Was vom Tage übrig blieb

Verdreht, verpasst, verurteilt

Ein Grammatikdreher dürfte Google ziemlich peinlich gewesen sein. Apple-User hatten ein Problem und eine Suppendose ist auch nicht besser als eine Bitcoin-Wallet. Die besten Reste des Tages.

Fernsehturm im Hintergrund
Ist das noch endless summer oder schon goldener Herbst?

Google corrects unfortunate ‘Stalkerware’ typo allowing partner-tracking apps (The Verge)
Eigentlich hatte Google angekündigt, bis zum 16.September alle Apps aus dem Play Store zu verbannen, die explizit dazu dienen, andere ohne ihr Wissen auszuspionieren. Leider hat jemand beim Korrekturlesen der neuen Policy nicht aufgepasst. Durch einen Grammatikdreher stand dort: Apps zur Überwachung der eigenen Kinder sind *nicht* erlaubt, solche zur Überwachung von Partner:innen ohne deren Zustimmung *sind erlaubt*. In der neuen Version hat Google den Dreher korrigiert, Entwickler:innen haben jetzt bis zum 1. Oktober Zeit, ihre Apps an die neuen Richtlinien anzupassen. Warum auch die richtig gestellte Variante, nach der Kinder-Tracking-Apps erlaubt sind, problematisch ist, hatten wir jüngst berichtet.

„Berlin-Tag“ der Bildungsverwaltung scheitert an Apple (RBB)
Die Berufs- und Bildungsmesse „Berlin-Tag“ sollte in diesem Jahr Pandemie-bedingt digital stattfinden. Dort können sich Interessierte über Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten im Berliner Bildungsbereich informieren. Stattgefunden hat die Veranstaltung, nur Apple-Nutzer:innen hatten ein Problem, die Einbindung der App funktionierte nicht. Laut dpa betraf das immerhin 14 Prozent Interessierte, die nicht an Vorträgen und Gesprächen teilhaben konnten.

Wie Ermittler ein komplexes Cyber-Betrugssystem aufdeckten (Tagesspiegel)
Der Berliner Staatsanwalt Aljoscha Leder gibt dem Tagesspiegel Einblick in lange Ermittlungen zu einem spannenden Fall von Onlinebetrug. Viele der Ermittlungsschritte fanden im Analogen statt, auch wenn die Taten zum großen Teil online stattfanden. Eine Geschichte über Nachsendeaufträge, Mietwagen und eine Suppendose mit 69.000 Euro.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteur:innen gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

0 Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.