Das US-Repräsentantenhaus hat gestern mit 269 zu 152 Stimmen einen Gesetzantrag abgelehnt, mit dem das Ürinzip der Netz-Neutralität fest geschrieben werden sollte.
Intern.de: ‚Net Neutrality’ gescheitert.
Doch das Lobbying gerade der großen Telefon- und Kabelgesellschaften scheint erfolgreicher gewesen zu sein. Überhaupt können sich diese Firmen nicht über das Gesamtpaket „H.R. 5522“ beschweren, das vom Repräsentantenhaus mit 321 zu 101 Stimmen angenommen wurde. Denn dieser Gesetzespaket ebnet für die Gesellschaften unter anderem den Weg in die Fernsehwelt. Das neue Gesetz, das auch vom Weissen Haus schon gutgeheißen wurde, dereguliert den Zugang zu diesem Markt.
Technology Review: Netzneutralität: Holzauge sei wachsam.
Es geht hier im Übrigen nicht um Marktgiganten von Google, die ausgeblendet werden sollen, wenn sie nicht im Sinne der Telkos spuren. Nein, ein „tiered Internet“, in dem womöglich nichtzahlenden Site-Betreibern nur die Kriechspur bleibt, haut den neuen Internet-Firmen und kleinen Webdiensten auf den Kopf, die derzeit in ungeahnter Anzahl erneut erblühen. Es geht auch um nutzergenerierte Inhalte wie Weblogs, die auf der Strecke bleiben könnten, wenn das Netz in die Bereiche „Webserver hat bezahlt“ / „Webserver hat nicht bezahlt“ eingeteilt würde. Mit dem Ende der Netzneutralität bzw. einer fehlenden Festschreibung derselben könnte sich außerdem die Zensurfalle öffnen: Wenn die Provider tatsächlich erst einmal bestimmen, was die Nutzer sehen dürfen, haben zum Beispiel gegenüber der Betreiberfirma kritische Blogpostings womöglich keine Chancen mehr.
CNet: House rejects Net neutrality rules.
The U.S. House of Representatives definitively rejected the concept of Net neutrality on Thursday, dealing a bitter blow to Internet companies like Amazon.com, eBay and Google that had engaged in a last-minute lobbying campaign to support it.
CNet: New Net neutrality plan may ruffle feathers.
Internet companies that have been lobbying for stiff Net neutrality regulations might be having second thoughts right about now.
Vor der Entscheidung hatte die Washington Post ein sehr lesenswertes Plädoyer von Lawrence Lessig und Robert W. McChesney für Netz-Neutralität publiziert: No Tolls on The Internet.
Congress is about to cast a historic vote on the future of the Internet. It will decide whether the Internet remains a free and open technology fostering innovation, economic growth and democratic communication, or instead becomes the property of cable and phone companies that can put toll booths at every on-ramp and exit on the information superhighway.
Neben der zivilgesellschaftlichen Kampagne „Save the Internet“ hatten sich viele Internetfirmen und wneige NGOs noch zur Kampagne „It’s our Net“ zusammen geschlossen.
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6 Kommentare zu „US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität“
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Dann hat sich ja goohle selbst ausgebootet. Denn wer will noch in google suchen, wenn da nicht mehr das ganze Internet drin ist?
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google erfaßt keinesfalls das gesamte internet.
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klar, aber das ist was lieschen müller da drin vermutet.
Z.dt. es ist an der zielgruppe vorbei, nicht im ersten aber im zweiten Blick und das wird letztendlich zwei Varianten übrig lassen.
1) ein Netz für die Grossen und ein wieder aufsteigendes Netz von „Mailboxen“ für die Kleinen.
2) Es bleibt bisher
Ich denke es ist auch ein Bedarf an kleinen Inhalten da, und das sucht sich einen Weg, welchen auch immer.
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[…] Netzpolitik berichtete heute, daß die Abstimmung zur Festlegung der “Net Neutrality” gescheitert sei . “Net Neutrality”, wer von diesem Begriff genau so überrascht ist wie ich, der möge sich bei der englischen Wikipedia genauer darüber informieren: kurz gesagt geht es darum, daß man im Internet als Netzanbieter gefälligst niemanden aufgrund geschäftlicher Beziehungen zu bevorzugen hat, so daß das Blog von Max Mustermann genau die gleiche Transportpriorität hat wie die Webseite von Microsoft. […]
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[…] Netzpolitik berichtete gestern, daß die Abstimmung zur Festlegung der “Net Neutrality” gescheitert sei. “Net Neutrality”, wer von diesem Begriff genau so überrascht ist wie ich, der möge sich bei der englischen Wikipedia genauer darüber informieren: kurz gesagt geht es darum, daß man im Internet als Netzanbieter gefälligst niemanden aufgrund geschäftlicher Beziehungen zu bevorzugen hat, so daß das Blog von Max Mustermann genau die gleiche Transportpriorität hat wie die Webseite von Microsoft. […]
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