Das Politico Magazine hat in seiner März/April-Ausgabe eine längere Reportage über Miner von Kryptowährungen im US-amerikanischen Bundesstaat Washington veröffentlicht. In einer Region drei Autostunden von Seattle entfernt gibt es aufgrund des Columbia River und vieler daran angeschlossener Wasserkraftwerke billigen Strom. Das hat professionelle Miner auf den Plan gerufen, die für ihr ressourcenverschwendendes und spekulatives Geschäftsmodell unter anderem alte Lagerhallen nutzen:
Wie in jeder boomenden Stadt hat der Erfolg Spannungen erzeugt. Es gab Konflikte zwischen Minern und Ortsansässigen, Insolvenzen und Bestechungsversuche, Klagen, sogar eine Art sich verschärfenden Guerilla-Krieges zwischen lokalen Teams von Elektrizitäts-Versorgern und einer schattenhaften Armee von Untergrund-Minern, die ihre Server in Kellern und Garagen aufbauten und die lokalen Energienetze an ihr Limit brachten. Insgesamt schaut die Region bangend dabei zu, wie eine ihrer größten natürlichen Ressourcen – ein großer Überschuss an hydroelektrischer Kraft – von einem Sektor inhaliert wird, der vor fünf Jahren kaum existierte.
