Öffentlichkeit

Endlich Klarheit: Adblocker sind schuld an Trump und Brexit

Der Zeitungsverleger Verband Nordrhein-Westfalen hat es herausgefunden: Adblocker sind die Ursache für den Niedergang der Demokratie. Sie müssen verboten werden, dann wird alles wieder gut. Ein Kommentar.

Foto: CC-BY-SA 2.0 IoSonoUnaFotoCamera

Alle mal aufpassen: Nicht die Russen, nicht Fake-News, nicht Fox News, nicht Cambridge Analytica, nicht Robert Mercer, nicht Meinungsroboter, nicht Breitbart und schon gar nicht die Wähler haben Trump an die Macht gebracht. Nein, die Adblocker waren es.

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Sollten sich „aufwendige Medieninhalte“ nicht refinanzieren lassen – woran natürlich Adblocker schuld sein sollen – dann droht der Untergang des Abendlandes. Das fabuliert der Zeitungsverleger Verband Nordrhein-Westfalen in einer Stellungnahme (PDF):

Die Meinungsbildung für die breite Masse erfolgt dann durch Blogger ohne journalistische Standards und soziale Netzwerke. Erste Auswirkungen eines solchen Trends lassen sich in den letzten Wahlen in Großbritannien und den USA besichtigen.

Und weiter heißt es dort:

Anzeigen sind Nachrichten – es sind inhaltliche Informationen im Kernbereich der Pressefreiheit. [..] Unabhängig von der Qualität ihres Beitrages haben die Annoncen einen informations-, meinungs- und bildungsfördernden Einfluss auf den Leser hinsichtlich des jeweiligen Sachgebietes. So werden wirtschaftliche oder gesellschaftliche Verhältnisse, Veränderungen oder Tendenzen – Angebot und Nachfrage auf dem Stellenmarkt oder Stagnation bzw. Ausweitung der Werbung für bestimmte Wirtschaftszweige usw. – dem aufmerksamen Leser durch den Anzeigenteil erkennbar. [..] Aber beispielsweise auch reine Wirtschaftsanzeigen als Spiegel konjunktureller Entwicklungen bieten durch die von ihnen vermittelten Informationen Anregungen zur Bildung.

Die nervtötende Popup-Anzeige als Seismograph unserer Gesellschaft: Du Schatz, ich sehe in letzter Zeit so wenig Anzeigen von der chemischen Industrie, denen muss es schlecht gehen. Und warum hat denn der Opel schon so lange nicht mehr mit einem Skyscraper-Banner herumgeblinkt? Das muss mit dem Kauf durch Peugeot zusammenhängen. Und Sony erst, die werben ja nur noch mit kleinen Bannern. Ob die es noch schaffen, eine Playstation 5 auf dem Markt zu bringen?

Die neue Informationsdisziplin der Nutzer von Online-Medien heißt: Zwischen den Bannern lesen. Denn dort finden sich die wirklich wichtigen Informationen. Da braucht man eigentlich diese ganzen nervigen Artikel nicht mehr, wenn man nur aufmerksam die Banner liest.

Und deswegen will der Zeitungsverleger Verband Adblocker verbieten.

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59 Kommentare
  1. Ich dachte erst es handelt sich um eine Lügengeschichte, postfaktische Wahrheit oder wie auch immer auf Neusprech dazu gesagt wird. Aber offenbar ist es wahr, daß der Verlegerverband durchdreht. Verkaufen sich die schön gedichteten Artikel nicht mehr? Woran das wohl liegen mag? Wahrscheinlich ist der Informationswert gleich Null und der Wahrheitsgehalt nähert sich dem an. Tja noch habe ich 2 Tageszeitungen im Abo, aber wahrscheinlich muß ich darauf beide kündigen und den enttäuschten Verlegern mitteilen, si sollen sich mal bei ihren Kollegen aus NRW über die Gründe informieren. Es geschieht der Presse recht, wenn sie zugrunde geht. Mit dem Geschäftsmodell ist einfach kein Überleben und schon gar kein prosperierendes Möglich. Schade drum.

  2. Schön geschrieben. Danke!

    Gruselig zu sehen, wie da der eigene Ast zersägt wird.
    Die Süddeutsche seh ich schon einige Zeit nicht mehr. Ich glaub nicht, daß sich das durch ein Adblockerverbot ändern würde. :p
    Wenn man sich so auch noch selbst das Wasser als „Meinungsbildner“ und Werbeträger abgräbt…

    RIP

    1. Die Süddeutsche lese ich aus Trotz trotzdem, wenn da ein Link hingeht. Hin und wieder kaufte ich sie früher auch. Deren „Blockerblocker“ ist das Witzigste, was ich seit längerem irgendwo gesehen habe :0

      1. Ach? Und die Argumente sind?

        Ich leg mal vor …
        Nachforschen und Schreiben erfordert Zeit.
        Zeit ist Geld.
        Kein Geld = keine Zeit.
        Keine Zeit = keine originäre Qualität sondern Abschreiben

        Geld ist kein Garant für gute Nachforschung.
        Kein Geld bedeutet auch nicht das nur Schrott herauskommt.
        Aber es beeinflusst die jeweiligen Wahrscheinlichkeiten schon enorm.

        Darum geht es im Kern aber noch nicht mal.
        Das bestehende System verlangt,
        zum größt möglichen Eigennutz zu handeln.
        Zwischenstaatlich sind Ausprägungen hier Nationalismus, Protektionismus und Imperialismus.
        Um dem entgegenzuwirken gibt es Gesetze…
        das Völkerrecht in diesem Beispiel.
        Damit die Judikative nicht völlig überlastet wird,
        gibt es die Medien.
        Sie funktionieren wie ein Gleichrichter für Meinungen.
        zb. für den Einsatz in Syrien gibt es kein UN-Mandat … de facto verstösst unsere Regierung gegen das Völkerrecht … das nennt man Kriegsverbrechen.
        Selbst wenn man versuchen würde es zu ahnden,
        stiesse unser Rechtsystem an die Grenzen und kollabiert.
        So was haben wir nun?
        Wenn die Meinung der Menge nicht durch Medien gelenkt wird, kann unser Rechtssystem in unserem Wirtschaftsystem nicht überleben.
        Wir schalten die Medien gerade ab …
        faktisch … durch unser Handeln.
        Das Rechtsystem versucht nachzusteuern,
        Videoüberwachung HateSpeechDebatte und so on,
        damit wir das Wirtschaftssystem, das uns lieb und teuer ist, nicht ändern müssen.
        Die Kernfrage ist …
        Wenn die Meinungsgleichrichter fallen,
        was bricht zuerst?
        Das Rechtsystem oder das Wirtschaftsystem?

        Ist wohl deutlich wovon ich ausgehe ;)
        Und ich finde das muss diskutiert werden,
        bevor wir bis zum Hals im totalitären Scheissdreck sitzen.
        Mit einem „Nein das ist nicht so!!11elf“ wird man dann nicht weit kommen.

        1. Müssen die Seitenbetreiber dafür auf trackende Werbenetzwerke verweisen? Müssen sie damit Sicherheitsprobleme und Datenschutzprobleme schaffen? Nein, sie könnten Werbung auch als Bild einbetten (wie bei normalen Zeitungen).

          1. Eben! In jeder Lokalzeitung gibt es eine Anzeigenabteilung, die sich durchliest, was ich da für Geld abdrucken will.
            Wenn ich „FICKEN FICKEN FICKEN“ drucken wollen würde, wäre das im klassischen Printgeschäft völlig unmöglich. Im Online-„Business“ ist das allerdings die Regel. Geld verdienen wollen Verleger, aber Verantwortung tragen? Nein, danke.

  3. Pah, das haben wir nun davon. Durch die Adblocker haben wir den Amis den Trump auf den Balg gebunden, und in unserem Deutschland macht dieses Bloggervolk unqualifizierten Inhalt. Da geht mir als Blogger das Herz auf, wenn ich diesen Quatsch lese. Ich finanziere meinen Blog mit Werbung und sage ja zum Adblocker.

  4. Paradox, dass jemand das fehlen journalistischer Kompetenz in der Debatte bemängelt und als Begründung hierfür den Jounralismus mit Füßen tritt, indem diese Person ungeprüfte Behauptungen in die Welt spuckt.

    An sich hätte ich gar nichts gegen Werbung, wenn diese nicht mit dem Verlust meiner Privatsphäre und der Verteilung von Schadsoftware zusammen hinge.

    Der Verband könnte statt der Leser doch einfach mal die Verursacher des Problems unter Druck setzen und die Werbewirtschaft dazu bewegen, weniger Internetverschmutzung zu betreiben. Dann werden Menschen auch von selbst weniger Adblocker nutzen.

  5. Unsere Medien sind geprägt durch die Geldgier. Gebracht wird, was die Verkaufszahlen steigen lässt. Selbst wenn man gegen einen Trend ist, wird darüber berichtet was das Zeug hät, einfach weil es interessant ist und Leser anlockt. Was wäre Pegida und die ach so üble Flüchtlingswelle ohne die Medien gewesen? Ein paar Deppen die sich Montags die Füße wundlatschen und (pro Stadt) ein paar traumatisierte Kriegsopfer die endlich wiedereinmal in Sicherheit sind. Unsere Nachrichten sind voll mit Katastrophen und Gewalttaten, weil das die Einschaltquoten hebt. Das macht mich traurig, weil es statt einer Integrität in der Berichterstattung, statt eigenen Gedanken und Visionen oft nur ein sensationsgeiles Trendthemennachhächeln gibt. Blogger mögen nicht die Ausbildung von Journalisten haben und vielleicht sind ihre Berichte auch mal qualitativ weniger hochwertig, aber zumindest hängt ihre Existenz nicht davon ab, dass die breite Masse ihren Blog gut findet. Ich weiß nicht, ob unsere Welt dadurch besser wird, dass der Journalismus zu Grunde geht – wahrscheinlich nicht, aber vielleicht kuriert es die German Angst ein wenig. ;)
    Zum Thema Adblocker – Es gibt da eine einfache Logik und die kann keiner als illegal erklären: Die Seite nervt mich mit zu viel Werbung? Da geh ich nicht mehr drauf…

  6. „Anzeigen sind Nachrichten“
    Hört sich nach native advertising an.

    Das Blogger-Bashing ist soooo gähn. Wirkt wie der letzte, allerletzte Strohhalm.

    1. „Anzeigen sind Nachrichten.“

      Vielsagend, auf welchem Niveau die Vertreter des „Qualitätsjournalismus“ mit diesem Vergleich ihre eigene Arbeit sehen.

  7. Natürlich haben sich die Zeitungsverlage ( Im Gegensatz zu der Film-und Musikindustrie) am Anfang zunächst mal selbst ins Knie geschossen, indem Sie die Inhalte kostenlos einfach parallel ins Netz gestellt haben, und somit die Leser auf eine kostenlose Nutzung hin konditioniert haben. Lustig dabei, das waren zu Anfangs besonders die TAZ im Einklang mit Springer. Beide haben zwischenzeitlich sogar vor anderen eine Paywall eingezogen. Bei der TAZ kommt hinzu, dass die TAZ die Ausbeutung Ihrer Mitarbeiter einfach aufs Netz übertragen wollte, und jahrelang das Sprachrohr jeder noch so abwegigen Idee zur Minderung von Autoren- und Bildjournalistenrechte ( andere Urheberrechte sowieso) der Piratenpartei war. Ups, dann merkten die, dass die TAZ selbst kostenlos genutzt wird und schwupps waren die bei der Paywall wiederum Vorreiter….. Jetzt aus der Nummer rauszukommen wird für die Verleger schwierig. Aber auch hier macht sich Jahrezehnte lange Qualität bemerkbar. Denn für die Süddeutsche und andere bin ich bereit zu bezahlen und nehme die meist fairen Angebote des Onlineangebots gerne in Anspruch, da ich einen AdBlocker benutze. HIngegen ich für die TAZ oder auch NP nie einen Heller abdrücken würde. Jahrelang wurde in diesen Angeboten für eine Minderung von Autorenrechte und neoliberale Handhabung geworben. Dann sollen die auch mal schön so weiterleben.

    1. Postfaktisch unterwegs, oder ist das eine Anzeige als Nachricht? 8)

      Die taz hat keine Paywall und hatte nie eine. Dafuer hatte die taz als so ziemlich erste Zeitung ueberhaupt eine nennenswerte Online-Strategie und entwickelt diese weiter. Die taz hat im Gegensatz zur SZ auch nie das Leistungsschutzrecht gefordert oder unterstuetzt.

      1. Natürlich hat die TAZ nie ein Leistungsschutzrecht gefordert, schließlich gehört Ausbeutung der Mitarbeiter ( und jetzt bitte nicht mit „Genossenschaft“ kommen) zum Business Model der TAZ, da die TAZ nach kaufmännisch anständiger Kalkulation schlicht pleite ist. Da braucht es halt weniger Geld als z.b bei der Süddeutschen die im Gegensatz zur TAZ fair bezahlt. Nenne es von mir aus bettel Vorschaltung anstatt Paywall, das stimmt ist exakter. Zynisch an der Sache, ausgerechnet die „Linke“ TAZ hat sich schon früh zum Sprachrohr der N eo Lib eralen aus dem Valley gemacht, im gemeinsame Ziel, Inhalte von Dritten möglichst kostenlos selbst vermarkten zu dürfen.

        1. Die taz ist auch eine der weniger Zeitungen, die ueber alternative Finanzierung von Journalismus nicht nur nachdenkt sondern aktiv Dinge probiert und umsetzt.

          Damit macht man sich natuerlich zum Feind fuer Leute mit anderen Absichten 8)

          1. „Alternative Finanzierung“?? Jetzt ernsthaft ? Zuviel Trump Speech gelauscht ? Und natürlich machen sich Ausbeuter die „Aktiv Ausbeutung “ betreiben, mit in etwa der selben Argumentation mit der UBER auch selbstständige Fuhrunternehmer zur Rettung des Weltklimas fargumentiert, oder foodora, die ö“Neue Dinge§ mit ökologisch freundliche Zulieferung von Essen per „Flexible“ Ausbeutermodelle für Fahrradkuriere umsetzt, sich Feinde bei Menschen wie mich, die bzgl. sowenig Reflektionsfähigkeit bzgl. Ausbeutung schlicht entsetzt sind.

          2. Natuerlich ernsthaft, sei es das Genossenschaftsmodell als auch die diversen Modelle zum online Bezahlen. Die taz konnte nie von Werbeeinnahmen leben wie die klassischen Zeitungen und musste daher immer schon mit Alternativen arbeiten. Klassische Zeitungen sind halt primaer Werbemedien, die Abbos finanzieren so knapp das Verteilen von totem Baum, nichtmal dessen Produktion.

            Der taz Haustarif ist sicherlich nicht hoch, aber man muss dort ja nicht arbeiten. Es ist aber auch nicht jeder Journalist gutverdienender Festangestellter bei einer klassischen Zeitung, und die ganzen Freiberufler verdienen dort idR eher wenig und haben Knebelvertraege. Aber klar, die privilegierten Besitztstandswahrer sind natuerlich die lautesten Verteidiger des angestammten, da postuliert man das Grundrecht auf das etablierte Geschaeftsmodell mit Meinungshoheit, und wenn man dafuer die Medienlandschaft der BRD in die Steinzeit zurueckbomben muss 8)

          3. Bis zur Steinzeit muss man gar nicht zurück um über Deine Ansichten erstaunt zu sein. Da genügt ein Verweis auf die Frühindustriealisierung die exakt die selben Worte wie Du benutzen um Menschenverachtend agieren zu können. Als Erfahrung daraus haben sich die Menschen Arbeits – und Sozialstandards erkämpft, die , ja, tatsächlich ein zusätzlicher Kostenfaktor für Unternehmen sind. Gelten diese aber für Alle, entsteht dadurch kein Wettbewerbsnachteil. Jetzt kommst Du daher, und faselst den Lobby Speech der Valley Oligarchen nach, die gerechte Teilhabe der Gesellschaft am Erfolg. um es in den Worten der Piratin Schramm zu sagen, „ekelhaft“ finden. Denk mal nach mein Guter.

          4. Das mit den „Valley-Oligarchen“ ist vermutlich das Feindbild, fuer das Du bezahlt wirst? 8)

            Der Kampf der taz mit ihren Finanzen und die daraus resultierenden Bezahlmodelle sind schon etwas aelter, und haben so ziemlich nichts mit den Firmen des Silicon Valley zu tun. In einer Welt, in der jeder paktisch kostenfrei fuer jeden praktisch kostenfrei publizieren kann, und das Medium gleichzeitig das Ausblenden stoerender Werbung einfach macht, bricht das angestammte Geschaeftsmodell wie auch das von oben gelenkte Diskursmodell vieler Zeitungen zusammen. Das ist gesellschaftlich durchaus ein Problem.

            Die Antwort koennte „oeffentlich-rechtliche Medien“ statt „oeffentlich-rechtlicher Rundfunkt“ fuer eine Grundversorgung heissen, und dann eben ein privater Medienmarkt dazu, in dem sich frei Modelle bilden koennen. Das ist eine Entwicklung nach vorne, und natuerlich kann es dazu fuehren, dass es weniger gut bezahlte Journalisten gibt. Es gibt aber auch weniger gutbezahlte Kutschenfahrer, get over it. Als Gesellschaft ist man an einem offenen Informationsfluss zum Nutzen aller interessiert, nicht an der Stabilisierung etablierter Geschaeftsmodelle zum Nutzen weniger.

            Ansonsten solltest Du dich mal mit Journalisten unterhalten, die nicht das grosse Geld bei der SZ verdienen.

        2. „…als z.b bei der Süddeutschen die im Gegensatz zur TAZ fair bezahlt.“
          Blendest Du die Freien MA nur versehentlich aus oder machst Du das bewusst?

  8. korrigiert mich wenn ich einem denkfehler unterliege :wenn ich beim einwohnermeldeamt sag: nö ist nicht mit adressen weitergabe zwecks vermarktung meiner adresse ,nutze ich mein recht. wenn ich online die werbekagge nicht will, auf tracking keinen wert lege und auch locker auf backdoors verzichten kann bin ich zumindest ein nutzer dessen profil entsprechend gekennzeichnet werden sollte? als nutzer von adblocker bin ich demzufolge asozial,ruiniere quasi die werbewirtschaft inclusive der verlage… ja ne schon klar… ;-)

  9. Krieg ist Frieden
    Freiheit ist Sklaverei
    Unwissenheit ist Stärke
    Anzeigen sind Nachrichten

    Die technisch simpelste Lösung gegen Adblocker wäre doch die Auslieferung der Anzeigen vom eigenen Server. Da könnte man zumindest einfache Banner platzieren, selbst wenn der Client Javascript abgeschaltet hat.

  10. Hallo Netzpolitik, hallo Mitkommentatoren,

    wenn ich mir die Beiträge meiner Vorkommentatoren durchlese, habe ich den Eindruck, dass die Quelle auf die sich der Artikel bezieht von kaum jemandem gelesen wurde. Da das Dokument 11 Seiten umfasst, kann ich das sogar verstehen, umso wichtiger hätte ich es gefunden, dass der Artikel die Problematik etwas sachlicher und weniger polemisch betrachtet. Ich versuche mal meinen Eindruck, also den Eindruck eines Adblocknutzers wiederzugeben:

    Natürlich sind Teile der Stellungnahme des Verlegerverbandes wahlweise polemisch (Adblocker sind an Trump schuld), an den Haaren herbeigezogen (Werbung ist wichtiges Instrument zur Information der Verbraucher zu gesellschaftlichen Fragen), glatt gelogen (Werbenetzwerke tracken nicht, es sind „nur“ die Webseitenbetreiber selbst) oder selbstgerecht (wenn wir nicht mehr sind, gibt es nur noch leienhafte Blogger).

    Das sollte uns nicht daran hindern zu versuchen deren sachliche Argumente neutral zu bewerten, denn diese gibt es in dem Dokument tatsächlich auch. Deren Hauptargument (mMn) ist ja, dass die stillschweigenden Vereinbarung zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer durch Adblockernutzung bebrochen wird, wenn dieser nur die Teile des Angebotes (content) herunterlädt die für Ihn relevant sind, aber die Teile die ihn potentiell stören, aber für den Anbieter der eigentliche Grund für das Angebot sind, (Werbung) auslässt.

    Aus Sicht der Verleger ist dieses Argument vollkommen schlüssig und auch nicht von der Hand zu weisen. Natürlich würden Spiegel, Zeit und co. sich die kostenlosen Online-Angebote ohne Werbung nicht leisten. Zeitungen sind zuallererst eins, gewinnorientierte Unternehmen. Das muss man nicht gut finden, aber man muss es zur Kenntnis nehmen.

    Ich möchte folgende Allegorie bemühen: jemand bietet Dir an, kostenlos in seiner Wohnung mitzuwohnen, ohne ausdrücklich anzumerken, dass er erwartet dass du alle nichtmonetären Verpflichtungen die mit der Nutzung der Wohnung einhergehen und zum Erhalt der Wohnung beitragen ( Putzen, Handwerker reinlassen ) mitträgst. Es würde Eure Beziehung wohl nachhaltig beschädigen, wenn du als kostenloser Untermieter dann nur den eigenen Nutzen ziehst (trockener Platz zum Schlafen) aber nichts von den Pflichten übernimmst. Auch wenn die Allegorie nicht perfekt passt, kann man doch Parallelen ziehen. Die Onlinemedien bieten kostenlos Content an (über Qualität reden wir jetzt nicht), wer diesen konsumieren möchte muss sich an die Regeln halten, also die Werbung laden.

    Schließe ich mich damit Ihrer Forderung nach dem Verbot vom Adblockern an? Nein!; ein vernünftiger Adblocker (nein ich meine nicht Dich Adblock) ist leider in Internet des Jahres 2017 unabdingbar geworden (danke liebe Werbenetzwerke und sogenannte „soziale“ Netzwerke).

    Vielmehr ist das Problem hausgemacht, wenn die genutzten Werbenetzwerke mit Ihren mannigfaltigen Problemen sorgfältig ausgewählt oder in die Pflicht genommen würden auch im Sinne der Endverbraucher zu agieren, gäbe es das ganze Problem nicht.

    tldr; Polemik und Handlungsempfehlung aside, auch die Seite der Verleger ist im Grundsatz nachzuvollziehen. Zumindest sollte man sich sachlich damit auseinandersetzen.

    1. Werbung als notwendige Beilage zum Qualitätsjournalismus zu bezeichnen ist so, als würde man behaupten, wer einen Apfel äße, dürfe gezwungen werden, einen Cheeseburger hinterherzuschieben, weil Burger King es so will und die Apfelbauern ansonsten angeblich nicht überleben könnten.

      Die abstrusen Vorstellung, man könne jemandem die Installation eines dringend nötigen Schutzmittels auf dem eigenen PC verbieten, könnte man großzügig als einen Hilferuf, sozusagen als eine Suizidnotiz eines (ob der Not, aber auch aufgrund der eigenen fehlenden Integrität) moralisch in besonders tiefe Abgründe geratenen Segments der Zeitungsbranche verstehen. „Schuld an Trump und Brexit“? Was ist denn das für ein sachlicher Beitrag? Da ist ja „Datenschutz ist Tatenschutz“ und andere CSU-Parolen noch besser. Ich habe gerade mal reingeschaut. Hast Du ja selbst schon gesagt. Deren Argumentation bewegt sich auf diesem Niveau.

      Ich denke aber, eine sachliche Auseinandersetzung um Bezahlmodelle findet sehr wohl schon statt, das haben die Macher dieses unterirdischen Pamphlets aber nicht mitgekriegt vor lauter werbefinanziertem Qualitätsjournalismus. Wie finanziert sich denn z.B. Netzpolitik.org? Richtig, es gibt also andere Wege.

      Werbung als unabdingbar für Journalismus zu bezeichnen ist ein aberwitziges Framing, das zeigt, wie sehr Werbefuzzis das Sagen haben und wie wenig Journalisten (hallo, clickbait?) Moderne Werbung scheißt uns in den Kopf und steht Qualitätsjournalismus diametral gegenüber – wie wäre es mit einem allgemeinen Werbeverbot, bevor man sich Gedanken um die juristische Flankierung eines bei frischer Betrachtung doch recht fragwürdigen Geschäftsmodells macht?

      Ein weitreichendes Werbeverbot wäre tatsächlich nicht das Schlechteste. Werbung ist Gehirnwäsche zum Konsum von Dingen, die man nicht braucht. So manche Großstadt wird inzwischen heimgesucht durch abscheuliche Zwangswerbung: Werbescheiße, die absichtlich aufdringlich aufgebaut ist und auf und ab zappelt, so dass man nicht konsequent weggucken kann. Die angeblich zur „Finanzierung“ der Stadtinfrastruktur auf einmal notwendig sei. Seitdem weiß ich, was Hass ist. Was habe ich denen getan, um jeden Tag mental vergewaltigt zu werden?

      Die Werbefuzzis zwingen also Menschen, die keine Glotze glotzen, zum Glotze glotzen. Darüber sollte man zuerst mal diskutieren. Online versuchen sie, Leser persönlich zu identifizieren und lügen rum, das wäre ja „zu unserem Besten“. Diese Branche ist menschenverachtend und hat den Exitus verdient und keinen speziell geschützten Sonderplatz als angeblich einzig mögliche Finanzierungsmöglichkeit für Journalismus.

      Und diese Fuzzis stellen jetzt absurde Forderungen im Namen der Verlagsbranche? So ein Quatsch.

      Die Argumente der Verlage stimmen zum Teil – sie rechtfertigen aber keine Werbung und schon gar kein „Werbeblockerverbot“ (wer nutzt Werbeblocker? Jemand, der sowieso nicht daraufklicken würde oder der die Schnauze voll hat von der Übergriffigkeit der Werbebranche!) oder verpflichtendes „Bundling“ von „Online-Angeboten“ oder andere absurde juristische Verrenkungen, sondern alternative Bezahlmodelle.

      Es gibt kein Recht auf Online-Angebote. Wer aber einen Server ins Netz stellt und darauf Texte zum Abruf bereithält, der kann nicht ernsthaft behaupten, das stelle einen Vertrag dar – und auch noch sittenwidrige Bedingungen wie einen Malvertising-Lade (und -anguck???) zwang dazuphantasieren. Wer will, dass dafür gezahlt wird (legitim), der muss zusehen, dass er nicht als Basis der Finanzierung etwas nimmt, das genau das Gegenteil von objektiver Information ist. Sonst ist das mehr als schizophren. Was ist falsch mit Abos?

      1. Abos rentieren sich nicht. Wer will schon 3,99 pro Seite zahlen die man konsumiert? Vorallem für Informationen die schlecht recherchiert sind und oft nicht mal der Wahrheit bzw. der ganzen Wahrheit entsprechen. Und dann gibt es die Konkurrenz die den selben mist „gratis“ verbreitet.

        1. Ich habe nicht behauptet, dass es einfach ist oder das für alle das richtige Konzept ist. Werbung ist jedenfalls keine Lösung und obendrein der Seriosität / Unabhängigkeit abträglich.

          1. Kapitalismus ist auch keine Lösung. Trotzdem wird es seit geraumer Zeit „angewendet“. Wir reden ja hier nicht von Utopien, sondern vom Status Quo.

          2. @AbbeFaria Und der Status Quo, der wird schon recht haben, der ist ja nicht umsonst so, das hat sich quasi evolutionär herausgebildet und ist damit das beste, was wir haben und was je sein wird. Und weil das so ist, müssen untergehende Geschäftsmodelle vor dem Status Quo gerettet werden. Oder sie müssen untergehen, weil der Status Quo sie ja nicht mehr vorsieht. Oder wie?

    2. Es gibt nur eben keine „stillschweigenden Vereinbarung zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer“ dazu. Das ist ein Postulat der Verleger, das nunmal einseitig ist. Der Anbieter bietet die gewuenschten wie nicht gewuenschten Informationen an, und der Nutzer laedt halt nur die gewuenschten herunter.

      Statt die Inhalte moeglichst wuenschenswert zu machen, will der Anbieter jetzt das Herunterladen der ungewuenschten erzwingen, seine Inhalte also dem Kunden aufzwingen. Gleichzeitig will man aber bloss nicht wirklich technisch dafuer Sorgen, denn dann gehen die Kunden einfach weg. Das kann nur schief gehen.

      Entweder wird das eine Nullnummer wie das Leistungsschutzgesetz.
      Oder es muss eine massive Einschraenkung des Medium und der Benutzer erfolgen.

      An letzterem haben eine ganze Reihe von Leuten und Organisationen grosses Interesse, allerdings laeuft das den Interessen einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zu wider.

      1. Eben, das meine ich auch. Die Einschränkung ist gewollt, darum wird dieser Hirnfurz auch in Ministerien diskutiert (https://netzpolitik.org/2016/moegliches-ad-blocker-verbot-verbraucherperspektive-fuer-bundesregierung-nicht-so-wichtig/). Denkbar auch die DRM-Variante: wir müssen doch sichergehen, dass der unerwünschte Müll auch geguckt wird. Ansonsten könnte sich das Opfer am Bildschirm einfach um diese wichtige Beilage herummogeln!

        Schaufelt sich besagtes Segment der Verlagsbranche auf diese Weise das eigene Grab, dann wird es zumindest wohlverdient sein. Wer etwas zu berichten hat, sollte sich von der Werbebranche unabhängig machen.

      2. „Es gibt nur eben keine „stillschweigenden Vereinbarung zwischen Webseitenbetreiber und Nutzer“ dazu. Das ist ein Postulat der Verleger, das nunmal einseitig ist.“

        Aus Sicht des Content-Konsumenten ist diese Sichtweise nachvollziehbar. Aber aus Sicht des Verlegers ist eben die Werbung das Produkt und der Content nur das Lockmittel um die Leser auf die Seite zu holen. Widerum kann man das schön finden oder nicht, aber das ist das unbestrittene Geschäftsmodell.

        Und wenn man das akzeptiert, macht eben eine Nutzung des Content ohne zeitgleiche Nutzung des Produkts das Geschäftsmodell kaputt. Und eben dieses Argument, bzw. diese Logik kann ich nachvollziehen.

        PS: ich finde spendenfinanzierte Journalisten (siehe Netzpolitik) auch viel besser als werbefinanzierte Berufsjournalisten, für große Onlinemedienhäuser ist diese Art der Finanzierung aber unrealistisch.
        Aber solange wir keine Medienflatrate oder eine andere Lösung des Finanzierungsproblems von Journalismus haben, sind diese Mainstreammedien eben auf Werbungeinnahmen angewiesen.

        1. Wir haben eine Grundversorgungsflatrate: der oeffentlichlich-rechtliche Rundfunkt. Der ist mit seinem Auftrag explizit unabhaengig und umfassend definiert, das sollte man an die Medienkonvergenz des 21sten Jahrhunderts anpassen.

          Dann haben wir eine juristiche Definition von Presse und Oeffentlichkeit die erstaunlich hellsichtig und zukunfstsicher ist: die ist naemlich nicht an Verlage oder Berufsgruppen gebunden, sondern an die journalistische Taetigkeit. Weswegen ist uebrigens auch keinen offiziellen „Presseausweis“ gibt, denn niemand sollte sich anmassen koennen zu definieren und damit zu kontrollieren und potentiell beschraenken, was „Presse“ ist. Auch da waere es angemessen, „Presse“ in das 21ste Jahrhundert zu heben.

          Und dann sind die Marktteilnehmer aufgerufen, da ergaenzende Geschaeftsmodelle zu entwickeln. Und es kann durchaus sein, dass es staatliche Massnahmen zu deren Existenz gibt, so koennte zB der oeffentlich-rechtliche Medienbetrieb auch ein Plattform fuer dritte zur Verfuegung stellen. Plattformen wie facebook sind mE nicht hinreichend: mangelnde Transparenz, zu grossen Einflussnahme, eigene Interessen, Ausertung von Nutzerdaten ohne Alternative, etc, pp.
          Letztlich wollen wir als Gesellschaft Journalismus und Verfuegbarkeit von Informationen. Dafuer bauchen wir Journalisten. Verleger sind nur notwendiges Uebel…und vielleicht nicht mehr notwendig.

          1. Eine schöne Welt der öffentlich-rechtlichen wird da gezeichnet. Solange diese aber weiterhin so dreist einseitig berichten, werde ich sie niemals als seriöse Quelle für Nachrichten in Betracht ziehen.

          2. @Stefan H.: Alle öffentlich-rechtlichen Medien, Sendungen, Formate und Journalisten über einen Kamm scheren ist so beliebig, dass eine mögliche Kritik in einem großen Nebel verpufft. Mich langweilt pauschale Medienkritik zunehmend, sie ist nicht besser als „Lügenpresse, Lügenpresse“ zu rufen und wird durchaus vorhandene Missstände nicht abstellen.

          3. Kurz zur Erinnerung, weil’s so schön passt: Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben es die Privatsender doch auch hinbekommen, dass von öffentlichen Geldern hergestellte Inhalte, die wir also alle zusammen bezahlt haben, nach einer Woche, spätestens nach einem Jahr wieder aus den Mediatheken genommen werden müssen. Weil die Werbefinanzierten dem Kapitalismus unterliegen, müssen gemeinschaftlich finanzierte Produkte vernichtet werden. So denkt das Politik.

    3. Versteh ich nicht, wird doch niemand gezwungen, seine Seite in einem Browser mit aktivem Adblocker anzuzeigen, wie auch kein Verbraucher im Kiosk gezwungen wird, eine Zeitung oder Zeitschrift zu kaufen …

    4. Ich weiss nicht, ob diese „Stillschweigende Vereinbarung“ trägt. Ich kann beim Fernsehen wegzappen und die Werbebeilage in der Zeitung ungelesen wegschmeissen, warum sollte ich im Internet diese Entscheidung nicht treffen können?

      Selbst wenn man durch Verkehrsüblichkeit so eine Vereinbarung annehmen wöllte, ist es mMn unredlich, diese einseitig zugunsten einer Partei unter Einschluss von allem Möglichen – Drittanbieter-Content, Malware, Tracking, User-Profiling, aktive Inhalte usw. – zu interpretieren.

      Mir persönlich ist die Werbung an sich eigentlich egal, meine Adblocker verhindern vor allem Tracking, unverlangte Inhalte Dritter (man könnte bösartig auch sagen: Spam) und aktive Inhalte, die durchaus nicht nur Werbung, sondern auch redaktionelle Inhalte sein können. (z.B. mit Ton selbstloslaufende Videos).

      1. Rechtlich betrachtet trägt mein Konstrukt vermutlich nicht. So war es auch nicht gemeint. Es ist eher eine „leben und leben lassen“ Sache… (aus Sicht der Verleger)

  11. Es gibt übrigens noch ein viel einfacheres Argument für Blocker. Mangelhafte Übertragungsraten und teure/beschränkte Datenvolumina.

    1. Geht noch einfacher: Werbung als größter Stromfresser im Internet zerstört die Umwelt (CO2), und Werbung verstopft die Leitungen, was die Gesellschaft Milliarden kostet.

  12. Wie lustig. Als ob es etwas bringen würde, Adblocker-Nutzer zu blocken. Ich sehe eine Schlagzeile, die interessant wirkt, ich klicke auf den Link. Wenn ich den Artikel nicht lesen darf, weil ich die Werbung blocke….dann lese ich den nicht. Wenn es mich wirklich, wirklich, WIRKLICH! interessiert, dann suche ich die Infos auf einer anderen Seite, wo ich auch mit Blocker draufkomme. In 99% der Fälle heißt es allerdings: Wenn Ihr mich nicht als Leser wollt, dann eben nicht.
    Ich bekomme alles kostenlos im Netz. Manchmal bedarf es einer kurzen Suche, manchmal muss man mit Proxy Servern oder VPN aus „sicheren“ Drittstaaten arbeiten, aber es geht. Die Gedanken sind frei und auch die Informationen. Daran muss man sich gewöhnen, das kann man nicht mehr zurückdrehen. Und das ist gut so! Dafür ist das Internet geschaffen worden: Alle Informationen frei für jeden zugänglich. Das Wissen der Welt von überall jederzeit einsehbar. Kostenlos. Das war kein Geheimnis. Wenn nun Firmen sich die Vorteile zunutze machen, aber plötzlich Geld für Informationen haben wollen, stellen sie eben fest, dass das nicht klappt. Buhu.
    Um es mal mit einem beliebten Beispiel zu verdeutlichen:

    Niemand zwingt die Verlage, ihre Informationen online zu veröffentlichen. Wenn sie das nicht wollen, dass sollen sie bei Print/Radio/TV bleiben. Da haben sie die volle Kontrolle. Wenn sie aber online gehen, dann müssen sie sich den Gepflogenheiten dieser Welt anpassen. Beides geht nicht. Entweder Kontrolle oder Netz.

    Glaubt mir, WIR können ohne Euch, aber ihr nicht ohne uns.

  13. Das dies Quatsch ist, erkennt man sicher mit dem Schrumpfen der Printmedien. Wenn man gleich verdienen will, müssen die Verlage online gehen.

    Ich bin ein früher von Werbung völlig freier Mensch, als ehemaliger Bürger der DDR. Nach dem Mauerfall gab es verschiedenste Zeitschriften, die ich einfach nicht gekauft habe, wenn die Werbung auf den Seiten um die Artikel war.

    Die Zunahme der Werbung, in den letzten 20 Jahren, vor allem im PrivatTV hat mich dazu gebracht, das einfach nicht mehr anzumachen.
    Ich sehe fast nur Öffis, allerdings muß ich inzwischen, als Gesamtdeutscher dafür bezahlen.

    Werbung hat in einem Maße vor allem Online zugenommen, der schlicht nicht mehr auszuhalten ist. (aber auch der Werbeschiet, der inzwischen in Supermärkten vorgedudelt wird, oder sogar auf TV gezeigt )
    Ich betrachte jeglichen Werbekaufman(als Person), als Freiwild für allerlei Späße und auch Beleidigungen halte ich auf Grund der Zumutung, von Werbung, für gerechtfertigt.

    Der Zorn der in mir lodert, wenn man mir (mal wieder!) etwas aufdrängen will, ist grenzenlos. Ich habe schon genug Lebenszeit, mit schwachsinnigem Geschwätz, alterschwacher, und ungelernter Hilfsarbeiter, wie Honecker verschwendet, da muß es nicht noch schlimmer kommen!
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    Btw. verwende u.Block Origin als Adblocker, gibts da eine strukturierte Anleitung, oder Hilfen in deutsch irgendwo? …..weil manchmal funtioniert nichts mehr hier. Die extrem Wertvollen Textbrowser funktionieren ja leider nicht mehr ;)

    Mir ist klar das ich für manche Dinge etwas zahlen sollte, u. dies auch tue, aber bevor ich wieder von irgend jemanden gesteuert werde, schalte ich lieber das komplette Inet ab!

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