Was vom Tage übrig blieb: WhatsApp-Hack, polarisierte Medien und politisierte Wichser

Eine israelische Spionagesoftwarefirma beutete eine drastische Schwachstelle von WhatsApp aus, Forscher nehmen die Spaltung in den französischen Medien ins Visier und ein dänischer Politiker macht Werbung auf Pornhub. Die besten Reste des Tages.

Langsam wird es wohl Zeit, die HDR-Funktion des Handys auszuprobieren.

WhatsApp discovers ‚targeted‘ surveillance attack (BBC News)
Eine Schwachstelle bei WhatsApp machte es möglich, allein mit Hilfe der Telefonnummer Spionagesoftware auf das Handy der Zielperson zu installieren. Die Software dafür stammt von der israelischen Überwachungsfirma NSO Group, berichtete die Financial Times. Der Aktivist İyad el-Baghdadi schreibt auf Twitter, dass die Software vermutlich wie bereits in der Vergangenheit von der saudi-arabischen Regierung gegen ihre Gegner eingesetzt wird.

French media is polarizing. But not in the way we expected. (Columbia Journalism Review)
Französische Politwissenschaftler*innen haben untersucht, ob die französischen Medien ähnlich polarisiert sind wie jene in den USA. Die Kernfrage lautete, ob sich auch die französische Presse in einen Mainstream- und einen Rechtsaußenflügel nach Art von Breitbart und Fox News teilt. Das Ergebnis: Zwar gibt es in Frankreich keine Polarisierung wie in den USA. Doch die Wissenschaftler*innen sind besorgt darüber, ob die französische Medien-Elite von „Le Monde“ bis „Liberation“ in der Lage ist, die sozialen Realitäten in dem Land abzubilden. Hier der direkte Link zur Studie.

Danish politician takes out campaign ad on porn site (Copenhagen Post)
Ein Beitrag zur Debatte um Targeted Advertising bei politischer Werbung kommt aus Dänemark. Ein Kandidat der dänischen Liberalen sucht seine Wähler*innen auf Pornhub. Der Slogan des Kandidaten Joachim B. Olsen lautet, etwas frei übersetzt: „Wenn du fertig bist mit onanieren, musst‘ für Jokke Du votieren.“

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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