyway – Get over it.“ Sogar er scheint seine Meinung nun geändert zu haben, wie Securityfocus von der RSA Konferenz berichtet:
„It’s going to get scarier if we don’t come up with technology and rules to protect appropriately privacy and secure the data, and the most important asset we have is obviously the data on people–our customers and employees and partners. And if we can’t protect that, people are not going to go online.“
McNealy brauchte dafür erst eine eigene Erfahrung: Eine Woche vor der Konferenz wurde einer Partnerfirma ein Laptop gestohlen, auf dem sich auch seine persönlichen Daten befanden. Microsoft und andere haben das ja schon vor einer Weile begriffen, aber eher aus der „unzufriedene Kunden“-Ecke heraus. Kennt eigentlich jemand eine gute Analyse der Funktionsweise und der Schwächen von deren InfoCards / Identity Metasystem? Ich warte noch auf das im April angekündigte „more later„von Tiara.org.
Via The Identity Corner.
Ergänzungen
Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
2 Kommentare zu „Du hast keine Privatsphäre – oder doch wieder?“
,
[…] Als erste Gefahr nennt auch er nun die Bedrohung der Privatsphäre – das Thema hatten wir ja schon mehrfach (z.B. hier, hier, hier, …). Interessant und erfreulich, dass die großen Namen aus der Industrie (zuletzt Scott McNealy von Sun) sich inzwischen immer stärker zum Datenschutz bekennen und sich Gedanken darüber machen, welchen Einfluss ihre Technologien darauf haben. Die zweite Sorge von O’Reilly ist die Zentralisierung von Macht und Informationen. Seine Prognose: Wenn man nichts dagegen unternimmt, wird aus der versprochenen Demokratisierung des Web 2.0 nur wieder einmal ein Oligopol von wenigen großen Firmen werden. Die meisten kennen wir ja bereits: Technorati, MySpace, Orkut, LinkedIn, Flickr, del.icio.us, YouTube, OpenBC, dazu noch Amazon, Google und Ebay aus der ersten Generation, … (Habe ich etwas wichtiges vergessen? Und wenn schon – ist in zwei Jahren eh bankrott.) If history is any guide, the democratization promised by Web 2.0 will eventually be succeeded by new monopolies, just as the democratization promised by the personal computer led to an industry dominated by only a few companies. Those companies will have enormous power over our lives – and may use it for good or ill. Already we’re seeing companies claiming that Google has the ability to make or break their business by how it adjusts its search rankings. That’s just a small taste of what is to come as new power brokers rule the information pathways that will shape our future world. […]
,
Hi guys at netzpolitik,
Scott McNealy shows us that nobody is too old and powerful to learn anew what is truly important in life :) although his friendly stance towards privacy, and the qoute you mention, dates from 2006.
Keep up the good work,
Axel (Bits of Freedom, NL)
Dieser Artikel ist älter als 19 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.