Telematik-Versicherung: Ein Algorithmus entscheidet, wer sicher fährt

Wer vorausschauend fährt, bekommt einen Bonus. So bewerben immer mehr KfZ-Versicherungen Tarife, bei denen sie die Fahrweise der Kunden überwachen. Wie genau das Fahrverhalten verarbeitet wird und was für den Algorithmus gutes Fahrverhalten ist, geben die Versicherer nicht preis.

Autospiegel und verschwommene Landschaft
Bestimmte Fahrweisen, Straßen und Zeiten werden von den Telematik-Tarifen belohnt. Wie das genau berechnet wird, sieht der Kunde nicht. CC-BY 2.0 akrams83

Immer mehr KfZ-Versicherungen werben mit so genannten Telematikverträgen. Dabei wird im Auto eine mit Sensoren ausgestattete Box angebracht, welche Daten zum Fahrverhalten aufzeichnet und später an die Versicherung weiterleitet. Wer vorausschauend fährt, soll dann weniger zahlen, so das Versprechen.

Aber was heißt eigentlich sicheres Fahren? Auch die HUK Coburg bietet einen Telematik-Vertrag an. In den Tarif-Bedingungen wird nur grob umrissen, was einen schlechten Einfluss auf den Score hat. Dazu gehören offensichtliche Faktoren wie Geschwindigkeitsübertretungen oder schnelle Beschleunigung, heftiges Abbremsen und starke Kurvenfahrt. Aber auch welche Strecken gefahren werden sowie die Länge der Fahrt wirken sich aus. Außerdem überwacht die App, ob mit dem Smartphone während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung telefoniert wird.

Wie der „Gesamtfahrwert“ errechnet wird, bleibt geheim

In der App der Versicherung erhält der Kunde dann Hinweise und einen Score. Wie dieser entsteht, bleibt allerdings Geheimnis der Versicherung. Als Versicherungsnehmer kann ich mich also nur an groben Angaben orientieren, außerdem könnte sich der Algorithmus jederzeit ändern.

Screenshots der Telematik-App
Ausschnitte aus der App. Alle Rechte vorbehalten Screenshot / HUK Coburg

Die HUK-COBURG Datenservice- und Dienstleistungen GmbH bewerte das Fahrverhalten auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter mathematisch-analytischer Modelle und Verfahren unter Berücksichtigung der verschiedenen Kriterien, heißt es auf dem Twitter-Kanal des Unternehmens.

Als eine Person auf Twitter mehr Details forderte, reagierte das Unternehmen so:

Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine detaillierte Auskunft geben können, welche Kriterien wie gewertet werden. Die Berechnung unterliegt der unternehmerischen Freiheit.

Gegenüber netzpolitik.org sagt der Pressesprecher der HUK Coburg, dass die Bedingungen der Versicherung ganz bewusst keine konkreten Grenzwerte enthalten würden. Diese könnten Fahrer zu riskanten Fahrmanövern verleiten. Darüber hinaus würde die konkrete Information dem Fahrer in der konkreten Situation ohnehin nicht weiterhelfen.

Datenforscher Wolfie Christl sieht das anders. Gegenüber netzpolitik.org sagt er: „Wenn ökonomisch relevante Entscheidungen über Menschen auf Basis von detaillierten Daten über Alltagsverhalten getroffen werden, ist das mehr als heikel. Größtmögliche Transparenz ist hier die absolute Minimalforderung.“ Der Hinweis auf „geschäftspolitische Gründe“ oder „unternehmerische Freiheit“ sei völlig deplaziert.

Mit Daten beweisen, dass man kein Risiko ist

Während das Fahrverhalten wie Geschwindigkeitsübertretungen oder schnelles Beschleunigen tatsächlich in der Hand des Fahrers liegen, kann nicht jeder entscheiden, ob er nachts fährt oder häufig in Innenstädten. Hier können die Telematik-Tarife das Solidarprinzip von Versicherungen gefährden. Wer oft zu Zeiten und an Orten arbeiten muss, welche der Algorithmus negativ einstuft, muss mit höheren Tarifen rechnen, ohne selbst etwas dagegen tun zu können. Beziehungsweise, in der Sprache der Versicherer: Er bekommt weniger Bonus, ohne genau zu wissen, warum.

Wie ein Fahrer sich verhält, ermittelt HUK Coburg über eine Sensor-Box im Auto. Sie ist über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, auf dem Smartphone läuft eine zugehörige App, die beständig GPS-Daten benötigt. Das Smartphone zeichnet die Daten auf und lädt diese dann zu einem Dienstleister der Versicherung zur Auswertung. Bei diesem werden auch Daten, die einen Rückschluss auf die Person geben können, etwa gefahrene Strecken, laut Datenschutzerklärung fünf Jahre lang gespeichert. Danach werden die Daten laut HUK Coburg anonymisiert und ohne Ablaufdatum weitergespeichert. Der „Gesamtfahrwert“, also der individuelle Score eines Kunden, wird für zehn Jahre gespeichert.

Christl kritisiert, dass Menschen mehr und mehr dazu gezwungen würden, sich Systemen zu unterwerfen, die ihre Aktivitäten permanent digital auswerten. Dadurch sollen sie beweisen, dass sie kein Risiko seien. „Mittelfristig kann sich hier eine schleichende Entwicklung in Richtung Offenlegung von Allem ergeben.“ Er fragt: „Wollen wir eine Gesellschaft, in der unser Verhalten permanent bewertet und auf dieser Basis über unsere Möglichkeiten und Chancen entschieden wird? Das sind Dinge, die wir spätestens jetzt politisch und rechtlich breit diskutieren müssen.“

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22 Ergänzungen
  1. „Christl kritisiert, dass Menschen mehr und mehr dazu gezwungen würden, sich Systemen zu unterwerfen, die ihre Aktivitäten permanent digital auswerten. Dadurch sollen sie beweisen, dass sie kein Risiko seien. “

    Und genau das ist das größte Problem und der größte Trend zugleich. Wer auf seine Rechte besteht „hat offenbar etwas zu verbergen“ und wenn das Gegenteil nicht bewiesen wird „…muss man davon ausgehen dass Mobilfunk Krebs verursacht.“. Warum viele Bürger davon ausgehen dass es nur in China schlimm sei dass „…unser Verhalten permanent bewertet und auf dieser Basis über unsere Möglichkeiten und Chancen entschieden wird…“ und hierzulande eine parlamentarische Demokratie als Legitimation ausreicht um autoritäre Regime zu verhindern, ist mit nicht verständlich.

  2. Wenn der Algorithmus und auch die Berechnung geheim ist, sollte man sowieso skeptisch sein. Wir wissen ja noch nicht mal, ob *wirklich* ein Algorithmus entscheidet, oder vielleicht doch nur ein Mensch, oder gar eine seltsame Mischung aus beiden. Das ist Willkür pur. Denn behaupten kann das Unternehmen viel. Am lautesten würde ich lachen, wenn sich am Ende herausstellt, dass der Score aus dem Zufallszahlengenerator kommt. :-)

    Man sollte sich auch vom Wort »Bonus« nicht blenden lassen. Denn andersrum heißt es ja, dass jeder, der NICHT mitmachen will, automatisch schlechter gestellt wird. Wer aber jeden Euro zwei mal umdrehen muss, der ist natürlich wieder der Dumme, und muss dann zähneknischend die Überwachung in Kauf nehmen. »Bonus« ist also reine Volksverarsche.

    Die Versicherung ist also fein raus und hat mit 100% Wahrscheinlichkeit deine Daten. Du aber hast nur mit Glück einen lächerlichen »Bonus«, der aber von einer vollig willkürlichen Punktzahl abhängt. Oder anders gesagt: Nur ein Idiot würde sich auf einen solch beschissenen Vertrag einlassen. Die Ausrede »unternehmerische Freiheit« könnte lächerlicher nicht sein.

    Und natürlich dürften die gesammelten Daten für Kriminelle, Polizeien und kriminelle Polizeien auch sehr interessant sein. Die Kriminellen freuen sich, hat man doch exakte Bewegungsprofile zum Abgreifen. Die Polizeien freuen sich, braucht man bald keine Blitzer mehr, der Wagen verpetzt Raser vollautomatisch. Ich hab jetzt schon Szenen wie in »Das 5. Element« vor Augen, mit Autos, die dir vollautomatisch die Fahrerlaubnis entziehen. ;-) Denn merke: Wo ein Trog ist, da sammeln sich die Schweine.

    Ich finde es sehr erschreckend, mit welcher Lässigkeit hier suggeriert werden soll, dass es schon irgendwie ganz »normal« ist, dass deine Bewegungen genau überwacht werden können. Nein, es ist nicht normal, das ist eine Dystopie, die im Begriff ist, real zu werden und ganz und gar nicht akzeptabel.

    1. Werden die Daten im Auito bereits verarbeitet, oder schickt man Beschleunigungsdaten und schlimmeres direkt alles an die Versicherung?

      In letzterem Falle kann man wohl eine ziemlich genaue Ortszuordnung versuchen, wenn auch nicht ganz trivial, die gesamten Kartendaten der Erde einzubeziehen.

  3. Klappt das denn überhaupt mit jedem Auto? Oder braucht diese mysteriöse Box entsprechende Schnittstellen, die ein Auto Bj. 1984 sicher noch nicht hat.

    1. Bei mir muss die Box nur so an einer 12V-Steckdose installiert sein, dass sie die Signale der GPS-Sat. empfangen kann und GSM-Kontakt hat. Sie ist hier z.B. in einer 12V-Steckdose im Kofferraum installiert weil da der beste Funkkontakt besteht (Oberkante Kofferraum).

  4. Sinnvoller wären optionale Anzeigen für die Fahrer, wie „gesund“ sie schalten und fahren.

    Da hat die Autoindustrie vielleicht etwas gegen (Ersatzteile), aber es wäre mal ein Fortschritt ohne Ausnutzung und Überwachung im Fokus. Warum baut keiner soetwas?

    1. Ein direkte Anzeige für den Fahrer wäre optimal in meinen Augen. Aber auch jetzt kann ich die erfassten Daten bzw. Bewertungen (Fahrroute, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Zeiten und Score) nach kurzer Verzögerung vom Server des Dienstleisters per Browser abrufen.

      Mein Schaltverhalten geht da übrigens nicht in die Bewertung ein. Negativ bewertet werde aber starke Verzögerungs-, Beschleunigungs- und Fliehkräfte in als „Fahrweise“.

    2. Ich werde diesen Telematik Tarif ausprobieren. Da er mich min. 10% sparen lässt. Was sich auch steigern kann bis auf 30%. Da ich allgemein viel mit Tempomat fahre und auch so oft wie möglichbdarauf achte frühzeitig runter zuschalten um die Motorbremse zu nutzen um so viel Kraftstoff wie möglich zu sparen. Dadurch habe ich es auch schon geschafft auf der Autobahn einen Verbrauch von durchschnittlich 3,7 l hinzubekommen (Tempomat 90km/h) wobei es mir egal ist ob ich von Wohnmobilen Autos mit Anhänger oder einem LKW überholt werde. Mir ist wichtig das ich so viel Sprit wie möglich auf langer Strecke spare. Alleine dafür wird dieser Sensor, eine ich denke mal gute Bewertung geben. Was ich allerdings in meinem Spaß Auto mache interessiert diesen Sensor nicht. Da er ja nur in einem Auto sitzt.
      Mir geht es beibdem Sensor nur darum so viel Geld wie möglich zu Sparen um es für die richtig wichtigen dinge Spare. Ich kann ja froh sein das Sie nicht noch zusätzlich eine Verbindung zum Fahrzeug schaffen über den Diagnose Stecker um Dort Fahrzeug daten auszulesen. Dann wird es erst viel denke ich. Und das es Möglich ist beweist jede Tüv Prüfstelle.

      1. Mit 90 auf der Autobahn ist nicht positiv zu werten, denn das ist ein Unfallrisiko!
        Wer so den fließenden Verkehr behindert, verursacht mehr Unfallpotential durch z.B. dadurch provozierte Überholmanöver. Gleiches gilt für 40 km/h Fahrer in Ortschaften. Wer ohne Grund weniger als erlaubte Höchstgeschwindigkeit fährt (bzw. ~130 auf BAB), ist ein größeres Risiko, als jemand, der im fließenden Verkehr zügig ans Ziel kommt. ‚Langsamer ist sicherer‘ ist falsch.
        Wenn ich früh zur Arbeit fahre, ist die Fahrzeit nur lästige und verschenkte Zeit. Arbeitszeit zählt erst am Arbeitsort und alles, was ich auf der Straße verbringe, ist verschenkte Zeit. Freizeit ist wichtiger als ein paar gesparte Cent, denn davon haben wir immer weniger.
        Wer zudem noch freiwillig alle erdenkbaren Daten über Bewegungen und Aufenthalt seiner Person preisgibt, der ist auf dem sicheren Weg zur totalen Überwachung. Wollen wir das wirklich? Wenn Maschinen für uns denken und uns bewerten, ist der Mensch nichts mehr Wert.
        Das Leben in einer überwachten Gesellschaft ist wertlos. Es fehlt an Würde und persönlicher Freiheit, Mensch zu sein.
        Wer noch nicht durchschaut hat, was Industrie und Politik da gerade mit dem Volk machen, sollte sich hinterher nicht beschweren.
        Elektronisches Geld, Telemetrie-Datensammlung, 5G, Gentests, Chip unter der Haut …
        Wann wird der Mensch bald nicht mehr Mensch sein dürfen?

  5. Für den Durchschnitt wird es nur ein unwesentlich günstiger, ein paar zahlen weniger, ein paar zahlen mehr, vor allem die, die diese Telematik Verträge nicht abschließen.

    Ansonsten haben die Versicherungsgesellschaften finanziell ein Nullsummenspiel gemacht – nur dass sie darüber hinaus von einer wachsenden Zahl der Kunden kostenlos Daten einer Totalüberwachung bekommen.

    1. Mein Nachlass auf die Jahreprämie liegt aktuell knapp unter 25%.
      Einen Aufschlag auf die Prämie bei schlechten Score gibt es nicht, als 100% ist Maximun.

  6. Nachtrag:

    Wenn die Versicherung maximal feingranular jegliches individuelle Risiko der Versicherten ermitteln kann, sagen wir ideal & fiktiv zu 100%, dann bräuchte man keine Versicherung mehr: Jeder Versicherte würde einfach nur noch den Betrag aus eigenen Mitteln bezahlen, den er an Versicherungsschaden verursacht.

    Telematik und Überwachung seitens der Versicherungen unterläuft doch komplett dem Prinzip einer Versicherung!

  7. Sicher fährt, wer nicht ständig bzw. gar keine Unfälle verursacht. Dazu gibt es seit Jahrzehnten die bewährten Schadenfreiheitsklassen. Das sind doch die Daten, die beweisen, dass man kein Risiko ist.

    1. Leider ist das nicht unbedingt so: Solange man z.B. beim fahren von Straßenrennen nicht erwischt und bei der Verursachung von Unfällen unerkannt Fahrflucht begeht hat dies ohne Telematiktarif keinen Einfluss auf den SFR.

    2. Wenn GPS an ist, werden die Daten nicht nur für die Versicherung geliefert. Stecken da ganz andere Konzerne hinter? Wenn mein Handy sich über Bluetooth mit der Box verbindet wie kann sich mein Handy dann mit der Freisprecheinrichtung verbinden? Mit einer weiteren Box mit unsicheren schnittstellen? Irgendwie alles Wiedersprüchlich. Die Idee mag für die Versicherung gut sein. Für den Anwender entstehen ganz große lücken sein Privates zu schützen. Es ist nicht gut im zusammenhang mit dem Datenschutz wenn Daten erhoben werden von dem der Anweder nichts erfährt, welche es sind und wie diese sich zusammen setzten unter dem Deckmantel das der Kunde Geld spart. Hebeln die Autoversicherer im Namrn großer Konzerne die an solchen Daten interesiert sind, das Datenschutz Gesetz aus?

  8. Ich probiere gerade den Telematik Tarif der HUK24 aus. Score von 1000km innerhalb von zwei Wochen 100 von 100.

    Das ist toll. Da ich sehr früh auf der Autobahn und spät durch den Autobahnstau zurück fahre, komme ich quasi nicht über 120kmh mit wenig „Gebremse“.

    Alles gut. Was mich aber total aufregt, die App überwacht die Nutzung des Smartphones. (Erst mal gut)
    Wenn man allerdings einfach nur Musik von Spotify Streamen oder via Freisprecheinrichtung telefonieren möchte, dann geht das nicht. Man darf Spotify nicht öffnen und das Auto bekommt keinen Zugriff auf das Telefonbuch.
    Hier ist man dann darauf angewiesen ein zweites Smartphone mitzuführen. Eins für die Statistik. Eins für das normale Leben.

  9. Der Artikel übermittelt eine sehr einseitige Sicht, wirkt unseriös und eingeschränkt, alles negativ und Weltfremd. Aus meiner Sicht ist der Artikel für die Idioten gemacht, die wie die Henker durch die Welt fahren. Für die müsste die Telematik eigentlich verpflichtend werden.
    Das Beispiel Nachtfahrten: Es ist doch klar, dass Fahrten bei Nacht ein höheres Risiko bergen und dies auch beaufsichtigt werden muss. Der Aha-Effekt kommt im Artikel in keinster weise rüber.

    1. Ich habe auch die Telematik, aber sie regt mich nur auf. Ich bin eine sehr sichere Fahrerin, die die ersten Wochen 95% hatte. Ein Mal mittelscharf Bremsen wertet die App als starkes Bremsen und hat mich auf 64 gestuft. Seit 3 Wochen, obwohl ich keine Vorfälle hatte, steigt sie nicht mehr. Ich persönlich finde Nachtfahrten sicherer, bin in Berlin und da ist niemand auf den Straßen. Tagsüber sind alle gereizt und es ist ständig Stau. Da ist meiner Meinung nach die Unfallgefahr größer, als um 21h oder 22h. Aber da scheint es auch schon Pubktabzüge zu geben, wenn ich 4x im Monat um 21 Uhr fahre. Haben das jetzt seit 1.5 Monaten, aber weil es uns so aufregt, weil das nicht wirklich ausgereift ist und bei einen Vergehen, brauch man ca 40-50 Fahrten um wieder über 90 zu kommen, dazu der Accu-Verbrauch und Verbrauch eines teuren Handys, werden wir es bald wieder entsorgen. Dafür dass man dann 50€ im Jahr spart, aber das 800€ Handy futsch ist weil der Accu ständig benutzt wird und so, ist das wirklich nutzlos…Plus die Frustation, dass man Wochenlang „bestraft“ wird, wenn man einmal normal bremst und nicht super vorsichtig bremst. Ist meiner Meinung nach auch totale Behinderung des fließenden Verkehrs. In Bezug auf Lenkverhalten und Beschleunigung gibt es immer Abzüge: oder hat jemand von euch volle Punktzahl dabei? Es erklärt einem auch niemand von der Huk, wie man besser lenken oder Beschleunigen kann. Egal ob ich schnell, langsam oder Mittelbeschleunige= bleibt mittelwertig. Vielleicht ist das wirklich nur eine Abzocke um kostenlose Marktwirktschaft und Kontrolle zu bewirken?

  10. Ich fahre seit 2 Monaten mit HUK Telematik. Mein täglicher Weg zur Arbeit hat sich nicht verändert, meine Fahrweise auch nicht (nach meiner Ansicht). Trotzdem ist mein Score mittlerweile um über 10 Punkte gesunken. Ich vermute, dass sich der Berechnungsmodus alle 4 Wochen ändert, denn nach jeweils rund 4 Wochen ging der Score in einem Schritt um etwa 5 punkte runter. Das Beschleunigen auf Einfädelspuren, um sich in den Verkehr einordnen zu können wird genauso negativ bewertet wie das Abbremsen auf Abbiegespuren. Das widerspricht nach meiner Meinung dem Sinn und Zweck von derartigen Spuren. Auch eine Autobahnfahrt bei geringen Verkehr mit Richtgeschwindigkeit ohne hektische Lenk- oder Brems- und Beschleunigungsmanöver (die in der App extra angezeigt würden) hat sich negativ ausgewirkt. Ich dachte immer, Autobahnen seien die sichersten Straßen Deutschlands…

  11. Ich habe mich auch emntschieden die Telematik auszuprobieren. Über die ersten 5 Wochen hin stand ich konstant bei 100%. Einzig das Lenkverhalten kam „nur“ auf knapp 90%. was die Gesamtwertung nicht beeinträchtigte.
    Dann must ich wegen einer auf rot springenden Ampel schärfer bresen nd wenig später auf der Autobahn wegen Stau nochmal – weit weg von einer Vollbremsung aber trotzdem 2 Brems-Ereignisse. Aber das hat gereicht meinen Fahrwert auf 70% runter zu ziehen. Obwohl ich nur gebremst und nicht gelenkt habe sind Lenkwert auf ca 50% und Bremswert auf ca 55% gefallen – scheint fast als könnte der Sensor nicht unterscheiden ob gebremst oder gelenkt wurde. Seit 2 Wochen fahre ich nun wieder wie schon die ersten Wochen – gleiche Strecke, gleiche Tageszeit, gleiche Verkehrslage – und man sollte doch erwarten, dass der Fahrwert zumindest gemächlich wieder Richtung nach oben gehen würde – aber das Gegenteil ist der Fall! Ich empfinde das völlig unverständlich und de-motivierend. Eine Anfrage blieb unbeantwortet.
    Wie soll man sich verbessern wenn man nicht erfährt wo die „Fehler“ liegen?
    Ich werde noch eine Weile mitspielen, aber wenn die Berechnung weiterhin so unlogisch von statten geht fliegt das Ding aus dem Auto und die App vom Telefon. Das muss ich mir nämlich nicht antun.

  12. Habe jetzt seit 3 Wochen Erfahrungen. Wer in einer Kleinstadt lebt und Score-Punkte sammelt und dann plötzlich in die Großstadt fährt, erlebt sein blaues Wunder. Die Punkte schmelzen weg wie Butter. Ganz normales Bremsen in Stadtstraßenstaus wird im Vergleich als heftig angesehen und führt zu Punktabzug durch „Vorfälle“, ebenso Bremsen bei gleichzeitigen Schlaglochdurchfahrungen. Anscheinend reagiert der Gyrosensor im Smartphone heftig und meldet Bremsen mit heftiger Lenkbewegung. Eine 10 km Großtadtfahrt mit 2 Bremsvorfällen hat meine Score-Punkte nach 400 km Land- und Autobahnfahrten um 20 Punkte reduziert!!! Die Technik scheint noch nicht wirklich ausgereift zu sein!

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