Laut einer Umfrage des Medienmagazins Zapp betreibt die Polizei in Deutschland 332 Profile auf Social-Media-Plattformen. Darunter sind 159 Twitter-Accounts und 138 Facebook-Accounts. Die restlichen 35 Profile verteilen sich auf Instagram, Youtube oder Snapchat. Zur Pflege der Accounts beschäftigt die Polizei bundesweit 80 Social-Media-Manager. Bei der niedersächsischen Polizei ist man sogar noch einen Schritt weitergegangen und hat zwölf Polizeibeamte mit persönlichen Social-Media-Accounts ausgestattet. Die followerstärksten Profile der Polizei sind das Polizeipräsidium München mit über 450.000 und die Polizei Berlin mit über 400.000 Followern auf Twitter.
Der Polizei geht es darum sichtbar und erreichbar zu sein, doch das Engagement der Gesetzeshüter in den sozialen Netzwerken stößt auch auf Kritik. Netzpolitik.org hat vor ein paar Monaten eine Datenanalyse von mehr als hundert polizeilichen Twitterkonten durchgeführt und aufgezeigt, wie sich die Polizei in dem sozialen Netzwerk eine neue Öffentlichkeit schafft. Der Polizei- und Konfliktforscher Dr. Peter Ullrich äußerte sich gegenüber Zapp ebenfalls kritisch.
Mit der Nutzung von Twitter vollzieht die Polizei […] eine problematische Gratwanderung, sobald sie aktiv in die politische Deutung der Ereignisse eingreift, in denen sie zudem Konfliktbeteiligte ist.
