2026
-
Massenüberwachung: Bundesrat will Vorratsdatenspeicherung stark ausweiten
Vorratsdatenspeicherung von Telekommunikationsdaten (Symbolbild) Massenüberwachung: Bundesrat will Vorratsdatenspeicherung stark ausweiten Der Bundesrat will bei der geplanten Vorratsdatenspeicherung weiter gehen als die Bundesregierung: Die Speicherfrist soll auf ein halbes Jahr ausgedehnt werden. Auf die Daten der Sicherungsanordnungen bei Internet-Zugangs- und E‑Mail-Anbietern sollen auch alle Länderpolizeien und alle Geheimdienste der Länder zugreifen dürfen.
-
Peinliche Lücke: Hacker bringen Meta-KI dazu, fremde Instagram-Accounts herauszugeben
Intelligent geht anders: Meta AI hat die Sicherheit sträflich vernachlässigt. Peinliche Lücke: Hacker bringen Meta-KI dazu, fremde Instagram-Accounts herauszugeben Der Meta-Konzern hat mit seinem KI-Support eine deftige Sicherheitslücke aufgemacht. Angreifer konnten fremde Instagram-Accounts übernehmen, ohne Zugriff auf die originale Mailadresse des Kontos zu haben.
-
Online-Werbung: Wenn Überwachungskapitalismus und Überwachungsstaat zusammenwachsen
Standortdaten von Handys können über Online-Werbung an die Polizei fließen Online-Werbung: Wenn Überwachungskapitalismus und Überwachungsstaat zusammenwachsen Die Werbeindustrie hat den größten Überwachungsapparat der Geschichte geschaffen. Jetzt zeigt unsere neue Recherche: Auch die deutsche Polizei bedient sich daran und unterläuft dabei den Rechtsstaat. So schafft man Unsicherheit im Namen der Sicherheit. Ein Kommentar.
-
Daten-Schwarzmarkt: Deutsche Polizei nutzt offenbar rechtswidrig Databroker
Handys orten ohne Richtervorbehalt – Werbedaten machen es möglich. (Symbolbild) Daten-Schwarzmarkt: Deutsche Polizei nutzt offenbar rechtswidrig Databroker In mindestens zwei Bundesländern hat sich die Polizei Daten von Databrokern beschafft, wie Recherchen von netzpolitik.org und BR erstmals zeigen. Mit solchen Daten könnten sich Handys metergenau orten lassen. Fachleute halten das für illegal, eine Datenschutzbehörde hat sich bereits eingeschaltet.
-
Auf den Punkt: Der Papst schaltet sich in die KI-Debatte ein.
Auf den Punkt: Der Papst schaltet sich in die KI-Debatte ein. Liebe Leser*innen,
ich muss sagen, dass ich ziemlich überrascht war, als ich hörte, dass der Papst an einer Enzyklika zu Fragen der Künstlichen Intelligenz arbeitet. In meiner Wahrnehmung ist die katholische Kirche wenig progressiv und ich habe meine Erwartungen an ihr Oberhaupt über die Jahre immer weiter nach unten geschraubt. -
KI-Klimaschwindel und Greenwashing: Big Tech erklärt das Problem zur Lösung
KI-Unternehmen setzen beim Klimawandel die KI-Schwindel-Brille auf. KI-Klimaschwindel und Greenwashing: Big Tech erklärt das Problem zur Lösung Die Beweise für positive Klimaauswirkungen durch sogenannte „KI“ sind schwach, während die Klimaschäden klar belegt sind. Ein Bericht von AlgorithmWatch zeigt, dass die Klima-Versprechen nicht eingelöst werden können. Um das zu verschleiern, vermischen die Unternehmen verschiedene KI-Technologien – und klammern die energiehungrige generative KI dabei aus.
-
Digitale Medienkompetenz: Eltern und Mitschüler sollen es richten
Die Bildungsminister:innen sehen Medienkompetenz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe - und beschließen keine konkreten Maßnahmen,. Digitale Medienkompetenz: Eltern und Mitschüler sollen es richten Die Bildungsministerkonferenz findet Medienkompetenz in Sachen Social Media und Digitalisierung zwar wichtig, doch konkrete Maßnahmen ergreifen will sie nicht. Laut einem Medienbericht führt das zu Verantwortungsdiffusion.
-
Netzpolitische Enzyklika: Wie Papst Leo gegen die Verzweckung des Menschen argumentiert
Papst Leo XIV. und Chris Olah, Mitbegründer von Anthropic. Netzpolitische Enzyklika: Wie Papst Leo gegen die Verzweckung des Menschen argumentiert In seiner Enzyklika erklärt Papst Leo XIV. den Umgang mit KI zur „sozialen Frage“ unserer Zeit. Und auch bei anderen Themen knüpft er an aktuelle netzpolitische Debatten an. Gleichzeitig folgt der Vatikan den eigenen Maximen nicht immer konsequent.
-
KW 22: Die Woche, als die Databroker Files weiter Kreise zogen
KW 22: Die Woche, als die Databroker Files weiter Kreise zogen Die 22. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 8 neue Texte mit insgesamt 58.965 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.
-
Auf den Punkt: Die US-Regierung sieht ein Kaninchen, wo andere eine Ente sehen.
Auf den Punkt: Die US-Regierung sieht ein Kaninchen, wo andere eine Ente sehen. Liebe Leser*innen,
ihr kennt sicher diese Kippbilder, bei denen man je nach Perspektive entweder eine Ente oder ein Kaninchen sieht. Die US-Regierung treibt dieses Spiel auf die Spitze. Denn wo andere Staaten etwa illegales Glücksspiel sehen, sieht die zuständige US-Aufsichtsbehörde bloß eine legitime Form der Geldanlage. -
TikTok, Instagram, Youtube: Plattformen schludern bei Hassrede und Accountsperren
Werden eigene Regeln von den Social-Media-Plattformen nicht befolgt, bleiben sie reines Blabla (Symbolbild). TikTok, Instagram, Youtube: Plattformen schludern bei Hassrede und Accountsperren Wenn Social-Media-Plattformen zu viel oder zu wenig löschen, können sich Nutzer:innen beim Appeals Centre Europe beschweren. In mehr als 1.700 Fällen hielten die Schlichter:innen die Entscheidungen der Tech-Konzerne für falsch. Sie bemängeln „markante und immer wiederkehrende Probleme“.
-
Statt Durchsetzung von Völkerrecht: EU-Mittelmeermission IRINI dient künftig nur noch der Migrationsabwehr
Ein Patrouillenboot der libyschen Küstenwache im August 2025 Statt Durchsetzung von Völkerrecht: EU-Mittelmeermission IRINI dient künftig nur noch der Migrationsabwehr Griechenland und Frankreich lassen das UN-Mandat der Mittelmeermission IRINI gegen Waffenlieferungen auslaufen. Stattdessen unterstützt die EU nun auch das abtrünnige Ostlibyen mit Überwachungstechnik und der Ausbildung libyschen Personals, das dann Flüchtlingsboote abfangen soll.
-
Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt
Egal ob Krypto- oder Prognosemärkte: Trump dereguliert und profitiert. Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt Während weltweit immer mehr Länder Prognosemärkte als Glücksspiel behandeln, baut die Trump-Regierung ihre Aufsichtsbehörde zum Anwalt der Branche um. In den USA sollen Krypto- und Prognosemärkte so unreguliert wie möglich wachsen können – und Familie Trump profitiert mit.
-
Unsichere Billigimporte: EU-Kommission überzieht Temu mit einer satten Strafe
Temu hat den Digital Services Act verletzt, hat heute die EU-Kommission verkündet. Unsichere Billigimporte: EU-Kommission überzieht Temu mit einer satten Strafe Der chinesische Online-Händler Temu schlampt im Umgang mit gefährlichen und illegalen Produkten, hat heute die EU-Kommission festgestellt. Nach X handelt es sich um den zweiten Online-Dienst, der gegen den Digital Services Act verstoßen hat.
-
Strafanzeige: Journalist wehrt sich gegen Staatstrojaner-Angriff
Wehrt sich gegen Staatstrojaner-Angriff: Journalist Trung Khoa Lê. Strafanzeige: Journalist wehrt sich gegen Staatstrojaner-Angriff Ein deutsch-vietnamesischer Journalist wurde mit dem Staatstrojaner Predator angegriffen. Jetzt stellt er Strafanzeige, gemeinsam mit der GFF. Die Staatsanwaltschaft soll die Täter ermitteln und die Grundrechte schützen. Besonders pikant: Nicht nur das Opfer kommt aus Deutschland, sondern auch Anbieter und Kunden.
-
Auf den Punkt: Das Digitalministerium will sich ein Rückgrat kaufen.
Auf den Punkt: Das Digitalministerium will sich ein Rückgrat kaufen. Liebe Leser*innen,
bei Telekom und SAP sollen bald die Kassen klingeln. Es geht um einen dreistelligen Millionenbetrag. Auftraggeber: das Digitalministerium. Einkaufen will sich der Staat eine „KI-Cloud“, angeblich das „Rückgrat“ einer „souveränen“ Verwaltung.
Ist das Steuergeld Geld dort gut angelegt? Darüber hat meine Kollegin Esther berichtet. -
Tiere und künstliche Intelligenz: Wie die KI in unser Hackfleisch kommt
Tiere und künstliche Intelligenz: Wie die KI in unser Hackfleisch kommt Künstliche Intelligenz ist inzwischen in der Massentierhaltung angekommen. Doch können Verhaltensscanner im Stall wirklich das Tierwohl verbessern? Und welches Rezept spuckt ein KI‑Chatbot aus, wenn man ihn nach Spaghetti Bolognese fragt? Mirjam Walser warnt im Interview: Die Folgen von KI für Tiere sind enorm.
-
Für 250 Millionen Euro: Bund schafft neue Abhängigkeiten von IT-Konzernen
Karsten Wildberger freut sich auf die KI-Cloud für die Verwaltung. (Symbolbild) Für 250 Millionen Euro: Bund schafft neue Abhängigkeiten von IT-Konzernen Für eine dreistellige Millionensumme sollen SAP und Telekom eine „KI-Cloud“ für die öffentliche Verwaltung bauen. Digitalminister Karsten Wildberger nennt das souverän. Unabhängig wird Deutschlands Verwaltung damit nicht, warnen Opposition und Fachleute.
-
Auf den Punkt: Es wird ein Pokémon-Karten-Dieb gesucht.
Auf den Punkt: Es wird ein Pokémon-Karten-Dieb gesucht. Liebe Leser:innen,
knapp 10 Euro für eine Pokémon-Mini-Tin-Box ist viel. Aber nicht so viel, dass dafür das Fahndungsbild eines „Pokémon-Karten-Diebs“ in der Online-Boulevardpresse landen sollte. Von derartigen Fahndungsaufrufen bei geringfügigen Delikten war im Jahr 2025 jedoch auffällig viel zu lesen. -
Breakpoint: Das Internet verrottet
Verbrannte das Wissen in der Bibliothek von Alexandria? Breakpoint: Das Internet verrottet Tote Links, gelöschte Webpages und geänderte URLs machen das Internet zu einem Ort der Sackgassen. Wie Informationen im Netz verschwinden, erinnert an einen der berühmtesten Bibliotheksbrände der Geschichte. Doch allzu oft sind es nicht Katastrophen, die Wissen vernichten, sondern Desinteresse.