re:publica 2017 – Adblocker, die Blocker blocken

Torsten Kleinz bloggt über Blocker (kleines Wortspiel, eigentlich hält er hier einen Vortrag). CC-BY-NC-ND 2.0 Manuela Hoffmann

Auf der re:publica 2017 sprach der Journalist Torsten Kleinz über Adblocker, die Werbung beim Surfen im Internet für Verbraucher ausblenden. In seinem Vortrag sprach er auch über Adblocker-Blocker, die es Firmen ermöglichen, dieses Blockieren von Werbung zu umgehen. Ebenfalls Thema: Adblocker-Blocker-Blocker, die wiederum das Blockieren von Adblockern verhindern sollen. Und ja, er erwähnt schlussendlich auch kurz Adblocker-Blocker-Blocker-Blocker, die letztgenanntes Verhindern wiederum verhindern sollen.

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Die zentrale These seines Vortrags:

Der Kampf Adblocker versus Blocker-Blocker verändert die Web-Landschaft bereits. Immer mehr Teile des Netzes verschwinden hinter Paywalls, Fake-News hingegen florieren.

Kleinz zufolge sei das gesamte Internet durch Werbung strukturiert, da große Bereiche darüber finanziert würden. Somit seien auch „werbe-freundliche“ Strukturen, wie die Verbreitung der Programmiersprache Flash, stark verbreitet worden. Im Gegensatz zu „Werbungs-hinderlichen“ Strukturen, wie dem Verschlüsselungsprotokoll SSL. Man muss der These von Kleinz, die Werbung als einzige erklärende Variable darstellt, jedoch nicht unbedingt folgen.

Rund um einige Adblocker-Hersteller ist ein großer Markt für ein Geschäftsmodell entstanden, welches „nervige“ von „nicht nerviger“ Werbung trennt. Somit werden die Verbraucher vor allzu aufdringlicher Werbung geschützt. Parallel dazu lassen sich einige Hersteller der Adblocker dafür bezahlen, bestimmte Werbung nicht zu blockieren.

Wir empfehlen neben Kleinz‘ Vortrag „Krieg der Blocker – Kein Problem anderer Leute“ auch die Lektüre der Kontroverse rund um Adblock Plus und deren umstrittenes Geschäftsmodell. Eine Diskussion, die in dem Vortrag von Kleinz leider nicht erwähnt wird. Ebenfalls nicht erwähnt: Das Problem der Werbebanner, die Schadsoftware ausliefern.

Den Vortrag gibt es auch als Audio-Datei:

2 Kommentare
  1. Für mich gibt es keine gute Werbung.
    Nur störende und
    besonders störende Einblendungen.
    Diese „Geschäftsmodelle“ scheinen sich
    alle gegenseitig zu zerstören.

    Yolo!

    1. Ich weiss nicht was die alle haben.

      Mein Computer, ich bestimme was auf dem läuft und was verarbeitet wird und was nicht.

      Eskalierende scriptbasierende Werbung kostet mich Geld über die CPU Load und in Folge meine Stromrechnung, also die schon mal nicht, bringt mir keinen Gegenwert. Und nebenbei wird immer mal Malware mit ausgeliefert. Nö, kommt mir nicht ins Haus.

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