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ZAPP: Der Kampf der Netzaktivisten gegen das Depublizieren

NDR-Zapp hat gestern wieder einen Bericht über das depublizieren gesendet und dabei depub.org gewürdigt: Der Kampf der Netzaktivisten gegen das Depublizieren. Es ist Wahnsinn. Erst sind öffentlich-rechtliche Journalisten jahrelang damit beschäftigt, Themen zu recherchieren und zu realisieren. Und dann müssen sie Zeit und Gebühren verschwenden, um sie wieder zu löschen. Der Rundfunkänderungsstaatsvertrag sieht dies vor.…

  • Markus Beckedahl

NDR-Zapp hat gestern wieder einen Bericht über das depublizieren gesendet und dabei depub.org gewürdigt: Der Kampf der Netzaktivisten gegen das Depublizieren.

Es ist Wahnsinn. Erst sind öffentlich-rechtliche Journalisten jahrelang damit beschäftigt, Themen zu recherchieren und zu realisieren. Und dann müssen sie Zeit und Gebühren verschwenden, um sie wieder zu löschen. Der Rundfunkänderungsstaatsvertrag sieht dies vor. Und daher müssen ARD und ZDF, ihre Archive im Internet verkleinern. Mehr als eine Million Dokumente sind so schon verschwunden, zum Ärger vieler Gebührenzahler. Und die Internet-Nutzer laufen nicht nur Sturm, sie wehren sich. Zapp über die Retter der Archive.

Hier ist das Video als Stream

. Steht leider noch nicht zum einbinden online. Und hier ist das Interview mit Johnny Haeusler in voller Länge als Stream.

Hier ist der Bericht auf Youtube:

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Bereits vor zwei Wochen hat NDR-Zapp über depublizieren berichtet.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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12 Kommentare zu „ZAPP: Der Kampf der Netzaktivisten gegen das Depublizieren“


  1. […] netzpolitik] Possibly related posts: (automatically generated)free! music! contest 2010 – die remix […]


  2. Freut euch doch, dass gelöscht wird. So kann man den Verlagen immer noch vorwerfen sie würden grundlos ihr Kapital ins Netz klatschen (und wären selbst schuld).


  3. Dass die öffentlich Rechtlichen zum depublizieren gezwungen werden ist natürlich überaus schwachsinnig um es milde zu formulieren.
    Was mich aber trotzdem interessieren würde sind die vorgeschobenen Argumente für den
    Rundfunkänderungsstaatsvertrag. Oder haben sich die politischen Entscheidungsträger erst garnicht die Mühe gemacht Argumente dafür zu finden?
    Wäre ja eigentlich eine kluge Taktik, wenn es keine stichhaltigen Argumente gibt, nennt man einfach auch keine und ist somit weniger angreifbar.
    Das Einzige was man sagen kann ist „Warum?!“ und „Was für ein Schwachsinn“ und damit hat es sich.
    Zurück bleibe ich mit Wut im Bauch alleine vor dem Bildschirm sitzend. Denn mein Bekanntenkreis interessiert sich nicht dafür.
    Schön dass es wenigstens das Internet und netzpolitk.org gibt, so fühlt man sich nicht ganz so allein.


  4. Johnny kommt im TV echt gut rüber.

    Erstaunlich finde ich, zu welcher Sympathiebekundung, was die Betreiber von depub.org angeht, sich RA Tarek B. Brauer hinreißen lässt.

    Hoffentlich halten die Jungs und Mädels von depub.org durch und finden Wege, uns unser Wissensarchiv zu bewahren.


  5. Kann mal jemand einen Laien erklären, warum/wieso es Seiten gibt, die anonym betrieben werden können?
    Wer oder was blockiert denn da eine Whois-Abfrage oder wo sind da die Hürden? Und wenn da irgendein Betreiber sich weigert die Daten herauszurücken, ist er dann nicht selber haftbar?


  6. Tim krischak

    ,

    Ich fände eine eine e‑Petition gut.


  7. […] Weiter verfolgen sollte man auch die Entwicklung zum Depublizieren und der Kampf dagegen. Ein Artikel dazu findet sich auf Netzpolitk. […]


  8. ich wäre ja dafür, dass die öffentlich-rechtlichen Inhalte einfach unter einer entsprechenden Lizenz (CC oder so) veröffentlicht werden, die sowas erlaubt.


  9. […] ZAPP: Der Kampf der Netz­ak­ti­vis­ten gegen das Depu­bli­zie­ren „Es ist Wahn­sinn. Erst sind öffentlich-rechtliche Jour­na­lis­ten jah­re­lang damit beschäf­tigt, The­men zu recher­chie­ren und zu rea­li­sie­ren. Und dann müs­sen sie Zeit und Gebüh­ren ver­schwen­den, um sie wie­der zu löschen. Der Rund­fun­kän­de­rungs­staats­ver­trag sieht dies vor. Und daher müs­sen ARD und ZDF, ihre Archive im Inter­net ver­klei­nern. Mehr als eine Mil­lion Doku­mente sind so schon ver­schwun­den, zum Ärger vie­ler Gebüh­ren­zah­ler. Und die Internet-Nutzer lau­fen nicht nur Sturm, sie weh­ren sich. Zapp über die Ret­ter der Archive.” […]


  10. Die Wikipedia hat übrigens gerade ihre Quellenrichtlinien aufgrund des Depublizierens geändert:

    Onlineinhalte der Öffentlich-Rechtlichen sollen nicht mehr als Belege zitiert werden – obwohl sie eigentlich als zuverlässige Quellen gelten -, weil sie durch das Depublizieren „nicht die zur Nachvollziehbarkeit erforderliche Dauerhaftigkeit“ besitzen.

    https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/w/index.php?title=Wikipedia:Belege&curid=855208&diff=81088336&oldid=80772182


  11. […] Gebührenbezahler finanzierte Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nach einer Woche gelöscht. Die neue Haushaltsabgabe, die ab 2013 die GEZ-Gebühr ersetzen soll, lässt dem Rezipienten keine […]

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