Albanien stellt aus Versehen Geheimdienstdaten ins Netz

Dem albanischen Geheimdienst sind Daten abhanden gekommen. (Symbolbild) Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Daan Mooij

Albaniens Finanzministerium hat aus Versehen sensible Informationen von Mitarbeitern und hohen Beamten des Geheimdienstes SHISH ins Internet gestellt. Die Informationen enthielten Details zu Personen, ihren Fahrzeugen, ihren Rollen in Operationen, Reisebewegungen und täglichen Gewohnheiten, berichtet The Independent.

Die veröffentlichten Tabellen enthielten auch Namen, Löhne und Ausgaben von mindestens acht Mitarbeitern von Geheimoperationen in Belgien, Griechenland, Kosovo, Italien, Mazedonien und Serbien. Gegenüber dem Independent bestätigten Geheimdienstmitarbeiter die „heikle Natur“ der Daten.

6 Ergänzungen
  1. Wo kann ich die Daten herunter laden? Wenn schon etwas geleaked wurde, dann sollte man das auch wirklich laden können.
    Auch Presseberichte wie diesen sollten so überprüfbar werden.

    Ich könnte ja auch schreiben „Merkel hat als letzte Amtshandlung Asyl für Snowden bewilligt“. Wenn ich nicht eine nachprüfbare Quelle dafür liefere ist es einfach irgend eine Aussage und sonst nichts.

    1. „Wenn ich nicht eine nachprüfbare Quelle dafür liefere ist es einfach irgend eine Aussage und sonst nichts.“

      So funktioniert Presse aber nicht.

      1. Wenn du mal ganz genau schaust bezieht sich der Artikel explizit auf eine Quelle. Es ist allerdings keine Primärquelle. Das verlangen journalistische Standards aber auch nicht überall.

  2. Ein Hoch auf Albanien!

    Vorratsdatenspeicherung, Experten warnen davor, was mit den Menschen passieren kann, falls diese Vorratsdaten in falsche Hände gelangen!
    Albanien demonstriert das eindeutig an 8 Personen, was für Millionen Europäer gilt:
    Vorratsdaten in falschen Händen, Missbraucht = Soziales Leben, Karriere und Private Zukunft im Eimer!

    Fazit?
    Wären diese Vorratsdaten nicht gespeichert worden, hätten sie nicht veröffentlicht können!
    Die benannten Mitarbeiter wären nicht enttarnt worden, es gäbe keinen Unmut zwischen den Regierungen, soziales Umfeld Heil, Karrieren sicher und und und!
    Es ist wie es ist, Vorratsdatenspeicherung ist Mist!

    Eines ist auf europäischer Polit-Ebene ganz klar, letztendlich ist nicht die Vorratsdatenspeicherung, sondern der Russe schuld an dem albanischen Desaster!

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