Was vom Tage übrig blieb: Micky-Mouse-Schlupflöcher, Metadatenfallen und funkende Räder

Ein Leihfahrradanbieter übermittelt personenbezogene Daten nach China, die Trump-Administration jagt Whistleblower mit neuen Techniken und im amerikanischen Urheberrecht gibt es ein erfreuliches Schlupfloch. Die besten Reste des Tages.

Berliner Fernsehturm
Es regnet Bücher in den USA. Hier ist der Himmel aber bedeckt.

Mobike übermittelt Nutzerdaten nach China (tagesspiegel.de)
Wer Mobike fährt, sorgt auch anderswo in Datenbanken für Bewegung: Der Leihradanbieter leitet personenbezogene Daten nach China weiter. Das hat die Berliner Datenschutzbehörde auf den Plan gerufen, die bisher keine schwerwiegenden Verstöße festgestellt hat. Die Untersuchung läuft noch weiter. In der Zwischenzeit rät die Stiftung Warentest von der Nutzung ab.

The Metadata Trap (The Intercept)
Der IT-Sicherheitsforscher Micah Lee analysiert, wie die Trump-Administration Whistleblower verfolgt. Dies tut sie schneller und häufiger als der vorherige US-Präsident Barack Obama, der auch nicht gerade auf sich warten ließ. Lee geht auf vermeintliche Fehler der Whistleblower ein und fragt, welche technischen Kniffe helfen.

Data-mining reveals that 80% of books published 1924-63 never had their copyrights renewed and are now in the public domain (boingboing.net)
Das „Mickey-Mouse-Schutzgesetz“ hat ein Schlupfloch: Nach einer Analyse der New York Public Library kümmerten sich viele Urheber, die ihre Bücher zwischen 1923 und 1964 veröffentlichten, nicht darum eine Urheberrechtsverlängerung zu beantragen. Da die 75 Jahre Schutzfrist in diesen Fällen nicht gilt, sind eine große Anzahl an Büchern aus dieser Zeit nun gemeinfrei. Das gilt allerdings nicht für Deutschland – hier schützt die Regelschutzfrist ein Werk für 70 Jahre nach dem Todestag des Urhebers.

The future is now! (Twitter / Tom Hall)

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Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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